Alle im „Melder“ veröffentlichten Statements, Hinweise und Pressemitteilungen unterliegen keiner redaktionellen Bearbeitung durch die L-IZ. Sie geben lediglich die Meinungen, Haltungen & Mitteilungen Dritter wieder, welche wir den Lesern jedoch nicht vorenthalten wollen.
Stefanie Gruner (Grüne) zu den Äußerungen von Frau Kudla gegen Gleichstellung homosexueller Paare
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag
05.03.2013
Zu den Äußerungen von Bettina Kudla (Bundestagsabgeordnete der CDU) erklärt Stefanie Gruner, Anwältin für Familienrecht und Bewerberin für das Direktmandat im Wahlkreis Leipzig 1 (152) von Bündnis 90/Die Grünen: Wenn Frau Kudla davon spricht, dass das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche LebenspartnerInnen das Kindeswohl hätte stärker berücksichtigen müssen, verkennt sie, dass das Kindeswohl stets nur im Einzelfall bewertet werden kann.
Anzeige
Es gibt kein abstraktes Kindeswohl. Jedes Kind, jede Familie, jede Lebenssituation ist verschieden und kann nur individuell bewertet werden. Einer bestimmten Familienkonstellation von vorn herein und ohne individuelle Betrachtung abzusprechen, dass sie einen guten Rahmen für das Wohlergehen eines Kindes bieten kann, ist überheblich und kann auch von keiner wissenschaftlichen Studie gedeckt sein.
Frau Kudla spricht zudem vom Wunsch nach Selbstverwirklichung gleichgeschlechtlicher Paare, der kein legitimer Grund sein darf, ein Kind zu bekommen und zu erziehen. Warum dieser Wunsch bei Schwulen und Lesben stärker ausgeprägt sein soll als bei allen anderen Menschen, erschließt sich nicht. Generell dürfte es dem Wohl der betroffenen Kinder selten förderlich sein, wenn sie der Selbstverwirklichung der Eltern dienen sollen. Dies betrifft jedoch gleichermaßen Kinder in allen Familienkonstellationen.
Täglich erreichen uns unzählige Meldungen aus Leipzig, Sachsen und darüber hinaus, die nicht immer gleich oder nie Eingang in den redaktionellen Alltag finden. Dennoch sind es oft genug Hinweise, welche wir den Lesern der „Leipziger Internet Zeitung“ in Form eines „Informationsmelders“ nicht vorenthalten möchten ...
Das Wohl des Kindes kann immer nur individuell betrachtet werden. Es darf nicht als Argument gegen die Adoption in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften missbraucht werden.
Aber Frau Kudla geht in einem Radiointerview noch weiter: Nicht nur das Wohl eines Kindes in einer Regenbogenfamilie scheint das Vorstellungsvermögen von Frau Kudla zu sprengen, in einem Rundumschlag spricht sie auch allen anderen Familienformen jenseits der klassischen Ehe die Fähigkeit ab, einen stabilen Rahmen für Kinder zu bilden. Frau Kudla scheint schon lange nicht mehr mit den Menschen in ihrem Wahlkreis ins Gespräch gekommen zu sein, sonst hätte sie erleben können, wie vielfältig die Familienkonstellationen sind und dass das Glück und Wohl der Kinder von vielen Faktoren, jedenfalls aber nicht vom Trauschein der Eltern abhängt.
In einem kann ich Frau Kudla allerdings zustimmen: Das Ehegattensplitting sollte nicht auf die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft übertragen werden. Es gehört endlich ins familienpolitische Museum und muss durch eine Individualbesteuerung ersetzt werden. Auch ein wie auch immer ausgestaltetes Familiensplitting ist der falsche Weg. Die Förderung von Familien über die Steuer bevorzugt immer Allein- und Besserverdiener. Dem Staat sollte jedoch jedes Kind gleich viel wert sein, weshalb ich mich für eine Kindergrundsicherung einsetze.
Kleinere Brötchen, klares Konzept, neuer Trainer: Der 1. FC Lok Leipzig befindet sich im Wiederaufbau. Neu-Trainer Carsten Hänsel kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Der 30-Jährige soll im kommenden Jahr die Klasse halten. Das sei realistisch, alles andere nur Märchen. Wen er halten und wie er spielen will, erklärte Hänsel am Freitag den Medien. mehr…
Der erste Beton trocknet: Heute haben Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal und Branddirektions-Leiter Karl-Heinz Schneider den Grundstein für das neue Feuerwehrtechnische- und Ausbildungs-Zentrum gelegt. Wegen des sperrigen Namens wird es als FTAZ abgekürzt. Es ist eines der größten Bauprojekte, die Leipzig derzeit hat. Für rund 21 Millionen Euro entsteht auf einer Fläche von 4,8 Hektar ein Gebäudekomplex, in welchem sowohl die Feuerwache Südwest als auch das Ausbildungs-Zentrum untergebracht werden. mehr…
Musik für Kaiser und Könige bieten die Capella Antiqua und namhafte Solisten am 31. Mai 2013 im Merseburger Dom. Das Sonderkonzert gilt der Dachmarke „Straße der Romanik“, die seit 20 Jahren über 60 Denkmale in Sachsen-Anhalt vereint. Die Landschaft zwischen Harz und Saale bildet derzeit den authentischen Drehort für den Hollywood-Film „The Monuments Men“. - Ein Interview mit Thomas Spindler, Percussionist bei der Capella Antiqua. mehr…
„Dass jemand ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit anderen zur Seite springt, zeugt von außergewöhnlicher Zivilcourage. Wir sind ihm unendlich dankbar, denn dieser Mann hat unserer Kollegin mit seinem Eingreifen das Leben gerettet“. Mit diesen Worten bedankte sich Christine Westphal, Mitglied der Geschäftsleitung im Jobcenter Leipzig, am Donnerstagabend bei dem Mann, der durch sein beherztes Eingreifen am Dienstag einen 34-jährigen Täter bei einem Hammerangriff auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter gestoppt hatte. mehr…
Frank Heinrich wird Sachsens neuer Chefankläger. Justizminister Jürgen Martens ernannte den Juristen am Donnerstag zum Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Sein Amt tritt er zum 1. Juni 2013 an. „Ich freue mich, dass mit Frank Heinrich eine äußerst kompetente Persönlichkeit für die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gewonnen werden konnte", kommentiert Martens die Personalie. mehr…
Und noch ein kostbares Stück deutscher Statistik: Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. hat sich dieser Tage einmal die sogenannte "Integrationsquote" der 410 Jobcenter in Deutschland näher angeschaut. Arbeitsagentur und Jobcenter versuchen ja immer wieder auch durch beeindruckende Integrationszahlen den Eindruck zu vermitteln, sie seien geradezu erfolgreich in ihrem Tun. Womit sie natürlich auch das ganze dahinter stehende Regelungskonvolut legitimieren. mehr…
Was wusste Sachsens Verfassungsschutz Anfang 2000 wirklich über das Treiben des rechtsextremen Terror-Netzwerks NSU? Die Frage bewegt seit Dienstag die Gemüter. Das SWR-Magazin "Report Mainz" zitierte aus einem Schreiben des Landesamts an den damaligen sächsischen Innenminister Klaus Hardraht (CDU), in dem der Geheimdienst terroristische Anschläge durch die abgetauchten Neonazis befürchtete. L-IZ.de fragte bei dem Dresdner Juristen nach. mehr…
Leipzigs Unweltbürgermeister Heiko Rosenthal riss einen Zaun ein: ganz planmäßig beim ersten symbolischen Baggerbiss am Bürgerbahnhof Plagwitz. Bevor die Arbeiten am ersten Bauabschnitt eines Gleis-Grünzuges auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs richtig beginnen können, muss jedoch die Zauneidechse nebst Nachwuchs weiter gewandert sein. mehr…
Das komplette "Wassertouristische Nutzungskonzept" (WTNK) von 2007 steht zur Disposition. Beschlossen hat es zwar eigentlich niemand, kein demokratisch legitimiertes Gremium hat es als Handlungsgrundlage für das Leipziger Neuseenland abgestimmt. Aber alle jüngeren Aktivitäten der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland bauen darauf auf. Auch die Vorlage zum Elster-Saale-Kanal, die am 19. Juni im Stadtrat abgestimmt werden soll. mehr…
Am 9. Mai erklärte das Leipziger Umweltdezernat die zeitweise Sperrung des Floßgrabens für Boote. Grund ist der seltene Eisvogel, der in diesem Frühjahr im Floßgraben wieder brütet. Und seither wogt die Diskussion: Ist das zu viel der Einschränkung, zu wenig? Und was bedeutet das eigentlich für das ganze Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK) im Neuseenland? - Der Ökolöwe sieht die Untere Naturschutzbehörde im richtigen Fahrwasser. mehr…
Die Wagner-Festtage in Leipzig neigen sich dem Ende entgegen und erreichen mit einer festlichen Sekt-Matinee und der Aufführung des Stummfilmes Richard Wagner aus dem Jahr 1913 und der Klavierbegleitung durch den Pianisten Olav Kröger am Sonntag, dem 26. Mai um 11:30 Uhr in den Passage Kinos einen weiteren Höhepunkt. mehr…
Aufgrund der sehr hohen Nachfrage bietet die Medienwerkstatt Leipzig einen zusätzlichen Fotolaborkurs für Einsteiger an. Am 30. Mai vermittelt Alina Simmelbauer ab 16:00 Uhr allen Anfängern die Grundlagen in der analogen Schwarz-Weiß-Entwicklung. In vier Stunden Praxis wird die Arbeit im Fotolabor anschaulich erläutert und geübt. mehr…
Die Kindergruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig erweitert in diesem Jahr ihr Umweltbildungsangebot. Zum ersten Mal bieten die „Leipziger BUNDspechte“ ein naturpädagogisches Sommercamp an. Dieses richtet sich an alle naturbegeisterten Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und findet vom 14.07. bis 20.07.2013 statt. mehr…
Die Universität Leipzig erinnert am Donnerstag, 30. Mai, um 11 Uhr mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung an den 45. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli. Auf dem Leibnizforum im Innenhof des neuen Campusareals wird Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking die Veranstaltung eröffnen und die Teilnehmer zusammen mit Dr. Ulrich Stötzner vom Paulinerverein e.V. begrüßen. Anschließend spricht der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Fitschen. mehr…
Am Samstag, den 8. Juni wird auf dem Gelände des Stadtteilparks „Wasserschloß“ (Zugang über Georg-Schwarz-Straße Höhe Hausnummer 134) im Leipziger Stadtteil Leutzsch das Musikfestival „Leutzsch rockt!“ zum nunmehr vierten Mal über die Bühne gehen. Der Eintritt ist frei. mehr…