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Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal: 41 Künstler und AGs sind zur Finalrunde eingeladen

Redaktion
Der Wilhelm-Leuschner-Platz.
Der Wilhelm-Leuschner-Platz.
Foto: Ralf Julke
"Ich ahne, wie schwierig es war, aus einer so großen Zahl von hervorragenden Bewerbungen aus dem In- und Ausland die 41 geeignetsten auszuwählen“, sagt Burkhard Jung, Oberbürgermeister jener Stadt, die so gern ein Freiheitsdenkmal haben möchte. Am Montag, 23. Januar, teilte das Kulturamt mit, dass 41 Bewerber ausgewählt wurden für die finale Phase des Wettbewerbs für das Denkmal.

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Oberbürgermeister Burkhard Jung, dem als Mitglied des Preisgerichts die Namen nicht bekannt gegeben wurden, dankt dem Auswahlgremium für seine Arbeit: "Ich drücke den Wettbewerbsteilnehmern die Daumen und bin gespannt auf aussagekräftige, überraschende, ergreifende Ergebnisse. Dann liegt es in Händen der Jury, Anfang Juli den oder die Preisträger zu küren", sagt Jung. Nachdem der Wettbewerb am 9. Oktober 2011 bekannt gemacht worden war, hatten die Interessenten bis zum 16. Dezember 2011 Zeit, ihre Bewerbungen auf den Weg zu bringen.

Das vom Preisgericht unabhängige Auswahlgremium für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal hat am 19. und 20. Januar getagt und aus den 325 vorliegenden Bewerbungen 41 ausgewählt, die sie der Stadt Leipzig zur Teilnahme am Wettbewerb empfiehlt. Die ausgewählten Teilnehmer kommen aus insgesamt zehn Ländern, davon 23 aus Deutschland, 12 aus anderen europäischen Ländern, drei aus den USA und einer aus Japan. Zwei Teilnehmer kommen aus Leipzig. Unter den 41 Ausgewählten sind neun Künstler, zwei Architekten und ein Landschaftsarchitekt als Einzelbewerber sowie 29 Arbeitsgemeinschaften aus Künstlern/Architekten mit Stadtplanern und Ingenieuren.

Der Wilhelm-Leuschner-Platz - künftiger Denkmal-Standort.
Der Wilhelm-Leuschner-Platz - künftiger Denkmal-Standort.
Foto: Ralf Julke

Mehr erfährt man erst einmal nicht: Die Namen der ausgewählten Teilnehmer bleiben bis zum Abschluss des Wettbewerbsverfahrens anonym, um die Entscheidung des Preisgerichtes nicht zu beeinflussen. Die laufende rechtliche Prüfung lag bei der Stadt Leipzig. Die ausgewählten Teilnehmer wurden bis Montag, 23. Januar, benachrichtigt und gebeten, ihre Teilnahme verbindlich gegenüber der Stadt Leipzig zu erklären. Sie müssen dann bis zum 1. Juni anonym ihren Entwurf für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal einreichen.

Der Leipziger Stadtrat hatte im Mai 2011 den Wilhelm-Leuschner-Platz, unmittelbar am Leipziger Ring, der Demonstrationsstrecke von 1989 gelegen, als Standort bestimmt. Das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal soll am 9. Oktober 2014, dem 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution, auf dem dann „Platz der Friedlichen Revolution“ benannten Areal, eingeweiht werden.

Der finanzielle Rahmen für das Gesamtprojekt beträgt 6,5 Millionen Euro, von denen 5 Millionen Euro vom Bund und 1,5 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen getragen werden. Als Wettbewerbssumme stehen brutto 175.000 Euro zur Verfügung.

Die nächste Möglichkeit für die Bürger, den Fortgang des Wettbewerbs zu verfolgen, ist eine Abendveranstaltung am 1. März im Zeitgeschichtlichen Forum. Dort werden zwei Mitglieder des Preisgerichts mit Zeitzeugen und Vertretern der nachgeborenen Generation über die Frage diskutieren, wie die Werte der Friedlichen Revolution in die Zukunft weitergegeben werden können.

Die abschließende Sitzung des Preisgerichtes ist dann für den 6. und 7. Juli vorgesehen.


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