Skateranlage am Anker: Jetzt soll die Eröffnung noch vor den Sommerferien stattfinden
Ralf Julke
22.04.2012
Das Gestell für die Skateranlage am Anker.
Foto: Ralf Julke
Irgendwann ist es wirklich genug. Das dachten sich die Stadträte Michael Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Konrad Riedel (CDU) und der Stadtbezirksbeirat Nordwest Frank Friedrich schon im September 2011. Sie machten mal wieder Druck in Sachen Skateranlage am Stadtteilzentrum Anker in Möckern.
Anzeige
Und Siegfried Haller, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung (AJFB), versprach bei einer Beratung, das Dauerthema ernst zu nehmen sind, "Umsetzer und nicht Verhinderer" sein zu wollen.
Die Beratung war nach öffentlicher Kritik und CDU- und Bündnis 90/Grüne-Anfragen in der Ratsversammlung von Sozialbürgermeister Fabian anberaumt worden, weil ein Jahr lang alle Bemühungen des Anker e.V. gemeinsam mit dem Stadtbezirksbeirat Nordwest und Stadträten der CDU und von Bündnis 90/Die Grünen gescheitert waren, die Anlage auf vereinseigene Kosten auf einer vom AJFB verwalteten Fläche aufzustellen und zu betreiben.
Siegfried Haller sicherte ein beschleunigtes Verwaltungsverfahren ohne weitere Verzögerung zu. Die Erdarbeiten - von Anker-Sponsoren übernommen und damit kostenfrei für die Stadt - sollten noch im Herbst erfolgen, spätestens im Januar soll die Anlage dann übergeben werden. Heike Engel, Geschäftsführerin des Anker e.V., sowie Stadtbezirksbeirat Frank Friedrich (CDU) und Stadtrat Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, begrüßten die Zusicherung Hallers, dem Verein nun zügig den Weg für den Aufbau der Anlage auf der öffentlichen Fläche zu ebnen und alle nötigen Verwaltungsgänge dazu zu übernehmen.
Noch immer nicht nutzbar: Skateranlage am Anker.
Foto: Ralf Julke
“Die zwölf Monate währende Verhinderungsstrategie der Stadtverwaltung scheint nach einem Machtwort des Sozialbürgermeisters endlich gebrochen”, hoffte Friedrich auf einen guten Jahresauftakt vorm Stadtteilzentrum Anker. Wie von Anfang an geplant, werde der Anker e.V. die Anlage nicht nur nutzen, sondern auch Ordnung, Sicherheit und technische Instandhaltung sichern. Diese Kooperation von Stadt und Verein werde demnächst vereinbart.
“Gut, dass es uns endlich gelungen ist, Denkbarrieren zu durchbrechen, klare Verantwortungen zu generieren und einen kurzfristigen Zeitplan der Realisierung auf dem Tisch zu haben”, wertete Schmidt dieses erste wirklich konstruktive Gespräch in dieser Angelegenheit. Der Stellvertretende CDU-Fraktionschef Konrad Riedel, einer der Unterstützer von Beginn an, freute sich über den ersten positiven Schritt und dass neben CDU-Fraktion auch Bündnis 90/Die Grünen das Projekt unterstützen, und warf eine grundsätzliche Frage auf: “Dieser Krampf um die Anlage muss uns Stadträte zum Nachdenken bewegen, wie die Stadtverwaltung mit bürgerschaftlichem Engagement umgeht beziehungsweise umzugehen hat.”
Ratlos steht das Gerüst für die Skateranlage vor dem Stadtteilzentrum Anker.
Foto: Ralf Julke
Einig waren sich alle, dass die auf Initiative des Vereins kommende Anlage den Stadtbezirk aufwertet und ein attraktives neues Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ist.
Im Januar konnte die Anlage trotzdem nicht übergeben werden.
Verständlich, dass die drei Stadtpolitiker nun erst richtig sauer waren.
Am 17. April schrieben sie einen geharnischten Brief an Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Darin heißt es unter anderem: "Drei Monate nach diesem 'Einweihungs'-Termin erklärt das von Ihnen beauftragte Amt für Jugend, Familie und Bildung (AJFB) die Realisierung als unwahrscheinlicher denn je.
Abgesehen von den in der Baugenehmigung erhobenen, für solche Freizeitangebote in unserer Stadt unüblichen, völlig absurden, weil lebensfernen Auflagen, dass die Skateanlage zu umzäunen und die meiste Zeit verschlossen zu sein habe - und somit auch KEIN Angebot mehr ist! - bricht vor allem das von Ihnen beauftragte und unter Ihrer politischen und fachlichen Aufsicht stehende AJFB Zusagen, die es in Ihrem Auftrag im Oktober in Anwesenheit von Stadträten und Stadtbezirksbeiräten dem Anker e.V. gab. Das betrifft vor allem die Tatsache, dass dieses Amt auf stadteigener Fläche als Betreiber auftritt, die - mit Unterstützung von Sponsoren für die Stadt kostenfreie! - Errichtung sowie die TÜV-gerechte technische Instandhaltung der Anlage der Anker e.V. übernimmt und die Anlage verpflichtend auch für Angebote im Rahmen des Offenen Treffs nutzt."
Der Bürgermeister reagierte prompt. Am Freitag, 20. April, lud Siegfried Haller die drei ehrenamtlichen Politiker zum Gespräch ein.
Noch vor den Sommerferien werde die Skate-Anlage am Stadtteilzentrum Anker eingeweiht, versprach Haller. An der Beratung durfte auch der freie Träger Anker e.V. teilnehmen. Das AFJB werde unverzüglich alle Hindernisse für die Errichtung der Anlage durch Sponsoren und den freien Träger der Jugendarbeit Anker e.V. beseitigen. Außerdem wurde auch Klarheit erzielt, dass die Anlage ein Angebot der Stadt sein wird, das unter anderem der Anker e.V. für die offene Jugendarbeit nutzt.
Und da - wie so oft bei stadtpolitischen Entscheidungen - die Hemmnisse oft tief im Wurzelwerk der Ämter liegen, sicherten Stadtrat Konrad Riedel (CDU) und Frank Friedrich (CDU) für den Stadtbezirksbeirat Nordwest dem Leiter des Amtes für Familie, Jugend und Bildung (AFJB), Siegfried Haller, umfassende politische Unterstützung bei seinen Bemühungen zu, schnell und pragmatisch die Skate-Anlage am Stadtteilzentrum Anker in Möckern als neues Freizeitangebot nutzbar zu machen.
Die Anlage war vom Anker e.V. vor der Verschrottung gerettet worden. Verein und Stadtbezirksbeirat bemühen sich seit 18 Monaten, sie als attraktives Freizeitangebot im Stadtbezirk Nordwest zu etablieren.
Zum zehnten Mal seit 1995 begeht die Stadt Leipzig vom 23. Juni bis zum 30. Juni die Jüdische Woche. Erstmals wird sie als „Jüdische Woche International“ aktuelle Begegnungen mit jüdischem Leben, jüdischer Kultur und jüdischen Künstlern der Partnerstädte Leipzigs Brünn, Krakau, Lyon, Kiew, Herzliya und Thessaloniki ermöglichen. mehr…
Der Marketing-Club Leipzig e.V. (MCL) zog auf seiner Jahreshauptversammlung am Dienstag, 18. Juni, positive Bilanz. Präsident und Vizepräsidenten wurden bei den Neuwahlen in ihrem Amt bestätigt und einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Ergänzt wird das Führungsgremium durch drei neue Beiräte. mehr…
Am Mittwoch, 19. Juni, debattierte der Sächsische Landtag zu den Hochwasserfolgen im Freistaat. Eigentlich hat die Flut kein Umdenken bewirkt. Die regierende Koalition von CDU und FDP findet die Errungenschaften bei Deichen und Technischen Anlagen vorbildlich. Dass der rein auf technische Bauten fixierte Aufwand Kritik findet, hat nicht nur in Leipzig zu einigen irrationalen Reaktionen geführt. mehr…
Für Dienstag, den 2. Juli von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr laden die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters und der Arbeitsagentur Leipzig, Bärbel Hutschenreiter und Annette Denkert, interessierte Frauen und Männer ins Café Yellow im Haus Steinstraße 18 zu einer offenen Gesprächsrunde rund um den beruflichen Wiedereinstieg ein. mehr…
Wer kennt sie nicht, die wohl leidenschaftlichste und und gleichzeitig traurigste Liebesromanze der Weltliteratur? Ein alter Streit zwischen den Häusern Capulet und Montague ist Ausgangspunkt dieser Geschichte. Provoziert durch Tybalt lodert der Familienzwist aufs neue auf und ruft Prinz Escalus von Verona auf den Plan. Er verlangt unter Androhung der Todesstrafe ein Ende der Fehde zwischen den beiden Familien. mehr…
Am Sonntag, 23. Juni, lädt das Museum für Druckkunst Leipzig um 12 und 15 Uhr zu einem Vortrag mit anschließendem Künstlergespräch. Der Gernsheimer Künstler und Lithograf Mario Derra ist zu Gast im Museum und stellt seinen noch bis 30. Juni im Museum ausgestellten 21-teiligen Holzschnitt-Zyklus „Peter Schöffer und die Entfaltung der beweglichen Lettern“ (2003-2010) vor. mehr…
Die BUND Regionalgruppe Leipzig und das Kontaktbüro “Wolfsregion Lausitz” laden am 24. Juni um 18:00 Uhr zu einem bilderreichen Vortrag zum Thema „Wölfe in der Lausitz“ in das Café des Hauses der Demokratie Leipzig ein. Vor über 100 Jahren, am 27. Februar 1904, wurde der letzte freilebende Wolf Deutschlands in der Lausitz erschossen. Furcht, Nahrungskonkurrenz und Dämonisierung sorgten dafür, dass diese faszinierenden Räuber in Deutschland bis zur völligen Ausrottung gejagt wurden. mehr…
Der Vorentwurf des Bebauungsplanes für ein rund 55 Hektar großes Gebiet in Lützschena-Stahmeln zwischen der Bundesstraße 6 im Norden und der Halleschen Straße im Süden ist zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung freigegeben. Das Areal soll als Gewerbegebiet entwickelt werden. Die genaueren Modalitäten der Öffentlichkeitsbeteiligung werden gesondert bekannt gemacht. mehr…
Nicht nur FES-Umfragen zeigen, dass immer mehr Wahlbürger dem Politik-Betrieb in Deutschland misstrauen. Demokratie ist was Feines - aber was wird aus ihr, wenn ihre entscheidenden Vertreter die komplexen Zusammenhänge der Gegenwart nicht mehr begreifen? Wenn sie alte Erfolgsrezepte immer wieder neu aufwärmen, weil ihnen vor der Komplexität der Welt graust? - Nö, wir nennen an dieser Stelle keine Namen. Aber ein Thema: das Klima. mehr…
Der Gerichtssaal ist übervoll. Alle 30 Besucherstühle, die sich gegenüber der Richterbank aufreihen, sind belegt. Als ein paar Minuten nach Eröffnung ein weiterer Mann den Saal betritt, schiebt die Rechtspflegerin den letzten freien Stuhl hinter der Richterbank vor. Es geht um zwei kleine Wohnungen an diesem Morgen im Amtsgericht Leipzig. Die eine ist 37 Quadratmeter groß, die andere 54. Das Verkehrswertgutachten setzt 10.000 Euro für die kleine - im Hausplan als Wohnung Nummer drei erfasst - an, für die größere - Nummer vier – setzt es 34.000 Euro an. mehr…
Mit ihm hatte wohl kaum einer gerechnet. Als die Kandidaten für den Posten des Sozialbürgermeisters heute im Leipziger Stadtrat benannt wurden, tritt NPD-Mann Klaus Ufer vor: „Ich nominiere Winfried oder Wilfried Meißner.“ Oberbürgermeister Burkhard Jung fragte nach: „Ja, wie denn nun?“ Er heißt Wilfried Meißner. „Entschuldigung, ich war mir nicht sicher“, so Ufer. mehr…
Eine Boulevardzeitung mit großen Buchstaben hat gestänkert: Der Leiter der Branddirektion Leipzig, Karl-Heinz Schneider, war während des Hochwassers im Urlaub. Angeblich habe er am Balaton Badeferien gemacht. So ein Skandal, oder? mehr…
Die Edouard-Manet-Schule wird stärker als bisher als die Grundschule der Stadt Leipzig für die Ausbildung der Thomaner-Anwärter positioniert. Dies beschloss der Stadtrat auf seiner heutigen Sitzung. „Wir sind nicht gegen eine private Grundschule auf dem Campus des Forum Thomanum, stellte Stadtrat Stefan Billig (CDU) fest. „Wir sind für beides, nämlich auch für eine Grundschule in kommunaler Trägerschaft.“ Beide sollten nicht in Konkurrenz stehen sondern in Symbiose. Die Elternvertreter wüssten dies. mehr…
Ein tragischer Todesfall eines Kleinkindes kostete Jugendamtsleiter Siegfried Haller im vergangenen Jahr das Amt. In dessen Folge wurde das Amt für Jugend, Familie und Bildung neu gebildet. Nun muss Oberbürgermeister Burkhard Jung extern prüfen lassen, ob dies seine Sach- und Strukturziele erfüllt. mehr…
Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) geht offenbar schlampig mit seinen Aktenbeständen um. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte und die vom Sächsischen Staatsminister des Innern eingesetzte Expertenkommission haben bei der Prüfung des Ablagesystems erhebliche Mängel festgestellt.Dass im Archiv der Schlapphüte wie aus dem Nichts neue Unterlagen zur Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) aufgetaucht sind, überrascht angesichts der Pannenhäufung bei der Verfolgung der Rechtsterroristen nicht wirklich. mehr…
- Schaltung: eine Woche vorher, 3 Tage nachher
- Termine Stadtrat 2013 am 23.01., 20.02., 20.03., 17.04., 15.05., 19.06., 10.07., 18.09., 16.10., 21.11., 11.12.
- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten