Premiere auf der Georg-Schumann-Straße: 24 Stunden Kunst im Norden
Redaktion
07.09.2010
Georg-Schumann-Straße.
Foto: Ralf Julke
Das Dornröschen erwacht. Am Samstag und Sonntag, 11. und 12. September, dreht sich in der Georg-Schumann-Straße alles um das Thema Kunst. Vom Chausseehaus bis hin zum Rathaus Wahren werden in überwiegend leerstehenden Gebäuden Künstler ihre Ausstellungen und Projekte vorführen.
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Von moderner Medienkunst bis zum altertümlichen Handwerk wird alles vertreten sein. Gezeigt werden ab Samstag, 18 Uhr, Arbeiten aus den Bereichen Fotografie und Video, Malerei, Grafik, Installation, Plastik und Medienkunst. Performances, Show-Einlagen, Lichtshows, Musik und Literaturlesungen runden die Aktion ab. Die Kunstausstellungen sind auch am Sonntag von 10 - 18 Uhr geöffnet.
Zentrale Ausstellungspunkte an diesem Wochenende sind unter anderem der Renftplatz am Anker oder der sogenannte Huygensplatz vor dem Arbeitsamt. Hier ist eine Installation geplant. Gegenüber des soziokulturellen Zentrums Anker gestalten Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eine Wand im Rahmen ihrer Graffiti-AG. Außerdem werden viele leerstehende Räumlichkeiten und Geschäfte entlang der 7 Kilometer langen Magistrale von lokalen Künstlern als offene Kunst- und Kreativräume genutzt und bespielt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Programmpunkte an wichtigen Kunst- und Kulturstandorten im erweiterten Einzugsgebiet der Georg-Schumann-Straße.
So werden auch die Friedenskirche, das Heinrich-Budde-Haus mit der Pikanta-Galerie oder die Auferstehungskirche sowie verschiedene Plätze und Freiflächen, die zwar etwas abseits - aber dennoch in Verbindung mit der großen Magistrale stehen, in das bunte Fest miteinbezogen.
Die Georg-Schumann-Straße nach Feierabend.
Foto: Ralf Julke
Flankiert wird die Kunstaktion von einem Kneipenfestival im Leipziger Norden. Das beginnt ebenfalls am 11. September um 18 Uhr. Etwa 10 Kneipen an der Georg-Schumann-Straße sowie in einigen Seitenstraßen beteiligen sich und bieten ein abwechslungsreiches Programm mit Livemusik von Rock, Pop, Soul, Jazz, Swing, Twist oder Blues - kurzum, für jeden ist etwas dabei.
Veranstalter und Organisator des 24-Stunden-Festes ist der Kunst+Projekte e.V. in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung Leipzig (ASW) und mit Unterstützung des GeyserHaus e.V.
Das Modellvorhaben im Rahmen der Magistralenentwicklung der Georg-Schumann-Straße soll wieder Trubel in die ehemals belebte Leipziger Einkaufsstraße bringen und für 24 Stunden Urbanität simulieren - an einem Ort, der einen der größten Einwohnerverluste im Leipziger Stadtgebiet verzeichnet. Die Veranstalter wollen außerdem das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner, Händler und Institutionen entlang der Georg-Schumann-Straße stärken sowie die Nutzung des Huygensplatzes und des Renftplatzes als identitätsstiftende Orte der Begegnung zusammen mit Anliegern und Bürgern erproben.
Das Kunstfest in der Georg-Schumann-Straße startet am Samstag, 11. September, um 18 Uhr und endet am Sonntag, ebenfalls um 18 Uhr.
Besucher des Kunstfestes und des Kneipenfestivals können mit einem Shuttle-Bus von Ausstellung zu Ausstellung und von Kneipe zu Kneipe gelangen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen und die Shuttle-Bus-Nutzung sind frei.
Eine Übersicht über die bespielten Stationen auf der Georg-Schumann-Straße findet man hier:
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