Topf & Quirl: Weil's grade Sommer ist - Weißbrot mit Pestostrudel
Maike Klose
06.08.2011
Weißbrot mit Pestostrudel.
Foto: Maike Klose
Es gibt so einige Dinge, die man während des schönsten Sonnenscheins tun kann - picknicken, faul auf der Wiese liegen und lesen, eine Radtour machen, baden gehen... oder einen Hefeteig backen. Damit der so richtig aufgeht, braucht er nämlich ein wenig Wärme und da macht sich die nachmittägliche Sonne wirklich gut.
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Wie wäre es denn zum Beispiel mal mit einem Weißbrot, veredelt durch einen feinen Pestostrudel? Das Backresultat war aufgrund des gelungenen Teiges wirklich phänomenal, eine knusprige Kruste umhüllt einen fluffigen Kern, verfeinert durch eine zarte Basilikumnote. Was will man mehr? Nun, vielleicht ein Backwerk, das auch mit süßen Sachen gegessen werden kann, aber ansonsten macht dieses Weißbrot einfach wunschlos glücklich.
Schon lecker, wenn man's aus dem Ofen zieht: Weißbrot mit Pestostrudel.
Foto: Maike Klose
Rezept: Weißbrot mit Pestostrudel
Zutaten (für 1 Brot, 26 cm Länge)
1 Ei
1 Eigelb
lauwarmes Wasser, Menge nach Bedarf
500 g Weizenmehl (Typ 550 oder 812) und etwas mehr zum Arbeiten
1 ½ TL Salz
2 TL Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Butter
Öl, zum Einfetten
2- 3 EL Pesto (Fertigprodukt oder selbst hergestellt)
Zubereitung
1. Ei und Eigelb zusammen in einen Messbecher geben, leicht verquirlen. Die Masse mit lauwarmen Wasser auf 300 ml auffüllen und gut verrühren.
2. Mehl, Salz, Zucker und Hefe in eine große Schüssel geben. Die Butter zugeben und mit den Fingern in der Mischung verreiben, bis eine krümelige Masse entsteht. In die Mitte eine Mulde drücken, die Eimischung hineingeben und alles zu einem weichen Teig verkneten.
Dünn belegt ein Sommerhappen: Weißbrot mit Pestostrudel.
Foto: Maike Klose
3. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 10 Minuten durchkneten, bis er glatt und elastisch ist. Dann in eine eingefettete Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
4. Eine Kastenform (26 cm) mit Öl einfetten. Den Teig erneut eine Minute durchkneten und auf die Länge und dreimal die Breite der Form ausrollen. Das Pesto auf dem Teig verteilen und dünn verstreichen. Dann den Teig von der kurzen Seite aus zweimal falten und mit der Nahtstelle nach unten in die Form legen. Abdecken und an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich über die Form hinaus aufgegangen ist. Unterdessen den Backofen auf 220 °C vorheizen (Ober-/ Unterhitze).
5. Das Brot 30 Minuten im Ofen backen, bis es goldbraun ist. Auf ein Kuchengitter stürzen und vor dem Schneiden vollständig auskühlen lassen.
Hinweis: Wenn mal wieder nicht die Sonne scheint und man auch nicht die Heizung aufdrehen will, kann man den Backofen auf 30 Grad heizen und den Teig darin (aber in einer hitzebeständigen Schüssel) gehen lassen. Mehr als 40 °C darf er aber nicht haben, da ansonsten die Hefe nicht mehr richtig arbeitet.
Wer doch die Sonnenwärme nutzt, sollte diese stets mit einem Thermometer kontrollieren; die Mittagshitze ist vermutlich nicht geeignet, weil sie zu heiß sein kann.
Aus diesem Brot lassen sich leckere Sandwiches machen, zum Beispiel kann man zwei Scheiben leicht buttern, mit Käse belegen und anschließend in einer ausreichend geölten und erhitzten Pfanne knusprig braun braten. Der Käse schmilzt beim Braten und hinterher hat man ein lecker gefülltes Brot.
Das Brotrezept stammt aus „Der Küchenchef - Backen“, erschienen im Parragon Verlag.
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