Experten für Stoffwechselkrankheiten tagen in Leipzig: Mehr als 4.000 Teilnehmer erwartet
Redaktion
23.08.2011
Quelle: www.viszeralmedizin.com
Viszeralchirurgie - ein fast unaussprechlicher medizinischer Fachbegriff, hinter dem sich jedoch oft auch unaussprechliches Leid verbirgt. Zumindest für Menschen, die von Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten betroffen sind. Genau mit diesem komplexen Krankheitsbild befassen sich Mediziner, Forscher und Experten des Fachkongresses „Viszeralmeidizin 2011“, einer der größten deutschen medizinischen Tagungen, zu der vom 14. bis 17. September in Leipzig immerhin mehr als 4000 Teilnehmer erwartet werden.
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Die gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), deren Sektion gastroenterologische Endoskopie und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), findet auf dem Messegelände im Congress Center (CCL) Leipzig statt. Gemeinsam informieren dort Gastroenterologen, Endoskopie-Experten, Allgemein- und Viszeralchirurgen über neueste Erkenntnisse aus ihrem vielfältigen Fachgebiet. Dazu gehören Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen ebenso wie Krebs, entzündliche und das Nervensystem der Eingeweide betreffende Krankheiten im Magen-Darmtrakt, in Leber, Galle und der Bauchspeicheldrüse.
Impressionen von früheren Viszeralkongressen.
Quelle: www.viszeralmedizin.com
Mit der „Viszeralmedizin 2011“ vereinen DGVS und DGAV bereits zum fünften Mal ihre Fachtagungen, um sich über modernste Diagnostik und Therapie auszutauschen. „Denn wenn wir Erkrankungen in unserem extrem umfassenden Fachgebiet optimal behandeln wollen, müssen Gastroenterologen und Chirurgen als dessen Hauptträger eng zusammenarbeiten und dabei zahlreiche weitere Disziplinen einbinden“, betont DGVS-Kongresspräsident Professor Dr. med. Peter Malfertheiner aus Magedeburg.
Der Gastroenterologe verantwortet den Kongress gemeinsam mit DGAV-Präsident Professor Dr. med. Michael Betzler, Essen und Privatdozent Dr. med. Siegbert Faiss, Vorsitzender der Sektion Endoskopie aus Hamburg. Für alle beteiligten Disziplinen hält das Programm Aktuelles aus der klinischen Praxis und der Grundlagenforschung bereit. Michael Betzler weiter: „Der Kongress mit seinen hochinnovativen Formaten und Inhalten ermöglicht es allen Teilnehmern, miteinander und voneinander zu lernen“.
Impressionen von früheren Viszeralkongressen.
Quelle: www.viszeralmedizin.com
So werden während der Tagung Ärzten in Klinik und Praxis beispielsweise Sitzungen, in denen sie anhand von Fallszenarien interaktiv komplexe Diagnosen stellen, geboten. Sitzungen zu „brennenden Fragen“ in der Gastroenterologie vermitteln in kurzen Statements neuestes Fachwissen für Spezialisten. Für den ärztlichen Nachwuchs haben die Veranstalter spezielle „Newcomer“-Veranstaltungen entwickelt: „Wir sind sehr daran interessiert, jungen Ärzten durch neue Formate auf optimale Weise Wissen zu vermitteln und für unser Fach zu begeistern“, sagt Professor Malfertheiner. Geht es auf dem Kongress zum Beispiel um neue therapeutische Ansätze bei Leberzellkrebs, Chronisch Entzündlicher Darmerkrankung oder auch Adipositas. Eine übergeordnete Rolle werden die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Darmflora und Gesundheit spielen.
Komplexe Diagnostik von Magen-Darm-Erkrankungen, Unterschiede in Vorsorge und Verlauf viszeralmedizinischer Erkrankungen bei Frau und Mann oder minimalinvasive Operationstechniken sind weitere ausgewählte Themen. Inwiefern diese sogenannten Schlüssellochoperationen auch bei Krebs gesichert sind, erörtern die Experten ebenso wie das „narbenlose Operieren“ durch natürliche Körperöffnungen wie Mund, Dickdarm, Vagina oder Harnröhre. Und auch für Betroffene hält die Tagung Angebote bereit: In kostenlosen Arzt-Patienten-Seminaren am Samstag, dem 17. September 2011, informieren Experten und Selbsthilfegruppen zum Beispiel über das Reizdarm-Syndrom, Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn.
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