Audio: Frauenbuchprojekt: Quadratisch, praktisch, gut (Teil 5)
Vanessa Raab
08.11.2011
Blanca und Angelika.
Foto: Vanessa Raab
Das Werk ist vollbracht: Das 130-Seiten starke Buch „8 km² Integration- der Leipziger Westen aus interkultureller Frauensicht“ ist druckreif. 21x21 cm ist es groß und enthält neben den persönlichen Geschichten zum Beispiel über das Ankommen und Hierbleiben, dem Finden der kulturellen Identität auch allerhand Tipps und Tricks von Migranten für Migranten.
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Am Freitag, 4. November, konnten es sich die Teilnehmerinnen anschauen – wenn sie denn da gewesen wären. Denn großes Interesse am fertigen Buch gab es wohl dann doch nicht so, wie erwartet. Beim letzten Treffen der Projektgruppe im Café Kap West in Plagwitz waren nur die beiden Leiterinnen Eva Brackelmann und Katharina Kleinschmidt, die Spanisch-Übersetzerin Blanca und eine „echte“ Teilnehmerin, nämlich Angelika, anwesend. „Es hatten sich mehr angekündigt“, wunderte sich Brackelmann.
So sieht das Buchcover schon mal am Bildschirm aus.
Foto: Vanessa Raab
Katharina Kleinschmidt verteidigt „ihre“ Frauen: „Ich weiß, dass alle Frauen unheimlich mit Stolz erfüllt sind, dass sie beteiligt sind an diesem Projekt.“ Blanca unterstützt diese Aussage, denn sie ist wirklich sehr stolz darauf, ihren Namen in einem Buch zu lesen: „Das ist so wow, dass ich hier was gemacht habe, so was Wichtiges.“
Petra Burger vom Amt für Jugend, Familie und Bildung hat das Projekt von amtlicher Seite her begleitet und ist auch mit dem Ergebnis zufrieden. Dass das Buch tatsächlich in Druck geht, hat Burger nämlich nicht für möglich gehalten: „Das hat sich eigentlich als ein ganz tolles Projekt entwickelt. Wir kennen die Projektträgerin ja schon vom vergangenen Jahr, wo eine ähnliche Arbeit mit Frauen gelaufen ist.“
Aber auch die Projektleitung glaubt es erst, seitdem das Buch fertig ist: „Wir haben tatsächlich geschafft innerhalb von drei Monaten ein Buch auf die Beine zu stellen, was sich durchaus sehen lassen kann, was professionelle Maßstäbe erfüllt.“
Vielleicht wollen sich die Projektfrauen auch einfach überraschen lassen und das Druckwerk dann am 15. Dezember bestaunen, wenn es im Stadtteilladen in der Karl-Heine-Straße offiziell vorgestellt wird.
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