Millionenförderung für Leipziger Medizinfakultät: Im OP-Saal der Zukunft arbeiten Mensch und Maschine perfekt zusammen
Redaktion
07.12.2011
Prof. Gero Strauß erklärt den Hightech-OP-Saal.
Foto: Matthias Weidemann
Das Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) erhält einen neuen, zukunftsweisenden Baustein. Die Einrichtung an der Leipziger Medizinischen Fakultät der Uni zur Entwicklung computergestützter Assistenzsysteme im Operationssaal wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,3 Millionen Euro für die Einrichtung des Prototyps eines OP-Saals gefördert.
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Eingeweiht wurde das Raumkonzept und die bauliche Basis für Geräteanbindungen passenderweise am Nikolaustag. Darüber hinaus ist eine weitere Nachwuchsgruppe am Start, die über 5 Jahre verteilt 3,5 Millionen Euro Fördergelder erhält. Als Ergebnis der jüngsten Forschungen stellt ICCAS ein völlig neuartiges Raumkonzept vor, das für 2 Millionen Euro nach modernsten, chirurgischen Bedürfnissen entwickelt wurde. Es dient als Basis für anstehende Geräteanbindungen.
Im OP-Raum der Zukunft sind beispielsweise Lichtquellen so installiert, dass Schattenwurf vermieden wird. Gerätewagen können nach Bedarf über Schienen ferngesteuert werden. Über
einen von der Decke herabhängenden Versorgungsarm kann der Operateur nicht nur wesentliche Geräte zentral steuern, ihm und dem Team wird auch mehr Bewegungsfreiheit und ein ergonomisches Arbeitsumfeld geboten. Zukunftsziel ist es, das Raumkonzept als OP-Standard-Architektur einzuführen.
Der Hightech-OP-Saal des ICCAS.
Foto: Matthias Weidemann
Beim andauernden Abgleich von notwendigen Arbeitsabläufen im OP mit den individuellen Patientendaten werden dem Operateur enorm viele, sich stetig ändernde Informationen bereitgestellt. Es gilt, ihm alle Daten übersichtlich und verlässlich aufeinander abgestimmt zur Verfügung zu stellen, ihn gleichzeitig aber nicht zu überfordern, auch optisch nicht. Das Raumkonzept ist Ergebnis zurückliegender Forschungen, bei denen der Chirurg mit seinen Bedürfnissen im Zentrum stand.
Minutiös wurden alle Arbeitsabläufe im Operationssaal erfasst, jeder einzelne Handgriff, jeder Instrumenteneinsatz und jede Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die so gewonnenen Datenauswertungen helfen, Arbeitsabläufe im OP zu optimieren und sicherer zu machen. In den Nachwuchsgruppen, die sich aus Ingenieuren und Informatikern zusammensetzen, werden daraufhin Geräte, Software und ganze Assistenzsysteme entwickelt. 2011 wurde die zweite Förderphase von ICCAS eingeläutet. Die bisherige Forschungsarbeit wird fortgesetzt, insbesondere geht es nun an die klinische Umsetzung.
Diese Aufgabe hat seit dem Frühjahr 2011 die Nachwuchsgruppe "Modellbasierte Automation und Integration im OP-Saal“ übernommen. Sie ist dafür da, sämtliche Informationen über Patienten und Eingriff sinnvoll zusammenzuführen und aufzubereiten. Außerdem wird die technologische Unterstützung für den Operateur weiter ausgebaut. Informationssysteme sollen Operationen überwachen, dem Chirurgen den aktuellen Stand wiedergeben und, wenn nötig, situationsabhängig in den Operationsverlauf eingreifen können. Weiterhin wird die Entwicklung eines Prototyps zur Systemüberwachung verschiedener Operationssäle von einem Kontrollraum aus, ähnlich einem Flughafen-Tower, angestrebt. Am Dienstag, 6. Dezember, wurden die neuesten Forschungsergebnisse aus dem ICCAS einem Expertengremium zur Begutachtung vorgestellt.
Biodiversivität ist ein sperriges Wort, dem aber aufgrund weiter um sich greifender Umweltzerstörungen auf unserem Planeten immer mehr Bedeutung zukommt. Die Artenvielfalt auf der Erde ist zunehmend bedroht. 60.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Auch der Leipziger Zoo hat sich die Arterhaltung auf die Fahne geschrieben, gibt 165.000 Euro jährlich für Schutzprojekte aus und hat sich mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversivitätsforschung (iDiv) einen wichtigen Partner an Bord geholt. mehr…
„Wenn jeder hier im Raum begreift, dass Energiesparen nötig ist und beim eigenen Griff zum Lichtschalter beginnt, dann ist es egal, ob es ab heute einen neuen Umweltminister gibt“, machte Schulleiter Thomas Graupner am Dienstag, 22. Mai, im Berufsschulzentrum 7 deutlich, worum es bei der neuen Bildungsinitiative Energie geht. mehr…
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat Reik Hesselbarth hat den Beschlussvorschlag von Kulturbürgermeister Faber zur Umsetzung des Finanzierungsanteils für die Freie Szene scharf kritisiert. Denn statt einen Vorschlag zu machen, wie der Stadtratsbeschluss von 2008 bis 2013 erfüllt werden kann, hat Kulturbürgermeister Michael Faber am 16. Mai eine Verschiebung des Termins vorgeschlagen. mehr…
Eigentlich könnten sich die Freunde des Leutzscher Fußballs gedanklich schon in die Sommerpause verabschieden. BSG Chemie Leipzig und SG Leipzig Leutzsch haben beide die Klasse gehalten. Sportlich betrachtet geht es für beide Teams in den letzten Saisonspielen nur noch um die goldene Ananas. Wäre da nicht das grün-weiße Derby am 9. Juni. Die Chemie-Fans nutzen die Gunst der Stunde für eine klare Ansage. mehr…
Die Frage nach den personellen Konsequenzen in der Affäre um die Herrenlosen Häuser entzweit Leipzigs Parteien. Die linke OBM-Kandidatin Dr. Barbara Höll fordert eine Beurlaubung von Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller (SPD). Für Leipzigs FDP ist Oberbürgermeister Burkhard Jung der Verantwortliche, Hölls Forderung nur „eine erste wahltaktische Brücke“. mehr…
Am 27. Mai, um 19 Uhr, lädt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. herzlich zu einer „Pfingstlesung“ in den Festsaal des Hauses ein: „Erleben Sie mit uns die abenteuerlichen Geschicke des Reineke Fuchs, und wie es ihm, mehrfach angeklagt und verurteilt, immer wieder gelingt, mit verblüffender Intelligenz, mit Witz und Verschlagenheit, mit Lug und Trug, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, um schließlich sogar 'Kanzler des Reichs' zu werden.“ mehr…
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Am Dienstag, 22. Mai, wurden im Festsaal des Neuen Rathauses die Leipziger Agenda-Preise 2012 verliehen. In fünf Kategorien wurden Preisgelder in einem Gesamtumfang von 14.000 Euro sowie Sachpreise im Wert von rund 10.000 Euro vergeben. mehr…
Die Lebenshilfe Leipzig organisiert vom 8. bis 10. Juni zum zweiten Mal ein Geschwisterseminar mit der renommierten Sozialwissenschaftlerin Marlies Winkelheide (Bremen/Geschwisterkinder.de) und ihrem Team. Dieses wendet sich an die Eltern und Geschwisterkinder in Familien mit behinderten Kindern und findet in der Jugendherberge in Dahlen bei Leipzig statt. mehr…
Den 29. Mai kann, wer Lust hat, sich über diese seltsame Stadt am sächsischen Westrand ein paar Gedanken zu machen, vormerken im Kalender. Es ist ein Dienstag. Und die Stadt lädt ein in die Kongresshalle, konkret in den Händelsaal. Ab 19 Uhr darf man rein und schon mal die Fühler ausstrecken, 19.30 Uhr beginnt die Auftaktveranstaltung für ein Leipziger Zukunftsprojekt. Motto: Leipzig weiter denken. mehr…
Am 24. Mai um 15 Uhr lädt der Garten Annalinde mit Kaffee und Kuchen herzlich zur Eröffnung seiner Gartensaison ein. Seit Juni 2011 gibt es den mobilen Nutzgarten auf der Freifläche hinter der Bibliothek Plagwitz. Neben Kohl und Kartoffeln in Säcken werden dort Radieschen, Salat und Tomaten zusammen mit einer Vielzahl weiterer, teils alter Kultursorten in mobilen Hochbeeten angebaut. mehr…
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Die Königin der Instrumente, die Orgel, ist zu Pfingsten in der Kirche Zuckelhausen, Zuckelhausener Ring, zu entdecken und zu hören. Am Sonnabend, dem 26. Mai 2012, erläutert Orgelbauer Stefan Pilz bei einer Orgelführung um 10 Uhr die Funktionsweise der Johann-Gottlob-Mende-Orgel (1822). mehr…
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In Verfassungsschutzberichten landen nicht nur die wirklich staatsgefährdenden Organisationen. Oft beobachten die Schlapphüte auch Parteien und Vereine, von denen sie die Gefährdung nur vermuten. Manchmal über Jahrzehnte ohne Ergebnis. Da ist es schon erstaunlich, dass die Bundesregierung allein diese Beobachtungen zum Vorwand nehmen will, Vereinen ihre Gemeinnützigkeit abzuerkennen. mehr…