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Eine Richtkrone im Grenzgebiet: Baufortschritt am neuen Ärztehaus des Diakonissenkrankenhauses

Gernot Borriss
Richtfest fürs neue Ärztehaus des Diakonissenkrankenhauses.
Richtfest fürs neue Ärztehaus des Diakonissenkrankenhauses.
Foto: Gernot Borriss
Der Neubau am Leipziger Diakonissenkrankenhaus schreitet voran. Seit dem Freitag schwebt eine Richtkrone an der Grenze von Lindenau und Leutzsch. Das künftige Ärztehaus sowie die Umgestaltung der dortigen Straßenbahnhaltestelle würden das Gesicht der Georg-Schwarz-Straße verändern, so Krankenhaus-Geschäftsführer Christoph Möllering.

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„Richtkranz hoch“, hieß es am Freitag an der Georg-Schwarz-Straße 55. Das Ärztehaus des dortigen Diakonissenkrankenhauses ziert nun dieser traditionelle Schmuck, den Bauleute auf den fertigen Rohbau setzen.

„Ein Richtfest gibt eine gewisse Gewissheit, dass die Erweiterung terminlich fixierbar ist“, sagte Hartmut Kirchhof am Rande der Zeremonie zu L-IZ. Kirchhof ist Vorstandsvorsitzender der Ökumenischen Sozialstation Leipzig. „Wir betreiben in der Poliklinik eine Kurzzeitpflege mit aktuell elf Plätzen“, erläuterte Kirchhof. Nach der Fertigstellung des Neubaus, der für Juli diesen Jahres geplant ist, werden es 17 Plätze sein.

Der Kindergarten des Diakonissenhauses.
Der Kindergarten des Diakonissenhauses.
Foto: Gernot Borriss
„Nach 121 Jahren wachsen wir nun nach Leutzsch“, gab Christoph Möllering, Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses, dem symbolischen Tag noch eine weitere symbolische Bedeutung. Denn bislang befanden sich die Liegenschaften des Krankenhauses ausschließlich in Lindenau. Es werde nach Möllerings Worten aber sicher nun mehr als weitere 121 Jahre dauern, bis die Expansion in einen weiteren Stadtteil erfolgt.

Viel bemerkenswerter war für Möllering zudem, dass die Stadtverwaltung Leipzig und die Leipziger Verkehrsbetriebe demnächst an die Umgestaltung der Straßenbahnhaltestelle vor seinem Haus gehen werden. Denn für ein stark frequentiertes Krankenhaus mit vielen ambulanten Dienstleistungen ist eine barrierefreie Straßenbahnanbindung äußerst wichtig.

Ärztehaus und Haltestelle würden das Gesicht der Georg-Schwarz-Straße weiter verändern, war sich Möllering sicher. Dabei lobte er erneut die „lösungsorientierte und nachbarschaftliche Zusammenarbeit“ der Akteure rund um die Straße.

Künftiges Ärztehaus an der Georg-Schwarz-Straße.
Künftiges Ärztehaus an der Georg-Schwarz-Straße.
Foto: Gernot Borriss
Architekt Gerd-Ingulf Müller vom beteiligten Architekturbüro Fuchshuber und Partner nannte das Richtfest einen „Meilenstein“. In dem Neubau sieht er den Beleg, dass sich etwas tut in dem Quartier. Das Ärztehaus steht nach seinen Worten stellvertretend dafür, „dass wieder Leben in die Georg-Schwarz-Straße kommt, dass anderes Leben in die Straße kommt.“

„Mit dem Ärztehaus wollen wir die ambulante medizinische Versorgung im Stadtteil weiter verbessern“, begründete Möllering das Ziel der 2,3-Millionen-Investition, die sein Haus ausschließlich aus Eigenmitteln bestreitet. Also ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Auf der zusätzlichen Praxisfläche von 1.067 Quadratmetern werden neben niedergelassenen Fachärzten, der Kurzzeitpflege der Ökumenischen Sozialstation und einem Sanitätshaus auch Räume vorhanden sein, die das Krankenhaus zur Betreuung von Patienten nutzt.

Doch das Ärztehaus ist nicht das einzige Bauvorhaben des Diakonissenkrankenhauses. Seit 2011 werden zwei Stationen zur Verbesserung der Unterbringung der Patienten mit einem Investitionsvolumen von 2,6 Millionen Euro saniert. Darüber hinaus geht die die Neuplanung der Intensivstation weiter, die für circa 3,2 Millionen Euro auf 15 intensivmedizinische Plätze und 10 intermediate Care Einheiten zur Intensivüberwachungspflege erweitert wird. Hier ist die Fertigstellung im Herbst 2013 geplant.

Bereits in diesem Herbst hingegen soll am Diakonissenkrankenhaus in der Ahlfeldstraße 2 eine neue Kita mit 60 Plätzen übergeben werden. Dazu wird das alte Pfarrerwohnhaus umgebaut. Derzeit ist es eingerüstet.


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