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Alle im „Melder“ veröffentlichten Statements, Hinweise und Pressemitteilungen unterliegen keiner redaktionellen Bearbeitung durch die L-IZ. Sie geben lediglich die Meinungen, Haltungen & Mitteilungen Dritter wieder, welche wir den Lesern jedoch nicht vorenthalten wollen.

Piraten Sachsen sind bereit für den Bundestag

Piratenpartei Landesverband Sachsen
Am 12. Januar fand in Claußnitz die Aufstellungsversammlung zur Aufstellung der Listenkandidaten für den Bundestag statt. Der Andrang an interessierten Piraten war immens, so dass sich lange Schlangen an den Tischen zur Anmeldung bildeten. Es wurden offiziell über 160 akkreditierte Teilnehmer gemeldet, zudem verfolgten über 220 Politikinteressierte den Livestream. Somit erzielte die Veranstaltung im Gasthof "Roter Hirsch" in Claußnitz einen Teilnahmerekord.


Den Beginn machte der Landesvorsitzende Florian André Unterburger mit einer aufrüttelnden Rede. Er forderte die Teilnehmer auf, die internen Probleme in den Hintergrund zu rücken und sich auf gute Kandidaten für die anstehende Bundestagswahl zu konzentrieren. Planmäßig wurde danach über die Tagesordnung abgestimmt. Anschließend hatten die 24 Kandidaten jeweils zehn Minuten Zeit, sich der Versammlung vorzustellen. Eine große Bandbreite an Piraten, vom Offizier bis zum Hausmann, bewarben sich um die Zustimmung der Versammlung. Teilweise bildeten sich lange Schlangen an den Mikrofonen um die Kandidaten piratentypisch intensiv zu befragen.

Überraschend zog Matthias Jung aus Leipzig nach einer Brandrede seine Kandidatur zurück. Grund hierfür war die Aufrechterhaltung der Kandidatur von Dr. Thomas Walter. Walter wurde in einer umstrittenen Aufstellungsversammlung in Leipzig zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 152 bestimmt. Der Streit um den Vorwurf, Walters Sieg sei erst durch Beschaffung von Stimmen durch frisch beigetretene und für Walter stimmende Piraten möglich gewesen, spaltete zuletzt den Leipziger Kreisverband. Entsprechend groß war auch das Interesse an einer Befragung des Kandidaten Walter auf der Versammlung.

Einige Kandidatenvorstellungen riefen heftigere Wortgefechte hervor, die jedoch dank der souveränen Versammlungsleitung schnell eingedämmt werden konnten. Abgesehen von einigen kleinen Störungsversuchen verlief die Veranstaltung bis zum Abend des Samstag ansonsten reibungslos, aber sehr schleppend. Schon nach dem 1. Wahlgang, nach 180 Minuten Stimmenauszählung und insgesamt 13 Stunden Veranstaltung, stand die komplette Landesliste mit 14 Kandidaten fest.

Als Spitzenkandidaten der Piraten Sachsen wurde Sebastian Harmel, 30, Bundeswehrangehöriger aus Dresden, gewählt.


Täglich erreichen uns unzählige Meldungen aus Leipzig, Sachsen und darüber hinaus, die nicht immer gleich oder nie Eingang in den redaktionellen Alltag finden. Dennoch sind es oft genug Hinweise, welche wir den Lesern der „Leipziger Internet Zeitung“ in Form eines „Informationsmelders“ nicht vorenthalten möchten ...
Harmel zu seiner Wahl:
"Ich freue mich, dass die Basis mir das Vertrauen als Spitzenkandidat ausgesprochen hat. Es liegen spannende Monate vor uns. Alle Listenkandidaten werden einen engagierten Wahlkampf führen, um mehr Menschen für die Beteiligung an Politik zu begeistern."

Auf den weiteren Plätzen finden sich Carolin Mahn-Gauseweg (31, Dipl.-Ing. Vehrkehrsingenieurwesen aus Görlitz), Mark Neis (41, Dipl.-Ing. aus Chemnitz), Florian Bokor (38, Kommunikationsgestalter und Galerist aus Leipzig) sowie Nadja Baberowski (26, Studentin aus Eibenstock).

Die Zweitplatzierte Mahn-Gauseweg:
"Das ist das beste Ergebnis, das wir als Landesverband hätten erreichen können. Mit den gewählten Kandidaten decken wir eine große Bandbreite an Themen und Inhalten ab, mit denen wir im Bundestag erfolgreich Politik machen können."

Landesvorsitzender Unterburger zum Wahlausgang:
"Die Teilnehmerzahl war einfach grandios! Positiv überrascht hat mich die Disziplin der Versammlung und die tolle Versammlungsleitung. Wir haben es geschafft, bereits am ersten Tag die gesamte Liste aufzustellen. Zusammen mit den Listenkandidaten und der Basis werden wir in Sachsen einen starken Wahlkampf auf die Beine stellen. Außerdem können wir den Sonntag jetzt nutzen um programmatisch weiter zu kommen und unser Programm für die Landtagswahl 2014 zu festigen."


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