Schwarwels Fenster zur Welt: Dunkeldeutschland
Satire!
Text: Ilse Schnickenfittich / Sekretariat
13.11.2012
Überall Faschisten in Dunkeldeutschland – ich hab´s doch gewusst, auch ohne neue Studie. Diese stöckelnde Gans beim Arzt, die immer so scheel schaut, wenn man die Karte nicht pronto auf den Tresen hämmert – eine klare Privatkassenrassistin! Der Kontroll-Otti in der Bimmel, wenn er den Schnippel vor der nächsten Haltestelle sehen will – ein Zeitschwein! Von diesen ganzen Orks um mich herum ganz zu schweigen. Apropos Schweigen. Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen: Ihr seid alle, alle Alltags-Nazis!
Und so wird es jetzt aber höchste Zeit, dass sich diese Ausländer endlich mal an unsere Landessitten gewöhnen. Also vor allem dieses Stammtischreden, Haxenweitwurf, Bierseidelstemmen und anschließendem „Titten-raus-es-ist-Frühling“-Wettbewerb auf den Bierbänken. Und NPD wählen, das gehört einfach dazu, wenn schon durch den braunen Kakao, dann bekanntlich bis auf den Tassengrund. Und da das mit der Integration einfach nicht klappt, solang die Erben von Jacko das Bleichrezept nicht auspacken wollen, exportieren wir euch lieber gleich wieder. Es ist nur zu eurem Schutz und die Ähnlichkeit mit dem Verb deportieren zufällig.
Denn sehet her – wir sind es, euer Exportweltmeister, duckmäusernde Dauerarbeiter, obrigkeitshörige Nichtwähler, Netznörgler, Sitzfleischriesen und SM-Keller-Besitzer. Und wir mögen das einfach nicht, wenn dass, was wir uns im All-inclusive-Urlaub am Schneckenbuffet als Kultur reinhelfen, auf einmal zu uns kommt. Nein – da muss Schluss sein, egal ob wir einen armenischen Christen von einem türkischen Muselmann unterscheiden können. Es ist uns auch wurscht, ob man Türken, Roma, Iraner, Iraker oder Russen nicht besser gleich Rattenpack, Sozialnetzeinwanderer oder Schmarotzer nennt – dieses Netz, diese Scholle gehört uns. Auch wenn sie längst unseren Reichsten übereignet wurde. Sind aber wenigstens unsere Reichsten.
Ihr habt zu bleiben, wo ihr seid und wir verkaufen euch die Waffen und behalten die Jobs. Das war der Deal. Schickt Öl, Kobalt, Tee und gern auch Weihnachtsgrüße, aber kommt bloß nicht her. Wir haben da offenbar einen Fehler gemacht – Fernseher hätten wir euch besser nicht verkauft. Auch wenn euch unser Stahl um die Ohren fliegt – wir sind eben großzügig bei unseren Präsenten und ein wenig vermissen wir eure Dankbarkeit.
Und auch mal was zu euch, schmutziges Muslimenpack: Es ist Schluss mit lustig! Wer den Jesus nicht als Chef erkennt, hat das Christentum verpennt. Wie soll bitte so ein zurückgebliebener deutscher Dorfdebilo aus dem abgelegten Unterschichtmilieu mit euch mithalten, wenn ihr Tag und Nacht in euren Dönerbuden malocht, Studienabschlüsse macht oder die Dümmsten unter Euch auch noch zum Boxen gehen? Oder gar ein besseres Schriftdeutsch abliefert, als Ronny aus der Mittelschule, kurz bevor er in Klasse 8 längst volljährig die Lehrerin heiratet?
Deshalb schicken wir euch lieber wieder weg – mitarbeiten ist hier nicht, wir suchen Fachkräfte, weil wir die Produktion nach China, Indien und Bangladesh ausgelagert haben. Zieht da hin, da entstehen eure neuen Jobs für unseren Umsatz.
Wie soll da sozialer Frieden entstehen, wenn der fettgefressene Fastfood-Honk hier seine Schweinsäuglein auf euch richtet – auf der aggressiven Suche nach einer Erklärung für seine andauernde Sexualabstinenz. Denn wenn man nur lange genug hinschaut, müsst ihr an allem Schuld sein. Denn ihr seid hier neu.
Also: Verpisst Euch! Ausländer raus! Und nehmt diese Drecks-Demokratie samt Grundgesetz gleich mit. So was Neumodisches wollen wir hier nicht. Wir brauchen nur Sarrazin, eine kaisergleiche Kanzlerin und unsere Ruhe! Vor allem unsere Ruhe. Und ab und zu eine nette Prekariatsschlägerei auf dem nächsten Dorffest. Bis dahin solltet ihr weg sein. Sonst tasten wir mal ein bisschen die Menschenwürde an. Denn für wen die gilt, dass bestimmen immer noch wir!
Denn dass wissen wir schon sehr lange: Rote Rose, schwarze Hand - Asylant, Du bist erkannt. Und jetzt Feuer frei!
Leipzigs Unweltbürgermeister Heiko Rosenthal riss einen Zaun ein: ganz planmäßig beim ersten symbolischen Baggerbiss am Bürgerbahnhof Plagwitz. Bevor die Arbeiten am ersten Bauabschnitt eines Gleis-Grünzuges auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs richtig beginnen können, muss jedoch die Zauneidechse nebst Nachwuchs weiter gewandert sein.
mehr…
Das komplette "Wassertouristische Nutzungskonzept" (WTNK) von 2007 steht zur Disposition. Beschlossen hat es zwar eigentlich niemand, kein demokratisch legitimiertes Gremium hat es als Handlungsgrundlage für das Leipziger Neuseenland abgestimmt. Aber alle jüngeren Aktivitäten der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland bauen darauf auf. Auch die Vorlage zum Elster-Saale-Kanal, die am 19. Juni im Stadtrat abgestimmt werden soll.
mehr…
Am 9. Mai erklärte das Leipziger Umweltdezernat die zeitweise Sperrung des Floßgrabens für Boote. Grund ist der seltene Eisvogel, der in diesem Frühjahr im Floßgraben wieder brütet. Und seither wogt die Diskussion: Ist das zu viel der Einschränkung, zu wenig? Und was bedeutet das eigentlich für das ganze Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK) im Neuseenland? - Der Ökolöwe sieht die Untere Naturschutzbehörde im richtigen Fahrwasser.
mehr…
Die Wagner-Festtage in Leipzig neigen sich dem Ende entgegen und erreichen mit einer festlichen Sekt-Matinee und der Aufführung des Stummfilmes Richard Wagner aus dem Jahr 1913 und der Klavierbegleitung durch den Pianisten Olav Kröger am Sonntag, dem 26. Mai um 11:30 Uhr in den Passage Kinos einen weiteren Höhepunkt.
mehr…
Aufgrund der sehr hohen Nachfrage bietet die Medienwerkstatt Leipzig einen zusätzlichen Fotolaborkurs für Einsteiger an. Am 30. Mai vermittelt Alina Simmelbauer ab 16:00 Uhr allen Anfängern die Grundlagen in der analogen Schwarz-Weiß-Entwicklung. In vier Stunden Praxis wird die Arbeit im Fotolabor anschaulich erläutert und geübt.
mehr…
Die Kindergruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig erweitert in diesem Jahr ihr Umweltbildungsangebot. Zum ersten Mal bieten die „Leipziger BUNDspechte“ ein naturpädagogisches Sommercamp an. Dieses richtet sich an alle naturbegeisterten Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und findet vom 14.07. bis 20.07.2013 statt.
mehr…
Die Universität Leipzig erinnert am Donnerstag, 30. Mai, um 11 Uhr mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung an den 45. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli. Auf dem Leibnizforum im Innenhof des neuen Campusareals wird Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking die Veranstaltung eröffnen und die Teilnehmer zusammen mit Dr. Ulrich Stötzner vom Paulinerverein e.V. begrüßen. Anschließend spricht der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Fitschen.
mehr…
Am Samstag, den 8. Juni wird auf dem Gelände des Stadtteilparks „Wasserschloß“ (Zugang über Georg-Schwarz-Straße Höhe Hausnummer 134) im Leipziger Stadtteil Leutzsch das Musikfestival „Leutzsch rockt!“ zum nunmehr vierten Mal über die Bühne gehen. Der Eintritt ist frei.
mehr…
Am Samstag, den 25. Mai, laden der SPD-Ortsverein Südwest, Daniela Kolbe, MdB und Holger Mann, MdL zu einer Radtour durch die SPD-Geschichte ein. Die Fahrradtour startet um 14 Uhr am Gründungsort des ADAV/der SPD n der Dresdner Straße 20 (Die Tour endet ca. 16 Uhr im Erich-Zeigner-Haus in der Zschocherschen Straße 21, wo neben dem 6. Referenten/Zeitzeugen eine Gartengrillparty und eine historische Filmvorführung auf die Radler wartet.
mehr…
Laura Schewel von der Universität von Kalifornien in Berkley (USA) ist die Trägerin des “Young Researcher of the Year Award” 2013 des Weltverkehrsforums. Die Preisverleihung erfolgte am Donnerstag, 23. Mai, im Beisein von Verkehrsministern aus aller Welt während des Weltverkehrsforums 2013, dem jährlichen Gipfel der für Verkehr zuständigen Minister aus den 54 Mitgliedsstaaten des International Transport Forum (ITF), das vom 22. bis 24. Mai in Leipzig stattfindet.
mehr…
Nach seinem im Herbst 2012 erschienenen ersten Soloalbum „Raum schaffen“ dürfen sich die Fans von Volkan Baydar nun auf sein Konzert am 6. Juni im Werk 2 in Leipzig freuen (Beginn: 21 Uhr). Den Zuschauer in Leipzig erwarten mitreißende soul-pop Klänge sowie auch mal langsam-nachdenkliche Töne.
mehr…
Nur wenige haben es. Viele wollen es. Aber nur einige erfüllen seine strengen Auflagen: Das europäische EMAS-Gütesiegel. EMAS steht für das weltweit strengste Umwelt-Zertifikat, das Unternehmen auszeichnet, die besonderen Fokus auf ein ökologisch nachhaltiges Management legen. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) hat dieses Gütesiegel jetzt wieder erhalten. Bereits seit neun Jahren trägt es als eines von wenigen Unternehmen der Region die begehrte Zertifizierung.
mehr…
Sie ist die Queen der deutschen Frauenunterhaltungsliteratur. Unvergessen sind "Das Superweib", "Die Zauberfrau" und "Ein Mann für jede Tonart". Und auch ihr neuer Roman "Verwechseljahre" bringt nicht nur Damen jenseits der 50 zum Schmunzeln. Am Dienstag, dem 28. Mai um 20:15 Uhr, ist Hera Lind in der Buchhandlung Lehmanns Media zu Gast und liest aus einer Auswahl ihrer erfolgreichsten Romane.
mehr…
Der als Dresdner „Handygate“ bekannt gewordene Datensammel-Skandal im Umfeld der Februardemonstrationen 2011 kommt vor das Bundesverfassungsgericht. Der Dresdner Rechtsanwalt André Schollbach hat im Auftrag der Linke-Landtagsabgeordneten Rico Gebhardt und Falk Neubert Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt.
mehr…
Am Sonntag, dem 26. Mai, um 15 Uhr sind Besucher des Bach-Museums Leipzig herzlich eingeladen, Liedern und Klavierstücken aus dem bekannten „Notenbuch der Anna Magdalena Bach“ zu lauschen. Die Markkleeberger Mezzosopranistin und Stimmbildnerin des Thomanerchores Alexandra Röseler interpretiert diese singend und auf historischen Instrumenten musizierend gemeinsam mit zukünftigen und ehemaligen Mitgliedern des Thomanerchores Leipzig. Ergänzt wird das Programm durch beliebte Frühlingslieder.
mehr…