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Kochen wie Gott in Frankreich (2): Cidre, Apfelspeckkuchen und ein Hotel voller Apfelsorten

Anne-Marie Strich
13 Azubis, 20 Koffer - fast schon am Ziel.
13 Azubis, 20 Koffer - fast schon am Ziel.
Foto: IHK Leipzig
Am 21. März brachen wieder 13 Leipziger Gastronomieazubis auf zur großen Entdeckerereise an die französische Atlantikküste. Und auch in diesem Jahr berichten sie selbst über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Abenteuer. Heute erzählt Anne-Marie Strich, die im Ratskeller den Beruf der Restaurantfachfrau erlernt, vom Aufbruch ins Land von Cidre und Apfelspeckkuchen.


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Tag 1: 21. März - 20 Koffer und wir auf dem Weg nach Frankreich
Schon sehr früh, nämlich 4:30 Uhr trafen wir uns am Hauptbahnhof Leipzig. Es dauerte eine ganze Zeit bis auch wirklich alle da waren. Frau Dr. Ludwig machte ein letztes Foto unserer Gruppe, die voller Erwartungen und Vorfreude war, und schon saßen wir im Zug auf dem Weg nach Caen, über Frankfurt und Paris. Gegen 9 Uhr waren wir in Frankfurt, wo wir aufgrund von leichter Verspätung nur ein Zeitfenster von fünf Minuten für unseren Umstieg hatten. Trotz schweren Gepäcks (20 Koffer) klappte alles sehr gut. Auf dem Weg nach Paris passierten wir unter anderem Saarbrücken, wo unser Übersetzer Jacques zustieg.

12:50 Uhr erreichten wir Paris Est. Hier mussten wir erst einmal herausfinden, wie es mit der Metro nach Paris St. Lazare geht. Das dauerte eine ganze Zeit und so landeten wir zwei Minuten vor Abfahrtszeit am richtigen Ort, hetzten zu den Gleisen und konnten den Schaffner noch davon überzeugen, uns mitzunehmen. Da die Zeit so knapp war, stiegen wir direkt in den letzten Wagen ein und mussten nun samt unserer 20 Koffer durch acht Wagen durch, um zu unseren reservierten Plätzen zu gelangen. Geschafft: Nun saßen wir im letzten Zug auf dem Weg nach Caen und waren voller freudiger Erwartungen auf unsere Gastgeber.

13 Azubis, 20 Koffer - fast schon am Ziel.
13 Azubis, 20 Koffer - fast schon am Ziel.
Foto: IHK Leipzig

Doch plötzlich blieb der Zug auf offener Strecke stehen und nach vielen Durchsagen und großer Hitze im Zug blieben wir drei Stunden auf der Stelle, bis uns ein anderer Zug erreichte. Diese Wartezeit wurde uns versüßt durch die Präsenz unseres Tandem-Lehrers Johannes Gäbler. Dieser gesellte sich direkt nach seinem Zustieg in Paris zu uns und stieg mit uns direkt in die Auffrischung von französischen Vokabeln, in die Eigenarten der Franzosen selbst, die Themen Calvados, Brennereien und weiteres Wissenswertes ein. Nach drei Stunden und viel Input erreichten wir Caen, wo uns unsere Gastgeber herzlich willkommen hießen.

Nach 20-minütiger Autofahrt kamen wir dann an unserem Zielort Douvres an und bezogen gleich unsere Zimmer in einem Kloster, direkt gegenüber von der Schule. Unsere französischen Gastgeber, die wir das letzte Mal im November in Leipzig sahen, waren mindestens genauso glücklich, uns wiederzusehen, wie wir. Zum Abendessen gab es Apfelspeckkuchen, Salat, Hähnchen, Nudelauflauf und natürlich Cidre. Gemeinsam ließen wir den Abend gemütlich in unseren Zimmern ausklingen und waren uns alle in einer Sache einig: Die Schlepperei der 20 Koffer hat sich mehr als gelohnt und es steht uns eine aufregende und ereignisreiche Zeit bevor.

Mit Sack und Pack in die Métro: Gare de l'Est in Paris.
Mit Sack und Pack in die Métro: Gare de l'Est in Paris.
Foto: IHK Leipzig
Tag 2: 22. März - Hotelzimmer, die wie Äpfel heißen
Nach einer kurzen Nacht ging es gegen halb 9 zum Frühstück. Dieses beinhaltete nach typisch französischer Art Baguette, Butter und Marmelade. Frisch gestärkt gingen wir in die Schule zum Tandemkurs. Dieser wurde von Herrn Gäbler geleitet. Wir freuten uns sehr, unsere französischen (Sprach-)freunde wieder zu sehen, wobei es uns einige Schwierigkeiten bereitete, wieder in die französische Sprache einzusteigen. Anschließend, zum Mittag, gab es Baguette auf die Faust.

Daraufhin fuhren wir nach Criqueboeuf, um uns das Hotel “Monoir de la Poterie” anzuschauen. In diesem Hotel werden zwei von uns ihre Praktikumszeit absolvieren. Bei diesem Haus handelt es sich um ein ganz außergewöhnliches Hotel mit 23 Zimmern, die sich alle komplett voneinander unterscheiden. Jedes dieser Zimmer hat seinen ganz eigenen Stil und wird nach Lust und Laune des Hotelchefs ungefähr einmal pro Jahr neu dekoriert und umgestaltet. Die 23 Zimmer tragen die Namen verschiedener Apfelsorten, welche im Hotelgarten angepflanzt, bewundert und in der Reifezeit der Äpfel sogar genossen werden können. Darüber hinaus bietet das Hotel 300 Weinsorten an.

Im Anschluss an den Hotelbesuch ging es nach Honfleur – eine wundervolle Stadt. Dort teilten wir uns in vier Teams und bekamen Fragen, die wir auf einer Exkursion durch diese bezaubernde, am Hafen gelegene Stadt zu beantworten hatten. Nach diesem Stadtspiel fuhren wir nach Hause. Dort angekommen gab es Abendessen: Gemüseeintopf und Boeuf a la Provenciale. Gemeinsam mit unserem lieben Freund Thoma ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

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