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Wilhelm-Leuschner-Platz: Verwaltungsspitze will sich nicht festlegen

Ralf Julke
Baustelle Wilhelm-Leuschner-Platz.
Baustelle Wilhelm-Leuschner-Platz.
Foto: Ralf Julke
Zu Beginn klang das ganz forsch: Der Wilhelm-Leuschner-Platz soll umbenannt werden, hatte die Verwaltung vorgeschlagen. In der Dienstberatung des Oberbürgermeisters am heutigen Montag, 24. Oktober, hat die Verwaltungsspitze die Pläne zur Benennung der Fläche, auf der das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal entstehen soll, nun - wie sie selbst es beschreibt - konkretisiert.

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Konsens sei, so teilt die Verwaltungsspitze mit, dass nicht die Fläche des gesamten Wilhelm-Leuschner-Platzes den Namen Platz der Friedlichen Revolution erhalten soll, sondern nur die Fläche, die das künftige Denkmal in Anspruch nehmen wird. Da aber offen ist, ob einer der Entwürfe für das Freiheitsdenkmal nicht den ganzen Platz in Anspruch nimmt, ist das nicht wirklich eine Konkretisierung.

Tatsächlich teilt die Verwaltung mit: Zur Festlegung der räumlichen Ausdehnungen des Platzes der Friedlichen Revolution und des weiterhin erhalten bleibenden Wilhelm-Leuschner-Platzes zwischen Grünewaldstraße und verlängertem Peterssteinweg werde im Ergebnis des Denkmalswettbewerbs, ein Vorschlag in die Ratsversammlung eingebracht. Mehr Klarheit also gibt's tatsächlich erst, wenn der Siegerentwurf für das Freiheitsdenkmal feststeht.

Noch verstellt der Bauzaun die Sicht auf den Wilhelm-Leuschner-Platz.
Noch verstellt der Bauzaun die Sicht auf den Wilhelm-Leuschner-Platz.
Foto: Ralf Julke

Die Stadtverwaltung plant, der Denkmalsfläche am 9. Oktober 2013 den Namen Platz der Friedlichen Revolution zu geben. Der Termin wurde so vorgesehen, da im Dezember 2013 die Deutsche Bahn den City-Tunnel fertigstellen will. Die entsprechende Haltestelle soll nach Wunsch der Stadtverwaltung dann ebenfalls den Namen Platz der Friedlichen Revolution tragen.

Die Verwaltungsvorlage soll nach Durchlaufen der entsprechenden Ausschüsse in der November-Ratsversammlung votiert werden.

Mehr Klarheit über die Platz-Ausdehnung wird das wohl trotzdem nicht bringen, denn die Fläche östlich des Wilhelm-Leuschner-Platzes, der vom Raum her der ehemalige Königsplatz ist, sieht zwar derzeit wie ein leerer Platz aus, ist aber historisch keiner. Hier verläuft die Markthallenstraße. Zwischen ihr und der Grünewaldstraße stand einst die Markthalle. Und dieses Quartier soll auch nach den Plänen der Stadt wieder bebaut werden. Offene Fragen gibt es nur zum ehemaligen Häuserblock zwischen Markthallenstraße und Wilhelm-Leuschner-Platz (ehem. Königsplatz) - hier kämpft das Stadtforum Leipzig darum, dass die historische Platzkante wieder hergestellt wird.

Diskussion um Wilhelm-Leuschner-Platz: Kritik von ver.di, Linken und Stadtforum

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