Topf & Quirl: Chic und einfacher, als gedacht - Haselnuss-Macarons
Maike Klose
11.02.2012
Haselnuss-Macaron.
Foto: Maike Klose
Die französische Küche hat bereits viele Klassiker geprägt: Ob nun Quiche Lorraine, Mousse au Chocolate oder Ente à l'Orange- zahlreiche Rezepte haben es schon in die Kochbücher geschafft. Eine Süßigkeit, die jetzt gerade an Beliebtheit gewinnt, sind die Macarons; zarte Mandelbaisers, die außen fein knusprig und innen saftig weich sind und mit einer leckeren Creme gefüllt werden.
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Ihr Ruf ist an sich ein guter, denn schließlich sind sie geschmacklich einfach ein Hit, aber es heißt auch, sie wären schwer herzustellen. Dieses Rezept, das die gemahlenen Mandeln gegen Haselnüsse ersetzt, ist jedoch einfacher als gedacht und unheimlich aromatisch. Eine nussig knusprige Hülle ummantelt einen weichen, schokoladigen Kern ... und schon erklärt sich, warum die französische Küche so unendlich beliebt ist.
Ein Geschenk für Leckermäuler: Haselnuss-Macaron.
Foto: Maike Klose
Rezept: Haselnuss-Macarons
Zutaten (für ca. 25 Stück)
– 125 g gemahlene Haselnüsse
– 210 g Puderzucker
– 3 Eiweiße (Größe M)
– 30 g Zucker
– 75 g Zartbitterschokolade
– 75 g Sahne
Zubereitung:
1. Zwei Backbleche mit frischem Backpapier belegen, um einen glatten Untergrund zu schaffen.
2. Für die Macaronhälften die gemahlenen Haselnüsse mit dem Puderzucker vermischen. In einer Schüssel die Eiweiße steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen, sobald das Eiweiß schaumig ist. So lange weiterschlagen, bis die Masse matt glänzt und sich weiche Spitzen bilden. Das dauert etwa 5 Minuten.
3. Nun die Hälfte der Nussmischung behutsam unterheben, dabei darauf achten, dass das Eiweiß nicht zu sehr an Volumen verliert. Nun die andere Hälfte der Haselnussmischung unterheben, dabei wieder behutsam vorgehen. Es sollte eine einheitliche Masse entstehen, die nicht zu flüssig, sondern eher luftig ist. (Am besten nicht zu lange rühren, sondern nur, bis eine einheitliche Masse entstanden ist)
4. Die Masse in einen (Einweg-) Spritzbeutel mit einer Lochtülle füllen und in ca. 50 kleinen Tupfen mit ausreichend Abstand auf die zwei Backbleche aufdrapieren. Die Tupfen sollten etwa 2 cm im Durchmesser groß sein. Die Macarons nun 30 Minuten trocknen lassen, damit sich eine Kruste bilden kann.
Hübsch verpackt, gewinnt das Haselnuss-Macaron zusätzliche Wertschätzung.
Foto: Maike Klose
5. Während die Macarons ruhen, die Füllung zubereiten. Dafür die Schokolade grob hacken und in eine Schüssel geben, die Sahne kurz aufkochen lassen. Dann die Sahne über die Schokolade gießen und kurz verrühren. Nach einigen Minuten nochmals verrühren, bis sich die ganze Schokolade aufgelöst hat. Abkühlen lassen, bis die Masse fester geworden ist, sich aber noch streichen lässt.
6. Den Ofen auf 140°C Umluft (150°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Nun ein Blech- immer nur eins, nicht mehrere auf einmal - in den Ofen schieben und die Macarons etwa 15 Minuten backen. Es sollten sich kleine Füßchen bilden. Sie sind fertig gebacken, wenn sie sich mithilfe eines Messers vom Backpapier ablösen lassen, ohne dass viel Teig kleben bleibt. Das Blech aus dem Ofen nehmen und das Papier sofort auf eine kalte Fläche ziehen, etwa 15 Minuten abkühlen lassen. Das andere Blech auf die selbe Weise backen.
7. Nun die Macarons füllen. Dafür jeweils eine Hälfte nehmen, mit etwas Schokoladencreme bestreichen - diese sollte wirklich streichbar und nicht mehr zu flüssig sein - und eine weitere Hälfte als Deckel aufsetzen. Mit allen Hälften so verfahren, dabei darauf achten, dass sie größenmäßig zueinander passen. Ein Stückchen Frankreich genießen.
Wer die echte französische Variante ausprobieren möchte, kann die Haselnüsse durch gemahlene Mandeln ersetzen. Nimmt man welche ohne Schale, erhält man nahezu weiße Macarons, die sich auch prima mit Lebensmittelfarbe hübsch einfärben lassen. Die Farbe zugeben, wenn das Eiweiß geschlagen wird, so erhält man das beste Resultat.
Wer keine Lochtülle oder einen Einwegspritzbeutel hat, kann zur Not auch einen festen Gefrierbeutel benutzen. Dafür eine Spitze des Beutels gerade abschneiden, so dass eine Öffnung von maximal 1cm entsteht. Die Macarons werden dann optisch nicht ganz perfekt, schmecken aber trotzdem himmlisch.
Macarons sind etwas kniffelig in der Herstellung. Man sollte aber nicht verzagen, sondern lieber weiter üben. Irgendwann klappt es bestimmt!
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