Wächterhäuser sollen Schule machen: Leipzig bekommt ein Bildungs- und Kompetenzzentrum "HausHalten"
Redaktion
30.05.2008
Lützner Straße 39. Foto: HausHalten e.V.
Preise und Förderungen aus dieversen Projekten hat der Verein HausHalten e.V., der sich 2004 in Leipzig gründete, schon mehrere bekommen. Die Idee, aus unsanierten Häusern in Leipzig "Wächterhäuser" zu machen, ist sogar noch ein Jahr älter. Jetzt bekommt die Idee Modellcharakter für ganz Deutschland. Es soll Schule machen.
Anzeige
Deswegen gibt es künftig Geld vom Bundesbauministerium und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, die das vom Verein und der Stadt eingereichte Konzept eines Bildungs- und Kompetenzzentrums im Rahmen der 2007 gestarteten Nationalen Stadtentwicklungspolitik fördern werden. Dazu soll dem Stadtrat noch eine Vorlage unterbreitet werden, in der über das Projekt informiert wird.Die Trägerschaft über das "Bildungs- und Kompetenzzentrum" soll das Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung in den Jahren 2008 und 2009 übernehmen. Domizil für das Zentrum, in dem sich Interessenten aus dem ganzen Bundesgebiet über das Wächterhaus-Projekt informieren können - soll im unsanierten vorgründerzeitlichen Gebäude Lützner Straße 39 etabliert werden. Das Zentrum soll in Zusammenarbeit mit der Stadt auch weitere Nutzungsmodelle für erhaltungswürdige Gebäude an Haupt- und Geschäftsstraßen und für finanzschwache Nutzer entwickeln, neue "Schwestermodelle" des Wächterhauskonzeptes erproben und diese auch auf nationaler Ebene vermitteln und verbreiten. Die dafür erforderlichen Mittel kommen vom Bundesbauministerium und vom Verein HausHalten e.V. Das vom 2004 gegründeten Verein HausHalten e.V. entwickelte Wächterhauskonzept beinhaltet die Rettung leer stehender, städtebaulich wichtiger Gebäude durch so genannte "Hauswächter". Diese versetzen aufgrund von Gestattungsvereinbarungen mit den Eigentümern die Häuser durch Eigenleistungen in einen nutzbaren Zustand. In den zu einem eher symbolischen Preis vermieteten Räumlichkeiten werden vorwiegend gemeinnützige und kulturelle Nutzungen realisiert. Wächterhäuser, die auf diese Weise gerettet wurden, befinden sich u.a. in der Lützner Straße 30, der Kuhturmstraße 4 und der Demmeringstraße 21.
Am Abend des 8. Februar 2012 präsentiert das Konfuzius-Institut Leipzig in der Moritzbastei originäre Rockmusik aus China. Die 3er Formation Chan, bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug, verbindet Punk, Funk und Rock mit traditionellen chinesischen Elementen. mehr…
2010 trat das Leipziger Forscher-Team um Svante Pääbo erstmals an die Öffentlichkeit mit der Meldung, sie hätten aus einem winzigen Teil eines fossilen Fingerknochens aus der Denisova-Höhle in Südsibirien eine (vorläufige) Fassung des Genoms erstellt. Immerhin ein heißes Eisen: Es war das Genom eines dritten Vertreters der Menschheit. mehr…
Während „normale“ Menschen bei knackigen Minusgraden bibbernd in beheizten Räumen auf bessere Zeiten warten, zieht es einige Mitglieder des Tauchsportvereins „Leipziger Delphine“ gerade jetzt an ihr Hausgewässer, den Kulkwitzer See. Und das aus gutem Grund, denn die strengen Fröste der vergangenen Tage haben den „Kulki“ zufrieren lassen. mehr…
Ein Kompromiss ist ein Interessenausgleich auf der Basis der kleinsten gegenseitigen Verärgerung. Vorangegangen ja gegenseitige Beleidigungen und Provokationen – je nach Naturell laut oder hinter den Kulissen. Im Backstagebereich wird ein Krieg vorbereitet. Solang es ein gerechter ist, solls uns wohl recht sein. mehr…
Lange ließ Jean-Jacques Annaud nichts von sich hören. Zuletzt inszenierte der 67-Jährige, dem das Kino Meisterstücke wie "Der Name der Rose" oder "Sieben Jahre in Tibet" verdankt, im Jahr 2004 das mäßige Tiger-Drama "Zwei Brüder". Sein Spätwerk "Black Gold" ist eine pathetische Zeitreise zurück an die Anfänge des Öl-Booms in der arabischen Welt. mehr…
2011 organisierten Neonazis in Sachsen in etwa genauso viele Konzerte wie im Vorjahr. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Nach Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU) registrierte der Verfassungsschutz die Planung von 44 Konzerten. mehr…
Kreativität muss ja irgendwann erst einmal beginnen. Design, Fotografie und nicht zuletzt ihre wundervollen Songs, zusammen mit dem griechischen Elektrokünstler Kostas, sorgen für Aufsehen – und Bewegung. Am 9. Februar stellt Minette nun zum ersten Male aus. Vernissage. Richtig mit Getränken und Freunden und Staunenden. Wenn Minette die neue Vivienne Westwood ist, können alle Leser sagen, sie sind bei den ersten Schritten dabei gewesen. Interview. mehr…
Das unschöne Loch am Burgplatz „begeistert“ die Leipziger seit über 16 Jahren. Der englische Eigentümer hat auch nach mehrmaliger Anfrage seitens der Stadt nicht reagiert. Es herrscht weiter Unklarheit, was AMEC/KIG mit diesem überaus zentral gelegenen Grundstück anfangen will. Doch der Stadtverwaltung reicht es jetzt. mehr…
Dass in den entscheidenden Ämtern und Behörden in Sachsen noch immer nicht begriffen wurde, was die demografischen Veränderungen im Land eigentlich bedeuten, zeigte gerade der Vize-Vorsitzende des Beamtenbundes, Helmut Overbeck, mit seiner Forderung nach einem sogenannten "Demografie-Tarifvertrag". Gleichzeitig diskutiert die Politik über einen "Demografie-Faktor" im Finanzausgleich. Auch zum Entsetzen der beiden SPD-Abgeordneten Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter. mehr…
Sachbeschädigung, Körperverletzung, räuberische Erpressung, Diebstahl, Drogenbesitz. Lucas K. (22) war schon zehnfach vorbestraft, als er am Montag, 6. Februar, im Amtsgericht auf der Anklagebank Platz nahm. Vor fünfeinhalb Jahren kam der Arbeitslose das erste Mal mit der Justiz in Kontakt. mehr…
Auch wenn alles mit rechten und gerechten Dingen zugeht, wird wohl jeder Kustos einer Sammlung bei solch einer Aktion heimlich die eine oder andere Träne wegdrücken. Weil öffentlich, wäre das politisch unkorrekt. 44 Kleinode spätantik-byzantinischer Alltagskultur wurden kürzlich in Leipzig als Eigentum des Berliner Museums für Byzantinische Kunst identifiziert und kehren nun ins Bode-Museum in die Bundeshauptstadt zurück. mehr…
Konrad Riedel, Stadtrat der CDU, macht sich Sorgen um den Winterdienst, die Kleingärtner und die Rentner. Alles gut und schön. Kürzlich veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Beitrag darüber, dass der CDU-Abgeordnete im Leipziger Stadtrat eine Fahrradsteuer für Leipzig wünscht. Dann könne man von den Einnahmen die Radwege vom Schnee befreien. Mit der Kfz-Steuer geschehe das doch auch für die Fahrbahnen. mehr…
Rotlicht an. Es wird heiß am Donnerstag, 9. Februar, ab 20 Uhr im Helheim (Weißenfelser Straße 32). Das Leipziger PerformanceTheaterKollektiv FormLos stattet Volly Tanner einen Besuch auf seiner Terrasse ab. mehr…
Die Straße des 18. Oktober ist lang. Länger, als mancher denkt. Sie beginnt am Bayrischen Platz, führt schnurstracks zum Deutschen Platz und danach quer durchs alte Messegelände zum Völkerschlachtdenkmal. Eigentlich ist sie auch die Magistrale der Alten Messe, auch wenn sie derzeit nicht so aussieht. Aber sie soll wieder so aussehen. Stückweise ab 2013. mehr…
In „Voland & Quists Literatursalon“ im Horns Erben (Arndtstraße 33) tritt am Freitag, 10. Februar, ab 20 Uhr die Dresdner Lesebühne Sax Royal auf. Sax Royal sind der Kolumnist, Blogger und Moderator Michael Bittner, der Poetry-Slam-Bühnenheld Julius Fischer („Ich will wie meine Katze riechen“), der Lyriker und Prosaist Roman Israel, der Erzähler, Cartoonist und E-Orgel-Alleinunterhalter Max Rademann sowie Stefan Seyfarth. mehr…