Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche



Tiefschlag der Woche (2): Leo Leu wird als treuer Kunde rabattiert

Leo Leu
Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Foto: Leo Leu
Ich bin ein treuer Kunde. Nun habe ich es schwarz auf weiß. Meine Stadtwerke Leipzig haben es mir bestätigt: "Sehr geehrter Herr Leu, Sie erhalten heute als Dankeschön für Ihre Treue als Kunde ..." Naja, über ein Dankeschön der Geschäftsleitung hätte ich mich schon gefreut. Hätte auch eine nette Postkarte gereicht. War aber ein Brief. Und drin steckte - ein Kärtchen. Ich hatte es schon geahnt. Ich hab das Entchen abgelehnt, als ich meinen Wasserliefervertrag abgeschlossen habe. Und den Teddy hab ich auch abgelehnt.


Den wollte mir der Mobiltelefonverkäufer andrehen, wenn ich das superflache neue Super-Schnell-Telefon mit sechsfacher Flatrate und integrierter Wetterstation nehme. Hab ich wirklich überlegt. Braucht man ja, wenn man mal irgendwo ist, wo nicht dransteht, was es ist, wo man da ist. Aber als er den rosa Plüschteddy aus der Versenkung holte, hab ich mich umgedreht und bin eiligst entfleucht.

Ich wünsche mir eigentlich eine Welt, in der sich Händler und Dienstleister nicht wie Teppichverkäufer benehmen.

Oder doch. Bei Teppichverkäufern hab ich mich eigentlich immer gut behandelt gefühlt. Wenn sie einem noch irgendwas zusätzlich zum superstrapazierfähigen echten Persianer aus Damaskus aufschwatzen wollten, war es immer ein Mini-Persianer als Türvorleger. Sie haben nie versucht, mir noch den ganzen Andenkenladen von nebenan anzudrehen.

Aber seit die Teppichhändler Leipzig verlassen haben, ist der Zirkus eingezogen. Ich weiß nicht genau, wann es begann. Vielleicht begann es ja schleichend und ich hab's nicht gleich gemerkt, weil ich mir die Dankeschönschreiben von meiner Bank, meinem Stromlieferanten oder vom Hausmeister nicht aufhebe.

Die vom Supermarkt an der Ecke schon gar nicht. Die wissen ja gar nicht, ob ich treu bin. Bin ich auch nicht. Ich geh mal den einen heimsuchen, weil er der einzige ist, der in der Cidre-Zeit auch Cidre im Angebot hat. Mal den anderen, weil es da an der Käsetheke tatsächlich noch Käse gibt. Die Fräulein an der Kasse sind ja in der Regel ganz nett und flott und eifrig. Rattatta geht das, da hab ich meinen Preis, bekomme mein Wechselgeld. Und fast jedesmal die freundlich geübte Frage: "Sammeln Sie unsere Treuepunkte?" Ich weiß, dass das Zeug in jedem Laden anders heißt. Die einen wollen einem ein Mofa verkaufen, wenn man 1.000 Treuepunkte zusammen hat, die nächsten ein frischgebeiztes Töpfe-Set. In der Regel alles Zeug, das man entweder sowieso nicht braucht. Oder dann, wenn man seine 1.000 Treuepunkte endlich zusammenhat, schon lange nicht mehr braucht. "Nein Danke, gutes Fräulein", sag ich dann immer. "Ich bin Vegetarier ..."

Da stutzen sie dann ein bisschen und machen einfach weiter.

So ist das. Sie wollen eigentlich dem ganz speziellen Leo Leu gar keine Treuepunkte geben. Die Fräulein Stadtwerke auch nicht.

Und trotzdem haben sie sich mit Fräulein Verkehrsbetriebe zusammengetan und eine Kundenkarte kreiert.

Ich mag ja das Lied mit dem Kunden drin. Das singen wir immer, wenn wir spätnachmittags bei Schorschl aus der Stampe taumeln. Das klingt mir dann jedes Mal im Ohr, von Fritze oder Erwin gebrummt oder gejault, je nach Stimmung. Ich bin der letzte Dingsbums. Kennen Sie ja. Die Bahn ist dann sowieso immer weg, und wenn ich zu Hause versuche, das passende Schlüsselloch für meinen Schlüssel zu finden, tun mir die Füße weh.

Ich bin aber nicht der einzige, dem Fräulein Stadtwerke jetzt die Treue bescheinigt. 100.000 solche wie ich haben dieser Tage das Ding zugeschickt bekommen. Mit der Post. Nicht mit der richtigen, sondern mit der hiesigen LVZ-Post. Ist ja ein bisschen billiger. Der Infobrief Kompakt kostet da brutto nur bescheidene 32 Cent. Klaro, kann ja jeder ausrechnen, der will. 100.000 mal 0,32 macht 32.000 Euro. Soviel war es Tante Stadtwerke und Tante Verkehrsbetriebe wert, mir einen Infobrief mit Kundenkarte und Dankeschön zu schicken.

Was sagt ein braver Junge, Leo?

Dankeschöööön.

Kleine Auslese: Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Kleine Auslese: Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Foto: Leo Leu

Das Briefpapier wird auch ein bisschen was gekostet haben. Für die Adresse mussten Tante Verkehrsbetriebe und Tante Stadtwerke nichts bezahlen. Die haben sie ja schon. Da brauche ich nur in meiner Kiste zu kramen. Tante Verkehrsbetriebe war ja so freundlich, im August mein Monatsticket happig zu verteuern. Dafür steht ja jetzt auch Gold-Card drauf. Und als Dankeschön für die Beteuerung gab's damals im Juli ein liebevolles Schreiben von Frau Schlövogt (Teamleiterin Kundenservice!), in dem sie mir vertrauensvoll mitteilte, dass mir Tante Verkehrsbetriebe für die Preiserhöhung drei Brötchen schenkt. Frische Brötchen. Hätte ich mir am 29. Juli ganz persönlichst in der nächsten Bäckerfiliale ganz frisch abholen können.

Das "frische" war auch schön fett gedruckt. Über altbackene Brötchen hätte sich vielleicht einer von den treu Beschenkten geärgert.

Und von Tante Stadtwerke hab ich Kaffee geschenkt bekommen. Natürlich als "Dankeschön". Hätte ich mir auch nur abzuholen brauchen in der Kaffeerösterei: "Guten Tag, ich bin der Herr Leu. Tante Stadtwerke hat mir geschrieben, ich dürfe mir hier in Päckchen frischen Kaffee abholen ..." Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen bei so etwas geht. Ich fühl mich da immer wie klein Leo in Lederhosen, der gern eine Lakritzstange aus dem großen Glas haben will für 10 Pfennig und selbst nicht rankommt.

So mit roten Ohren. Und der Hoffnung, dass Onkel Verkäufer heute seinen guten Tag hat und sogar zwei Lakritze rausrückt.

Die Karte, die mir Tante Stadtwerke nun geschickt hat, könnte und söllte ich jetzt nehmen, um "immer wieder neue und interessante Vorteilsangebote" zu bekommen. Vorteilsangebote? - Zu meiner Zeit hieß das ganz einfach Rabatt. Ich kann in den "Grünspar"-Laden der Stadtwerke gehen und bekomme - Rabatt. Ich kann in den Kletterwald fahren und kriege Rabatt - was mich wundert. Denn ohne Hilfe komme ich die Bäume gar nicht rauf. Deswegen fahre ich auch eigentlich zur sportlichen Betätigung eher selten in den Kletterwald. Aber vielleicht haben sie jetzt auch Kletterbäume für etwas rundere Herren? Wäre ja mal was.

10 % bekomme ich bei Professor Asisi, wenn ich wieder mal seinen Panorama-Urwald bestaunen will. 20 % gibt's bei Belantis. - Sie sind ja auch so'n kleiner Schelm wie ich: Wer hat es hier nötiger, seine Tickets loszuschlagen? Der mit dem Panorama oder der mit der Wasserrutsche?

Und in dem Kaufhaus, wo ich immer meine Hemdenfarbe nie finde, krieg ich einen anonymen Rabatt. Aber nur bei Sonderverkaufsaktionen, zu denen ich nie hingehe, weil ich von T-Shirts mit Werbung drauf und überflüssigen Hawaiihemden nicht viel halte.

Ganz und gar wild finde ich die 50 % Rabatt fürs Parken am Flughafen, wo ich ja eh immer nur mit der S-Bahn hinfahre, weil ich ja - Frau Schlövogt hat es mir ja bestätigt - eifriger und treuer Nutzer von Straßenbahnen und Bussen bin. Ich brauche nicht wirklich einen Parkplatz am Flughafen, es sei denn, ich stelle mich selber drauf und warte, bis mich einer abholt.

Und dann darf ich auch noch voller Hoffnung in den "LVZ Media Store" laufen und zwei Tickets aus dem dort vorrätigen Angebot kaufen und auf eine "Chance auf tolle Preise" rechnen.

Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Foto: Leo Leu
Hab ich schon die Preise für das Plastikteil ausgerechnet, auf dem auch noch in Silberprägung mein Name steht? Wieviele davon wohl jetzt schon in irgendeinem Leipziger Hinterhof im Müllcontainer ihren Platz gefunden haben? - Horschte, der sich mit Werbedingsbums ein bisschen auskennt, hat mir gesagt: "Das Ding kannste für 10 Cent pressen und drucken lassen. Ich kenn da so'ne Bude."

Aber 10 Cent mal 100.000 macht auch wieder 10.000 Euro. Da bin ich mal auf die nächste Preiserhöhung von Tante Stadtwerke und Tante Verkehrsbetriebe gespannt.

Und was mach ich nun mit dem Ding?

Geh ich hin und hol mir Rabatt im Theaterstück "Rentner haben niemals Zeit"? Oder bekomme ich da so einen Verdacht, so einen klitzekleinen? Wenn ich mit dem Plasteteil auch noch 14 % auf die Buchung einer Oldiefahrt bekomme und gar 500 Euro Rabatt auf den Kauf einer seniorengerechten Sitzgarnitur?

Vielleicht haben die einfach mein Alter falsch eingebucht, oder die halten Leute, die treu sind, sowieso für senil.

Ich habe nur dieses komische Gefühl, wie ich es zuletzt auf meiner ersten und letzten Kaffeefahrt hatte, als mir so ein Strolch mit gefärbtem Bart eine Lederjacke in der Größe XXS in Senf andrehen wollte. "Steht ihne serr gutt, Herrre Leo, musse kaufe." Da hab ich doch lieber die Lamadecke genommen.

Und was nehme ich nun? Die Schere oder den Reißwolf? Oder den Konfetti-Maker, den ich bei meinem letzten Gewinnspiel, an dem ich teilgenommen habe, gewonnen habe? Der Hauptpreis war damals, wenn ich mich recht erinnere, ein "Dinner for two" im Fünf-Sterne-Restaurant. Der Rest waren "lauter tolle Preise". Über den Konfetti-Maker hab ich mich, ehrlich gesagt, sogar gefreut. Er kommt mit Pappe und Plaste zurecht, schafft auch Kaffeebohnen und alte Brötchen.

Vielleicht sollte ich mein Abo jetzt einfach kündigen. So entwertet habe ich mich für 40.000 Euro lange nicht mehr gefühlt.

Meint der treue Leo Leu.

Für die Rabatt-Junkies: www.leipziger-karte.de



Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks



Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Ein besonderer Beginn für Leipzigs Jubiläumsjahr: Eine Geburtstagsschau für Bertha Wehnert-Beckmann

Bertha Wehnert-Beckmann mit ihrem Hund Pluto (Ausschnitt, um 1870).
Noch beherrscht zwar die Ausstellung "Gott mit uns?" den Ausstellungsraum des Stadtgeschichtlichen Museums im Böttchergässchen. Aber der erste Paukenschlag im Leipziger Jubiläumsjahr 2015 kündigt sich schon an. Die erste Ausstellung im neuen Jahr ist einer Leipzigerin gewidmet, die in den vergangenen Jahrzehnten fast vergessen worden wäre. Zu Unrecht, denn mit Bertha Wehnert-Beckmann begann in Leipzig praktisch das fotografische Zeitalter. Und passenderweise hat sie auch noch einen runden Geburtstag. mehr…

Als Finanzrevisor Pfiffig im Interview (4): Warum Berichte nur zum Teil veröffentlicht werden und eine unabhängige Finanzprüfung fehlt

Klaus Richard Grün alias Finanzrevisor Pfiffig mit seinem Buch.
Alle Jahre erfreuen Rechnungshofberichte aus allen sechzehn Bundesländern die Öffentlichkeit und den Bund der Steuerzahler. Dann hat der wieder schöne saftige Beispiele, mit denen er belegen kann, wie Behörden das Geld der Bürger in teilweise völlig wilde Projekte versenken. Aber irgendwie scheint das niemanden zu jucken, kein Politiker wandert für Verschwendung vor Gericht. Sind die Rechnungshofberichte also nur so eine Art Beruhigungstee? Was sagt Klaus Richard Grün alias Finanzrevisor Pfiffig dazu? mehr…

Fehlstelle im Koalitionsvertrag von CDU und SPD: Grüne fordern ein Ende des "Baum-ab-Gesetzes"

Baumfällungen erlebten 2014 eine Hochkonjunktur.
Die L-IZ hat's im Koalitionsvertrag nicht gefunden, die Grünen nach emsigem Suchen auch nicht: Die Rücknahme des von CDU und FDP verabschiedeten "Baum-ab-Gesetzes" ist im Koalitionsvertrag von CDU und SPD nicht zu finden, obwohl in Sachsens Kommunen längst sichtbar wird, welche Folgen das hat. Jetzt mahnen die Grünen: Sachsen braucht wieder einen besseren Baumschutz. mehr…

Wenn Vattenfall die Kohle verkauft: Sachsen muss den Strukturwandel auf die Tagesordnung setzen

Das Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum.
Der am Donnerstag, 30. Oktober, angekündigte Plan des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, einen Verkauf seiner Braunkohlesparte zu prüfen, lässt zumindest bei einigen sächsischen Politikern die Alarmglocken schrillen. Nur in der CDU-Spitze nimmt man die Ankündigung wie eine frohe Botschaft entgegen. Immerhin steht ja die Reise von Ministerpräsident Stanislaw Tillich noch aus, der Ende November die schwedische Regierung besuchen will. mehr…

Hilfe für Kids nach einer Inobhutnahme: Neue Übergangs-WG in Leipzig startet erfolgreich

Das Team Hermann-Liebmann-Straße.
Solide Bilanz nach drei Monaten meldet die Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe für ein Projekt im Leipziger Osten. Seit Mitte Juni arbeitet das hoch motivierte Team der neuen Jugend-WG von Outlaw in der Leipziger Hermann-Liebmann-Straße 73. Die Einrichtung hat den Charakter einer Übergangs-WG und kann insgesamt acht Kinder und Jugendliche für die Dauer von sechs Monaten aufnehmen. mehr…

Personalwechsel im Prorektorat: Senat der HTWK Leipzig wählt Thomas Fischer als Nachfolger für Gerhard Hacker

Professor Thomas Fischer.
Thomas Fischer wird neuer Prorektor für Bildung an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Der 62-jährige Professor für Produktionsmanagement wurde gestern mit großer Mehrheit vom Senat der Hochschule gewählt. Der gebürtige Chemnitzer lehrt seit August 2001 an der HTWK Leipzig, war zuletzt Dekan der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik. mehr…

400.000 Euro für Markkleeberg: Freistaat fördert Sanierung der Brücke über die Pleiße im Agra-Park

Die Brücke über die Pleiße mit Blick zur B2.
Die Stadt Markkleeberg erhält einen Fördermittelbescheid über rund 400.000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Die Förderung bekommt die Stadt für die Sanierung der Brücke über die Pleiße im Agra-Park Markkleeberg. Die Mittel werden vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur bereitgestellt. mehr…

Am 2. November: Matinee zu Ehren Gellerts im Gohliser Schlösschen

Werner Marx.
Am Sonntag, 2. November, um 11 Uhr, lädt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. zu einer Matinee zu Ehren Christian Fürchtegott Gellerts in den Festsaal ein: Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) war Mitte des 18. Jahrhunderts der meistgelesene deutsche Schriftsteller. Er verfasste zahlreiche Fabeln, Lustspiele, einen Roman, religiöse und moralische Dichtungen sowie Abhandlungen. mehr…

Wie das junge Leipzig tickt: 35 bunte, kurze Stadtgespräche aus Leipzig

Lene Hoffmann, Volly Tanner: Stadtgespräche aus Leipzig.
Mit seinen Interviews aus der Leipziger Kulturwelt - jetzt hätte ich doch beinah „Szene“ geschrieben - gehört Volly Tanner zu den beliebten Autoren der L-IZ. "Urgestein der Leipziger Literaturszene" nennt ihn der Gmeiner Verlag, der jetzt eine Tannersche Co-Produktion vorgelegt hat: Mit Lene Hoffmann zusammen hat er 35 Leipzigerinnen und Leipziger porträtiert. Ein echtes Leipziger Buch, auch wenn es bei Gmeiner als Serie erscheint. mehr…

Holger Mann (SPD): Beschlüsse der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz - Planungssicherheit für Sachsens Hochschulen

„Die Bildungs- und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern haben heute den Weg für eine nachhaltige Förderung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen geebnet. Dieses Bekenntnis zur weiteren Stärkung der Wissenschaft in ihrer ganzen Breite ist ein gutes Signal für Sachsen“ erklärt Holger Mann. „Besonders begrüßen wir, dass mit der Zustimmung zur dritten Phase des Hochschulpaktes die Bund-Länder-Finanzierung für Studienplätze bis 2020 gesichert wird. Damit kann der Freistaat Sachsen die konstant hohe Studienplatzzahl gewährleisten.“ mehr…

L-IZ-Medien-Kompass 30.10.2014: Heiliger Bimbam ohne Pause, der Zauberer Dobrini stolpert und Schäuble hat nicht mehr alle Latten am Zaun

Täglich im Netz unterwegs ...
Immer diese verdammten Schweden. Erst nehmen sie pro Kopf mehr Flüchtlinge als Deutschland auf, verabschieden sich von der sächsischen Braunkohle und nun erkennen sie auch noch Palästina als Staat an. Und all das schadet noch nicht mal ihrem Sozialstaat - was auch immer sie beweisen wollen, es nervt langsam. Vor allem natürlich die arische Königsrasse, die immer dachte, da das Ursprungsland zu haben. Die tobt sich derzeit weiter in Deutschland aus, die Übergriffe auf Asylbewerberheime häufen sich. Was Die Welt nicht abhält, von Aufklärung zu schwadronieren, während ein NTV-Reporter Wolfgang Schäuble attestiert, nicht mehr alle Latten am Zaun zu haben. Der Zauberer Dobrini hat unterdessen den Mauttrick vorgeführt und liegt bereits bäuchlings. mehr…

Schwulen-Komödie "Pride": Mit Bronski Beat und "Bread & Roses" gegen Thatcher

"Solidarity Forever!" In der Kino-Komödie "Pride" trifft die englische Schwulen- und Lesbenbewegung im Sommer 1984 auf stockkonservative Bergarbeiter im Arbeitskampf. Ein erfrischender Comedy-Hit von der Insel. mehr…

Salafisten, Hooligans und Rechtsradikale – da wächst zusammen … Ein Weckruf zum Reformationstag

Der Leipziger Thomaspfarrer i.R. Christian Wolff
Irgendwann im Frühjahr dieses Jahres taucht in den Medien der Name einer neuen Terrorgruppe auf: ISIS, Abkürzung für „Islamischer Staat im Irak und Syrien“. Für den Normalbürger geschieht dies so unvermittelt wie eine Invasion von einem fremden Planeten: eine anscheinend gut organisierte Truppe einer Handvoll Terroristen treibt in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens ihr Unwesen. mehr…

Eine neue Tafel für den Brecher: Gedenktafel für Friedrich Nietzsche eingeweiht

Dass es Nietzsche mit alten Tafeln nicht so hatte, kann man in seinem populärsten Werk nachlesen. In „Also sprach Zarathustra“ lässt er seinen persischen Prediger gegen die Guten wettern, die den Schaffenden, der neue Werte auf neue Tafeln schreibt, kreuzigen wollen. Was in diesem „vierten Evangelium“ des studierten Philologen schon anklingt, ist die von Nietzsche angekündigte Umwertung aller Werte, die bisher bestand hatten und über Jahrtausende vor sich hinsedimentierten. Und damit die „Menschen-Zukunft“ verhindern. „Die Guten – die waren immer der Anfang vom Ende. Nun hat er dennoch eine Tafel in Leipzig, wenigstens eine neue. mehr…

Katholikentag 2016 in Leipzig: Aktion zum Reformationstag am Neuen Rathaus

Das neue Rathaus und die Propsteikirche davor
Die Stadtverwaltung ist über das Vorhaben informiert, die Uhr für die Initiatoren läuft. Ein Bürgerbegehren setzt sich für die Rücknahme der Zusage an den Katholikentag ein, diesen mit einer Million Euro aus dem Leipziger Kommunalhaushalt auszustatten. Rund 25.000 Unterstützer-Unterschriften müssen die Mannen und Frauen um Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) nun bis zum 16. Dezember 2014 einwerben. Nun geht’s am 31. Oktober ab 14 Uhr zum Thesenanschlag ans Neue Rathaus. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Die L-IZ-Suche.
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Nachspiel
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Weltnest
Tüpfelhausen
Hafenbar
Zuletzt auf L-IZ.de veröffentlicht.
Alle Artikel von heute in der Tagesansicht.
Anzeigen.
Gewinnspiele & Aktionen.
Bücher:
Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher aus Leipzig.
Unser Senf
Anzeigen.
Größter Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland
Link-Tipps.
Forum Café LE
Bildblog