Bürgermeister-Müller-Haus: Notsicherung abgeschlossen - jetzt fehlen noch 341.000 Euro
Redaktion
28.10.2009
Bürgermeister-Müller-Haus in Knauthain.
Die Notsicherung des Bürgermeister-Müller-Hauses ist abgeschlossen. Zum ersten Mal nach über neun Jahren bietet das Gebäude in Knauthain einen ungewohnten und zugleich erfreulichen Anblick: Die Stützpfeiler, die das Haus vor dem Einsturz bewahrten, konnten entfernt werden.
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Mit dem Abschluss der Sicherungsarbeiten ist das erste Teilziel der Initiatoren des Wiederaufbaus erreicht. Nachdem die Landesdirektion Leipzig im Dezember 2008 erste Mittel für die Notsicherung des vom Verfall bedrohten Gebäudes zur Verfügung stellte, gehen die Planer der GfB Sachsen jetzt in die nächste Phase.
Ist jetzt baulich gesichert: das Bürgermeister-Müller-Haus.
Foto: 4und20.net
„Das Konzept für den Wiederaufbau und die spätere Nutzung steht. Vordringlichstes Ziel ist jetzt die Sanierung des Dachstuhles und die Neueindeckung noch in diesem Jahr“, erläutert Geschäftsführer Jürgen Skoppek.
Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es allerdings Hilfe von außen. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau werden sich auf 527.000 Euro belaufen, 100.000 Euro hat die GfB Sachsen bereits investiert, 51.000 Euro öffentliche Gelder wurden verbaut. „Damit sind unsere finanziellen Möglichkeiten zunächst ausgeschöpft“, sagt Architektin Ulrike Kabitzsch. „Es besteht somit aktuell eine Finanzierungslücke von 341.000 Euro. Ohne die weitere Unterstützung der Stadt Leipzig, der Leipziger Bürger, Unternehmen und Handwerksbetriebe werden wir das Bürgermeister-Müller-Haus nicht fertig stellen können“, erklärt sie.
Jetzt fehlt noch Geld zur umfassenden Wiederherstellung.
Foto: 4und20.net
Aus diesem Grund wurde ein Bürgermeister-Müller-Konto eingerichtet. Engagierte Bürger oder Firmen können hier Spenden einzahlen: Zahlungsempfänger: GfB Sachsen, Kontonummer: 2369361, Bankleitzahl: 60050101 (Sachsen Bank).
Das Bürgermeister-Müller-Haus soll nach dem Wiederaufbau eine Dauerausstellung zum Wirken Carl Wilhelm Müllers beherbergen, der 1728 in Knauthain geboren wurde und ab 1778 immerhin zwölf Mal Bürgermeister von Leipzig war. Außerdem werden ein kleines Café, eine Künstlerwerkstatt sowie Arbeits- und Ausstellungsräume entstehen.
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