Da geht ein Kardinal mal kurz auf die Seite, qualmt eine und schon drehen alle durch. Habemus Pampus. Zum Glück haben die Rockträger diesmal nicht so lange genervt. Beeindruckend an der ganzen Zettelverbrennerei war eigentlich nur eines: Die Medien zu beobachten, wie sie ohne Inhalte Nachrichten am laufenden Band produzierten. Nun endlich ist es raus: Ostern ist gerettet! Und Phoenix kann die Moderationsgebläse und die Standbilder abbauen. mehr…
Ist doch ein hübsches Prinzip. Die Lasten werden immer auf viele schmale Schultern verteilt - letztlich eine gesellschaftliche Grundordnung, seit einst die Dorfbewohner begannen, Nahrungsmittel zu jemandem zu tragen, der sich Priester nannte. Und dafür Zwiesprache mit den Göttern hielt. Zumindest war er immer satt dabei. Man fragt sich nur, was eigentlich los gewesen wäre, wenn die Dorfbewohner ihn bei der Lüge erwischt hätten? Haben sie aber nicht, denn sie waren dumm und hatten keine Bücher. mehr…
So. Da ist es also im Bau. Das Monsterprojekt. Also im Bau vor Gericht. Vielleicht wird ja dabei noch so mancher Richter tiefer gelegt oder von juristischen Spitzfindigkeiten getunnelt. Wer darauf abfährt, wird seine Freude haben. Aber was interessierts eigentlich noch. Nach all den fröhlichen Schwindeleien bei diesem Mega-Immobiliendeal ist eines bereits geklärt. Zahlt die Bahn, zahlts der Bürger. Zahlt der Bund - man ahnt es schon - zahlts der Bürger. Zahlen Land und Stadt – Achtung Refrain – zahlts der Büüühüürgär. mehr…
Mit einem kleinen Moment beginnt es. Irgendwie riecht er nach Neid. Ein kleines Stechen im Nacken, ein Vorbote der Gier. Seien es blonde Haare, ein süßes Stubsnäschen der Konkurrentin, eine Anbauwand aus Teakholz, das „nächste“ Mobiltelefon, die pure Attraktivität des Darüberlaufenden, natürlich der bessere Pkw? Man muss auch gönnen können. Kann man aber nicht. Oder doch? Wieviel Essen kann man für eine Million Euro kaufen? Wann platzt ein Mensch? Und wer wischt den ganzen Dreck danach weg? mehr…
Es gibt Vorschläge, da weiß man nicht mehr so recht, wem man zuerst mit dem blanken Hintern ins Gesicht hüpfen muss. Niebel, dem alten Teppichluder, weil er es ausspricht? Einer Nahrungsmittelmafia, die jahrelang zwischengelagerte Retourware wieder in den Umlauf und mit Mordsgewinn in die Billighackregale bringt? Oder einem jeden, der diesen Fraß überhaupt kauft und sich dabei über grassierende Impotenz wundert? Mal vorab - geschrieben steht nur: „Unser täglich Brot gib uns heute.“ Von Fleisch hat keiner was gesagt! mehr…
Nur mal ein kurzer Zwischenruf. Während so mancher Dauerschreiber im Drittverwertungskino heutigen Journalis-muss-es hierin die Verjüngung der Politik sieht, darf doch heimlich die Frage anklingen, ob es nur um eine preiswerte Popularisierung geht. Preiswert weil die letzten anamerikanisierten Blubbertreffen zweier Dauerausweicher schon so erfolgreich wie der Turmbau zu Babel waren - was den Erkenntnisgewinn betraf. Und Popularisierung, weil unterdessen einigen vermodernden Restfossilien aktiver Politik dämmert: Es bräuchte in Zeiten von Grimmepreisnominierten TV-Sendungen wie dem Djungle-Camp längst eine Debatte über einen wirklich wahlfähigen Bürger. mehr…
Hüüühhhüühhh. Hott. Also ich mag Pferdchen. Nicht nur aus erotischen Gründen. Was also ist so falsch an Lasagne al cavallo vom Abdecker? Daher, wo Schwein, Rind und sonstiges methanfurzendes Zuchtfleisch eben so kommt. Ein Bolzen in den Kopp und aus die Maus. Weil Ochse drauf stand? Weil man einen Eber nicht sattelfrei reiten kann? Ach Gottchen - Proteine sind farblos, die Molekülketten einer Fettzelle tragen kein Etikett und marmoriertes Fleisch vom Grill sieht doch eh immer schwarz aus. mehr…
„Du hast den Farbfilm vergessen.“ Ob Nina wusste, wie aktuell die Zeilen mal wieder werden würden? Ob Kurt Demmler und Michael Heubach damals genau das meinten, was man ostelbisch zwischen den Zeilen hörte? Wer weiß es schon und Nina heute danach fragen? Lieber nicht – längst wandelt die ehemalige Ostlolita mit Rammstein und Jesus gemeinsam übern See. Ganz ohne hölzerne Wurzel. Da sieht man wie sich Menschen so im Laufe der Zeit ändern. Wie bunt so ein Leben ist. Wenn man den Farbfilm hinterm Okular hat. mehr…
Wenn man als Filmkritiker so in den dunklen Saal tritt, kaum Publikum, bis auf das verkümmerte Kollegenpack im Raum und der Vorspann zum neuen Hollywoodhighlight rattert bereits, dann weiß man normalerweise, was einen erwartet. Irgendwer verliert immer den Kopf, es wird hin und her gerannt, ein bisschen Aktion, Blut und Humor, meist noch die übliche Portion „Luke, ich bin Dein Vater“ und beim Happy End wird eingepennt. Diese Vorführung hätte ich nie betreten, wenn man mir vorher gesagt hätte, was für ein gnadenloses Grauen auf mich wartet! mehr…
Falsch, richtig, falsch - richtig falsch. Was bitte interessiert mich die Doktorarbeit einer weitgehend wahrnehmungslos agierenden Schavan und ihre freudsche Nabelschau vor über 30 Jahren? Sie war jung und brauchte den Job! Doktorarbeiten sind im gesellschaftlichen Wert doch eh längst unterhalb von Toilettenpapier gelandet. Beides hat sicher was mit längerem Herumsitzen zu tun, aber wichtig ist doch nur, was dabei rauskommt? mehr…
Muss i denn, muss i denn, zuhum Städtele hinaus! Derzeit in Stuttgart gar nicht möglich. Da bleibt man drin und dabei nah am Baggerloch. Großprojekte, ein amüsanter Begriff für regionale Konjunkturprogramme mit politischer Vergabelobby. Da bekommt eben auch mal einer nen Auftrag, wenn er sich absichtlich verrechnet und dem Spezi rechtzeitig signalisiert – hey, Du? Ja Du! Wenn die Kalkulation dann implodiert, hol ich Dich in den Aufsichtsrat. Kriegen die da draußen doch gar nicht mit – zwinker, zwinker. mehr…
Ich freu mich. Wirklich. Auch wenn es für mich rein vom Zustand der Außenbauten her gesehen, eindeutig zu spät kommt. Aber was wird das schön. A zeigt B an, weil B männlich und ein Gucker ist. Am besten ein Chef-Gucker, mit großer Fallhöhe. Und B gehört gnadenlos fertig gemacht. Das Schwein. Besser der tote weiße Eber - denn wie mein wenig humoriger Kollege Augstein da im Spiegel schreibt – der Machtanspruch des weißen Mannes ist tot. Jetzt kommt die Herrschaft der weisen, gnädigen und weitsichtigen Frauen. mehr…
Hat da jemand 2014 gesagt? Auch egal mittlerweile. Ordentlich Grassamen drauf und warten, bis den vergammelten Rohbau weite Ebenen, tiefe Gräben und ein dominanter Berg zieren, wo einst der Tower stand. 10 Jahre und es ist durch geordneten Wildbewuchs zu einem großartigen Abenteuerspielplatz mutiert, dessen Freizeit- und Tourismuswert dem des jetzigen Vielleicht-wird-da-irgendwann-jemand-abheben-Desaster weit überlegen ist. Geflogen wird dann halt ab Leipzig, auch eine Maßnahme zur Reduzierung von Flugverkehr. Nur die ganzen Komplettversager in Planung und Aufsicht müssen sich halt ihre Privatvillen anders finanzieren. Irgendwo in der Nähe eines Geierhorstes. mehr…
Hat doch wenigstens der FDP-Kopf den Lieferanteneingang endlich gefunden. Die Frage ist eigentlich nur noch, wer die Zubereitung des letzten Ganges übernimmt. Denn leider ist da einiges mehr im Argen, als nur der Service. Auch in der Küche steht mittlerweile nur noch drittklassiges Personal und schreit: Hat es Euch nicht geschmecket? Und aus dem Gastraum hallt´s zurück: Sie können uns langsam mal im A… lecken. Endlich ist Wahljahr, auch wenn´s an den Zutaten kaum was ändern wird, kann man doch wenigstens einmal selbst die Suppe umrühren. Auch wenn die Fettaugen wohl weiter oben schwimmen werden. mehr…
Manchmal braucht man Zeit. Zeit, sich selbst zu sortieren, die Trennschneise zwischen junger, lebensfroher Veränderungslust und abwinkendem Zynismus zu finden. Hier ist sie. Ich, Ilse Schnickenfittich kehre widerspiegelig zurück. Und sei es nur darum endlich wieder eine der herausragenden Karikaturen meines Freundes Schwarwel mit teils hitzeresistenten Worten zu begleiten. Denn Mutti hat schon lange nichts weiter verdient, als die klare Frage, wie Diktatur eigentlich entsteht? Mindestens durch die Verblödung aller Anderen. mehr…
Die Welt bricht zusammen. Alles erodiert, Pestkranke schleichen um die Häuser, welche sich selbst auf einer Säule hinkend, am Abgrund gebaut, todessehnsüchtig gen Tiefe neigen. Die Zeitungen sterben! Was einst mit vier Freigaben durch die Alliierten begann, in der medialen Verteilung des Ostens seine Fortsetzung und Macherweiterung fand, geht am Stock. Springer, Burda, Bertelsmann und – lokaler Einschuss – so ein bisschen Madsack-Clan mit einem alten Mann an der Spitze bekommt nach Jahrzehnten des Gelddruckens Probleme. mehr…
Überall Faschisten in Dunkeldeutschland – ich hab´s doch gewusst, auch ohne neue Studie. Diese stöckelnde Gans beim Arzt, die immer so scheel schaut, wenn man die Karte nicht pronto auf den Tresen hämmert – eine klare Privatkassenrassistin! Der Kontroll-Otti in der Bimmel, wenn er den Schnippel vor der nächsten Haltestelle sehen will – ein Zeitschwein! Von diesen ganzen Orks um mich herum ganz zu schweigen. Apropos Schweigen. Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen: Ihr seid alle, alle Alltags-Nazis! mehr…
Oben, unten, meine, Deine. Ja wem gehört denn nun was? Wem ist das Elektron zu Diensten? Wär ja schön gewesen, wenn irgendjemand verstanden hätte, dass große Energieversorger vor allem eines wollen. Nichts abgeben vom Profit und die Altlasten dahin kippen, wo Onkel Frieder seinen Garten geplant hat. Verständlich – wenn man bedenkt, dass sie Quartalsdresche bekommen für fehlende Schlafsandumsätze im Atombereich und bei wirklich neuen Ideen der Energiegewinnung so flexibel sind, wie ein vom Himmel fallender Amboss. mehr…
Warum da noch lange Worte machen? Ein bisschen Budenzauber, nichts gelöst, aber ein Auge schon in der Wahlurne. Das andere im Portemonnaie der Verbraucher. Danke also für die Blumen, also dieses gemeuchelte Gestrüpp, das verwelkt, noch ehe man es gesehen. Wenn es keine Intelligenzbeleidigung wär, hätte man sich fast geschmeichelt fühlen können. Bei so vielen Geschenken. Hat bloß keiner nach gerufen – außer bei der Abschaffung der Praxisgebühr. Aber das war ja eine Forderung der Linken – also pssst. mehr…
Es mag ja viele geben, die hassen ihren einst meist kaum anwesenden Vater. Aber wer schafft es eigentlich wirklich für eine längere Zeit die eigene Mutter wenigstens zu ignorieren? Von Hass ganz zu schweigen? Nun Männer bestimmt nicht – die Brust von ehedem bleibt ein Leben lang im Gesicht. Rund 50 Prozent hat die eingewanderte Ostpomeranze also immer fast sicher. 70 Prozent Zustimmung nennt sie immer wieder mal ihr Eigen. Bei rund 66 Prozent Ablehnung des koalitionären Dauerhalloweens. Es bleibt also konstant: der Deutsche verbindet seine „Führer“ nicht mit dem Elend. mehr…