Topf & Quirl: So bekommt man einen veganen Schokoladenkuchen
Maike Klose
14.05.2011
Ein ganz veganer Schokokuchen.
Foto: Maike Klose
Egal aus welchen Gründen man auf Eier und Milchprodukte verzichtet, ob selbst erwählt oder durch allergische Reaktionen ausgelöst - häufig ist es schwierig, Ersatz für ebenjene Produkte zu finden, vor allem wenn es ums Backen geht.
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Zwar kann man Butter immer noch durch Margarine austauschen, was ebenfalls gute Ergebnisse erzielen wird, aber wenn es um Eier geht, die ja bekanntlich als Bindemittel fungieren, kann man schon mal an seine Grenzen kommen. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, in nächster Zeit Rezepte auszutesten, die entweder vegan, also ohne tierische Erzeugnisse, oder glutenfrei sind.
Mein erstes Suchergebnis war ein recht simpler Schokoladenkuchen, ganz ohne Eier oder Butter. Was erst einmal abschreckend klingen mag, da Butter ja der Geschmacksträger schlechthin ist, aber am Ende wirklich lecker und überaus schokoladig war. Nur die Konsistenz ist etwas anders als mit Eiern im Teig - der Kuchen ist sehr „manschig“, also nass und irgendwie klebrig und zerfällt recht schnell. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, sondern war eigentlich genau nach meinem Geschmack. Dieses Rezept ist jedenfalls der Beweis dafür, dass Kuchen auch ohne tierische Produkte unheimlich lecker sein kann.
Zutaten (für eine Springform mit 20 cm Durchmesser):
100 g Mehl
¾ TL Natron
4 EL Kakaopulver
130 g Zucker
170 ml Wasser
4 EL Pflanzenöl (für einen raffinierten Geschmack: Kürbiskernöl)
1 EL Weißweinessig
Für die Glasur:
2 EL Pflanzenöl
2 EL Kakaopulver
2 EL kochendes Wasser
120 g Puderzucker, gesiebt
Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform (20 cm Durchmesser für einen hohen, 26 cm für einen flachen Kuchen) einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
Mehl, Natron und Kakaopulver in eine Schüssel sieben. Den Zucker untermischen und eine Vertiefung in die Mitte drücken. Wasser, Öl und Essig hineingießen und mit den Trockenzutaten zu einem glatten Teig rühren.
Den Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen 25 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen ist und ein in die Mitte gestochener Holzspieß trocken und sauber bleibt. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Und wer den Schokokuchen ditschen will, der macht sich einen Milchkaffee dazu.
Foto: Maike Klose
Für die Schokoladencreme Öl, Kakao und Wasser in eine hitzebeständige Schüssel geben und im Wasserbad über leicht köchelndem Wasser glatt rühren. Den Zucker unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Dann weitere 2 Minuten rühren, bis eine dicke, glänzende Creme entstanden ist. Falls nötig, noch etwas mehr Wasser einarbeiten.
Den Kuchen mit der Creme überziehen und vor dem Servieren einige Minuten fest werden lassen.
Hinweis: Am Anfang ist die Schokoladencreme eher ein Kakaoklumpen, aber wenn dieser ein bisschen warm geworden ist, wird er auch etwas flüssiger und der Puderzucker lässt sich dann besser einarbeiten. Also etwas Geduld ist von Nöten. Beim Bestreichen muss man dann sehr vorsichtig sein, da der Kuchen eben etwas zerbrechlich ist und die Oberfläche leicht kaputt geht.
Als Begleitung dazu könnte ich mir einen Milchkaffee, auch gerne mit Sojamilch, vorstellen und vielleicht auch einen kleinen Obstsalat aus roten Beeren. Pur ist der Kuchen aber auch sehr lecker.
Das Rezept habe ich aus Susannah Blakes „500 Partycakes“, erschienen im Bassermann Verlag.
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