Schwarwels Fenster zur Welt: Die Stimme aus dem Kissen
Satire!
Text: Ilse Schnickenfittich / Sekretariat
01.03.2013
Mit einem kleinen Moment beginnt es. Irgendwie riecht er nach Neid. Ein kleines Stechen im Nacken, ein Vorbote der Gier. Seien es blonde Haare, ein süßes Stubsnäschen der Konkurrentin, eine Anbauwand aus Teakholz, das „nächste“ Mobiltelefon, die pure Attraktivität des Darüberlaufenden, natürlich der bessere Pkw? Man muss auch gönnen können. Kann man aber nicht. Oder doch? Wieviel Essen kann man für eine Million Euro kaufen? Wann platzt ein Mensch? Und wer wischt den ganzen Dreck danach weg?
Klassische Ablenkungsmanöver erkennt der versierte Schachspieler ja schon am Augenzucken des nervlich überbeanspruchten Gegenübers. Hat er noch Zeit? Ist der Moment der Kapitulation nah? Bonibegrenzungen? Nicht schlecht, wenn die Banken nach all den Auszahlungsprogrammen für ihre Unfähigkeit jetzt grübeln müssen, ob sie sich mehr Gehaltsrisiko statt Adhoc-Zahlungen angesichts leerer Eigenkapitalkassen leisten können.
Vielleicht eine kleine Entschleunigung für den Moment. Nur leider bin ich sehr sicher, dass sie jemanden finden werden, der auch dies bezahlen muss.
Die Stimmen aus dem Kissen
Spaß? Satire? Warum? Einem Blutsauger treibt man doch angeblich auch den Holzpflock direkt ins Herz. Hier hat man mit dem großen deutschen Wahl-Hammer den kleinen Finger kaputt gehauen. Wo ist denn die Gerechtigkeit geblieben? Wo steht der Galgen für die bösen Buben? Auf dem Marktplatz, da wo er hin gehört. Oder ist wieder alles im Jenseits nach der Fron am Tagwerk auf harter Scholle bereitet?
„Sie kriechen aus dem Kellerschacht und werden unter Euer Bettzeug sehen.“
Gier ist, wo der Mensch freigelassen. Ein egoistisches Regulativ ohne korrigierende Umgebung hat die gleiche Wirkung wie der Befehl „Feuer frei“. Wer korrigiert die Herren der Welt? Niemand - denn sie beherrschen das Geld, welches angeblich unseres ist.
„Ich singe, bis der Tag erwacht.“
Aus Gier wird Raserei. Wie viel kannst Du fressen, bis die Sattheit Dich tötet? Da kaum jemand diesen Moment kennt, wie es sich anfühlt im Jahr 1,4 Millionen Euro für zirka 12 bis 14 Stunden Arbeit am Tag zur Verfügung zu haben, klafft der Spalt im längst bildungsgerecht zurechtgezimmerten Holzkopf: Das ist total ungerecht! Ist es. Es fußt nur leider auf der offenbar mutwilligen Blödheit, weil das gemixte Aldi-Saturn-„Geiz-ist-geil“-Gefühl längst die Welt erobert hat.
Heute hat der Sozialausschuss im Bundestag die Abschaffung der „Sondersanktionen“ an deutschen Jobcentern abgelehnt. Das ist auch nur eine Frage des "Menschenbildes", welches wir haben oder ablehnen wollen. Aber auch das bleibt eine Fußnote auf hartem Boden.
Der Kollege Michael Freitag bat mich zu allem Überfluss in seiner Gier nach Beachtung darum einen eher mittelmäßigen Versuch einer Kritik zum Thema meinem auch eher unwichtigen Beitrag anzuschließen.
Bevor das Wortdesaster beginnt: „Hier kommt (also) die Sonne“ (alle Worte in Zitatform sind in diesem Beitrag von Rammsteins Album „Mutter“)
Herr Freitag flippt aus
Liebe Deutsche Bank. Ich wünsche Euch aus tiefstem Herzen etwas Schlichtes. Möget Ihr pleite gehen. Mögen sich die Menschen von Euch und Euren weltweiten Praktiken bei Hauskreditierungsblasen, Nahrungsmittelspekulationen, Steuergeldverprassung, politischen Manipulationen und Waffengeschäften abwenden und Geldinstitute wählen, welche sich klar von Euch und Euresgleichen abgrenzen.
Durch Transparenz, Kundenorientierung und Investments, die mehr als Profit allein im Auge haben. Dann werdet Ihr sicherlich noch eine Weile überleben, da sich die großen Unternehmen bei Euch bestens aufgehoben fühlen. Aber der sogenannte "kleine Kunde", der Euch, solange ich denken kann, eh noch nie interessiert hat, geht woanders hin.
Es dauert Jahre, ich weiß - aber Euer Image wird Euch hoffentlich in den Abgrund reißen. Denn "Bankhäuser", welche mein Geld Gassi führen dürfen, mir aber offen sagen, wohin sie es bringen, werden sich schon genug andere finden. Und sie tun bereits heute sehr gut daran, sich von Euch fernzuhalten.
Das hier ist nur ein weiterer Schritt dahin, dass die Menschen begreifen lernen, was Ihr anrichtet. Von wegen "kein Steuergeld benötigt" - in meiner Kindheit, also zu der Zeit, als die Wahrheit unverblümter ausgesprochen wurde, nannte man die Absender solcher Botschaften nach dem Ertappen schlicht Lügner.
Nur noch 3-4 Tage anschaubar
http://www.arte.tv/guide/de/048116-000/staatsgeheimnis-bankenrettung
Nach aktuellen Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) muss jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in der Stadt Leipzig künftig mindestens 47 Jahre lang arbeiten, um eine Rente zu bekommen, die knapp oberhalb der Grundsicherung liegt. Diese dramatische Entwicklung hat zwei Gründe: In Leipzig arbeiten 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten - 31.723 Menschen - zu einem Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.379 Euro im Monat.
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Die Umsetzung der deutschlandweiten Einführung des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) geht in Sachsen in die Endphase. Noch in diesem Jahr wird der Aufbau des Digitalfunknetzwerkes abgeschlossen. Innenminister Markus Ulbig informierte am Dienstag das Kabinett über den Projektstand.
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Was hat das "Kommunistische Manifest" mit der Himmelsscheibe von Nebra zu tun? - Sie gehören jetzt beide zum"Gedächtnis der Menscheit", dem "Memory of the World". Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt verkündet es mit Stolz. Immerhin ein Trostpflaster nach dem Wüten der Juni-Flut. Und natürlich noch ein Grund mehr für alle Weltreisenden, einen Abstecher in die Region Halle / Leipzig zu machen. Hier kann man Geschichte sehen.
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Ab Samstag, 22. Juni, sprechen im Botanischen Garten der Universität Leipzig die Pflanzen. Dann eröffnet der "Wasserpfad", ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, das dessen Direktor, Prof. Dr. Christian Wirth, erdacht und gemeinsam mit den Mitarbeitern des Gartens verwirklicht hat.
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Die Hochwasservorsorge sollte sich in Deutschland künftig an vier Eckpunkten orientieren, stellen Forscher des Umweltforschungszentrum fest, nachdem sie die Juni-Flut 2013 und ihre teuren Folgen untersucht haben: Technischer Hochwasserschutz für größere Siedlungen wird genauso benötigt wie mehr Raum für die Flüsse durch Rückdeichungen und Einbeziehung der Landwirtschaft.
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Zwei Tage hat der Streik beim Online-Versender Amazon in Leipzig und Bad Hersfeld gedauert. Die Gewerkschaft Verdi ist überaus zufrieden mit der Beteiligung an beiden Standorten. Nach ihren Angaben haben in Leipzig 500, in Hessen 800 Mitarbeiter am Streik teilgenommen. Mit jeder Aktion sei die Zahl der Teilnehmer gestiegen, heißt es von Verdi.
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In den letzten Tagen waren die Städte und Gemeinden des Landkreises mit Hochdruck dabei, die Schäden in ihrem Gebiet die durch die Hochwasser entstanden sind, zu erfassen. Insgesamt meldete der Landkreis Leipzig eine Schadenssumme von 232,046 Millionen Euro an den Freistaat. Entlang der Mulde sind die Schäden am Höchsten.
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Am Montag, 17. Juni, legte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eine neue Studie vor: "Nichtwähler in Deutschland". 86 Seiten über ein Thema, das nicht nur Politiker seit Jahren beunruhigt: Die Wahlbeteiligung sinkt - bei allen Wahlen, ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene. Und das deutlich stärker als in anderen europäischen Ländern. Das muss Gründe haben. Die FES hat deshalb das Forschungsinstitut forsa beauftragt, einmal nachzufragen.
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Stadträtin Katharina Krefft und Stephan Stach, Stadtbezirksbeirat im Leipziger Osten laden alle Interessierten ein, gemeinsam Ideen für ein neues Gymnasium im Leipziger Osten zu sammeln. Das Treffen findet am Sonntag, 23. Juni, um 15:00 Uhr im Stadtteilpark Rabet (in Spielplatznähe) statt. Die Veranstalter laden zu Kaffee und Kuchen ein.
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Das Sportcenter in Markranstädt ist ab Montag, 17. Juli, wieder für den Schul- und Vereinssport geöffnet, teilt die Stadtverwaltung Markranstädt mit. Aufgrund der winterlichen Wetterlage drang ab Januar 2013 verstärkt Wasser hauptsächlich über die undichten Lichtbänder im Dach des Gebäudes ein, so dass das Sportcenter geschlossen werden musste.
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Am 22. Juni, 11 Uhr feiert mit „Onkel Richards phantastische Welten“ ein musikalisches Best-of Richard Wagner für Kinder ab zehn Jahre Premiere. Regisseurin Marion Firlus hat wie schon 2008 und 2011 im Rahmen des Bachfests Leipzig eine musikalische Biografie zur Grundlage ihrer Stückentwicklung gemacht. Onkel Richard ist Komponist und schreibt Musik zu Geschichten, die er sich selbst ausgedacht hat. Und da er der Meinung ist, dass solche Geschichten gar nicht lang genug sein können, braucht man drei Tage, um sich sein längstes Werk anzuhören.
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