Topf & Quirl: Statt gruseliger Süßigkeiten einfach mal Kürbisgnocchi
Maike Klose
29.10.2011
Kürbisgnocchi.
Foto: Maike Klose
Der orangefarbene Gemüseriese begeistert noch immer mit seinen süßlichen Aromen und wird schon am Montag in ein gruseliges Licht gerückt. Denn am 31. Oktober ist wieder einmal Halloween, das Gruselfest, das vor allem in Amerika groß gefeiert wird.
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Aber auch hierzulande wandeln in den frühen Abendstunden kleine Geister, Hexen und Monster, nach Süßigkeiten fragend, durch die Häuser und es werden Kürbisse mit hübschen Gesichtern verziert, aus denen dann ein gemütliches Licht schimmert.
Dass man den Kürbis aber auch anders nutzen kann als nur als schummerige Dekoration, ist nun schon länger bekannt. Er eignet sich als Hauptattraktion eines Gerichts, überzeugt auch in süßer Kombination und ist perfekt als Beilage zu herzhaftem Fleisch. Zum Beispiel im Gewand dieser Gnocchis, begleitet durch frische Kartoffeln, würzigen Parmesan und aromatischen Salbei, wird aus einem gruseligen Riesen ganz schnell eine buttrig leckere Gemüsekomponente.
Zu Kürbisgnocchi kann man allerlei tolle Sachen essen.
Foto: Maike Klose
Rezept: Kürbisgnocchi
Zutaten (für 4 Personen, als Beilage)
– 550 g Kürbis (z.B. Muskat- oder Hokkaidokürbis), nach dem Putzen gewogen
– 250 g mehligkochende Kartoffeln
– 3- 4 EL Olivenöl
– 75 g Semmelbrösel
– 100 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
– 2 Eigelbe
– 80 g geriebener Parmesan
– Salz, Cayennepfeffer
– 6-8 frische Salbeiblätter oder etwas getrockneter Salbei
– ca. 75 g Butter
Zubereitung
1. Den Backofen auf 160 °C (Umluft 140 °C) vorheizen. Den Kürbis schälen, entkernen und in dicke Scheiben schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen, waschen und in breite Scheiben schneiden. Beides mit Olivenöl beträufelt auf einem tiefen Backblech nebeneinander verteilen. Mit Alufolie abgedeckt im Ofen 60 Minuten backen.
2. Kürbis und Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und durch eine Presse in eine Schüssel drücken. Dann Semmelbrösel, Mehl, Eigelbe und Parmesan hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Mit Salz und Cayennepfeffer kräftig würzen.
Kürbiszeit ist Zeit für Kürbisgnocchi.
Foto: Maike Klose
3. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen. Den Gnocchiteig in 4 Portionen teilen, diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen und je in etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Stücke mit einer Gabel eindrücken, damit das typische Gnocchi-Muster entsteht.
4. Die Gnocchi in dem inzwischen kochenden Salzwasser ca. 3-4 Minuten garen, bis sie oben schwimmen. Mit einem Schöpflöffel herausheben, etwas abtropfen lassen und auf einen großen, flachen Teller geben. Die Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Salbei kurz anrösten und die Hälfte der Gnocchi hineingeben. Anbraten, bis sie hübsch gebräunt sind, herausnehmen und die anderen Gnocchis, gegebenenfalls mit neuer Butter und Salbei, auch anbraten.
Hinweise:
Es ist wichtig, dass das Gemüse im Ofen mit Alufolie abgedeckt wird, da es so nicht austrocknen kann. Wer keine Kartoffelpresse hat, kann das Gemüse auch mit einem Stampfer fein zerquetschen. Wer keinen Salbei mag, kann ihn auch durch Thymian oder andere Kräuter ersetzen.
Dazu passen viele tolle Sachen: würziger Kräuterlachs, geschmorte Rinderrouladen, gebratene Hühnerbrustfilets, aber sicherlich auch vegetarische Sellerieschnitzel. Kurzum- sicherlich fast alles.
Das Rezept stammt aus der Zeitschrift "Meine Familie und ich", Heft 11/2011.
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