Heiße Kartoffel 2012: Diesmal wird Leipzigs Evolutionsforscher Svante Pääbo geehrt
Redaktion
30.05.2012
Svante Pääbo.
Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
2012 ist es ein Leipziger Wissenschaftler, der mit der Heißen Kartoffel geehrt wird. Eine Jury hat den renommierten Evolutionsforscher Svante Pääbo aus knapp zehn Kandidaten zum Preisträger Heiße Kartoffel 2012 gewählt. Die Auszeichnung wird im November zum 20. Mal in Leipzig vergeben. Die bisherigen Preisträger waren unter anderen Kurt Masur, Hans-Dietrich Genscher und Martin Winterkorn.
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Der 1955 in Stockholm geborene Svante Pääbo ist seit 1997 Direktor des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Insbesondere die Forschungen zu der Frage, welche genetischen Veränderungen in der Evolutionsgeschichte den modernen Menschen ausmachen, haben ihm zu weltweitem Ansehen verholfen. In einer gemeinsamen Studie mit anderen Wissenschaftlern hat Pääbo nachgewiesen, dass vor rund 40.000 Jahren im Altai-Gebirge neben Homo sapiens und dem Neandertaler noch eine dritte Population der Gattung Homo, der sogenannte Denisova-Mensch gelebt hat.
Svante Pääbo - hier mit einem Neanderthaler-Schädel.
Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
„Svante Pääbo ist eine herausragende Persönlichkeit in der Wissenschaft, Leipzig und Mitteldeutschland können stolz auf diesen Preisträger sein,“ begründet der Jury-Vorsitzende und VNG-Chef Karsten Heuchert die Wahl.
Neben ihm gehören der Jury ehemalige Preisträger, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung, der Präsidenten des Mitteldeutschen Presseclubs, Rolf Westermann und der Herausgeber des Wirtschaftsmagazin ARGOS, Holger Schmahl. Oberbürgermeister Burkard Jung würdigt den Preisträger in seinem Grußwort: „Er ist einer der Wissenschaftler, die sich stets auch als Botschafter unserer Stadt verstehen. Svante Pääbo und sein Institut tragen den wissenschaftliche Ruf Leipzigs in die Welt.“
Der Preis wird am 23. November an traditioneller Stelle im Bundesverwaltungsgericht Leipzig übergeben.
1991 wurde der Preis erstmals verliehen. Mit der Heißen Kartoffel werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich beispielhaft für die mitteldeutsche Region eingesetzt haben. Der nicht dotierte Preis besteht aus einer Skulptur, die vom Leipziger Künstler Jörn Konrad jedes Jahr als Unikat angefertigt wird.
Der Freundeskreis Heiße Kartoffel strebt die Fundierung des Engagements und des Preises in Leipzig und Mitteldeutschland durch eine nachhaltig Struktur an. „Dies soll in Form einer Stiftung oder in ähnlicher Weise geschehen,“ so André Henschke, Sprecher des Freundeskreis Heiße Kartoffel. Wir wollen, dass die Menschen in Mitteldeutschland den Preis auch als einen Teil ihrer gelebten gesellschaftlichen Kultur ansehen und sich mit ihm verbunden fühlen,“ so Henschke weiter.
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