Mit Grundsteinlegung für Zahnklinik wird bald auch die letzte Lücke gefüllt: 17 Millionen für Neubau
Matthias Weidemann
29.06.2011
Standort der künftigen neuen Zahnklinik.
Foto: Matthias Weidemann
„Wer Angst vorm Zahnarzt hat, muss Mut zur Lücke haben“, meinte humorig ein gut aufgelegter Prof. Wolfgang Fleig. Der Vorstandssprecher der Uniklinik Leipzig war Auftaktredner anlässlich der Grundsteinlegung der neuen Zahnkliniken an der Nürnberger Straße. Der 17 Millionen Euro teure Neubau wird sozusagen Blickfang und Empfangsportal in einem zum Campus der Unikliniken. Gestern war Grundsteinlegung.
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Der Bau vollendet die Reihe der Klinikzentren am westlichen Teil des Campus und wird diesen eine moderne Heimstatt für Forschung, Lehre und Patientenversorgung sein. Für das Bildungszentrum investiert das Klinikum eine weitere knappe Million Euro und integriert es in den Neubau der Zahnklinik.
„Und das alles in Eigenregie,“ wie Professor Fleig unübersehbar stolz bemerkte: „Man hat in Dresden gemerkt, dass solche Projekte bei den Unikliniken in besten Händen sind. Für uns ist der Segen der Sächsischen Staatsregierung, alles in eigener Verantwortung zu planen und zu bauen, so etwas wie die Note 1 plus im Zeugnis. Und wir haben es auch in Rekordzeit und aus eigenen Mitteln geschafft. Der Rohbau wird im Dezember fertig sein und im dritten Quartal 2012 soll die Zahnklinik in Betrieb gehen.“
Henry Hasenpflug und Wolfgang Fleig bei der Grundsteinlegung.
Foto: Matthias Weidemann
Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Joachim Thiery, sprach von „Guten Taten, die ins Licht gesetzt werden wollen“, und meinte weiter: „In Zeiten großer Sparzwänge ist eine solche Grundsteinlegung schon etwas Besonderes. Es ist wirklich eine gute Tat für Lehre und Forschung und die Uni hat sich entsprechend dafür eingesetzt. Dies ist ein klares Bekenntnis zur wissenschaftlichen Arbeit und im wahrsten Sinne des Wortes ein sichtbares Eingangsportal zur Uni. Das hat auch mit Qualität in Lehre und Forschung zu tun.“
So schaffen laut Thiery mehr als 90 Prozent der Medizinstudenten ihr Examen in der Regelstudienzeit, und man hoffe, dass mit dem Neubau auch die Zahl der Studenten sinke, die ihren Studienort wechseln. Derzeit liege der Anteil bei 20 Prozent.
Der Grundstein schwebt in die Baugrube.
Foto: Matthias Weidemann
Das Gebäude, für das am Dienstag, 28. Juni, an der Nürnberger Straße der Grundstein gelegt wurde, wird bei seiner Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2012 den bisherigen Bau aus dem Jahr 1910 ablösen. Auf 4.534 Quadratmetern finden 56 zahnärztliche Behandlungseinheiten und zwei zahnärztliche Eingriffsräume ihren Platz. Daneben werden in dem Gebäude auch zahnprothetische Werkstätten mit Studentenarbeitsplätzen und dentalen Forschungsflächen sowie Seminar- und Arbeitsräume des Bildungszentrums eingerichtet.
Umgesetzt wird der Auftrag übrigens vom hessischen Architekturbüro KSP Jürgen in Engel aus Frankfurt am Main. Für den Freistaat Sachsen war Staatssekretär Dr. Henry Hasenpflug angereist. Der zeigte sich von der Dynamik, die von Seiten der Unikliniken an den Tag gelegt wird, beeindruckt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung in Leipzig. Diese Stadt bietet die optimalen Voraussetzungen für eine herausragende Hochschulmedizin. Das ist das Verdienst der Unikliniken.“
Angesichts des Lobes aus der Landeshauptstadt versprach Prof. Fleig denn auch, dass das Klinikum die Mittel in gewohnter Form sparsam und effektiv einsetzen werde, wie dies schon bei den Bauprojekten für das Zentrum für Frauen- und Kindermedizin und dem Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin der Fall war. Der Grundstein wurde schließlich mittels Kran in die Baugrube befördert, womit man den Mut zur Baulücke seitens der Unikliniken schon mal bewiesen hat. Diese wird aber sicher ganz im Sinne der Zahnmedizin bald ordentlich „gefüllt“ sein.
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