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Christopher Street Day 2013 in Leipzig

Skateranlage am Anker: Jetzt soll die Eröffnung noch vor den Sommerferien stattfinden

Ralf Julke
Das Gestell für die Skateranlage am Anker.
Das Gestell für die Skateranlage am Anker.
Foto: Ralf Julke
Irgendwann ist es wirklich genug. Das dachten sich die Stadträte Michael Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Konrad Riedel (CDU) und der Stadtbezirksbeirat Nordwest Frank Friedrich schon im September 2011. Sie machten mal wieder Druck in Sachen Skateranlage am Stadtteilzentrum Anker in Möckern.

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Und Siegfried Haller, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung (AJFB), versprach bei einer Beratung, das Dauerthema ernst zu nehmen sind, "Umsetzer und nicht Verhinderer" sein zu wollen.

Die Beratung war nach öffentlicher Kritik und CDU- und Bündnis 90/Grüne-Anfragen in der Ratsversammlung von Sozialbürgermeister Fabian anberaumt worden, weil ein Jahr lang alle Bemühungen des Anker e.V. gemeinsam mit dem Stadtbezirksbeirat Nordwest und Stadträten der CDU und von Bündnis 90/Die Grünen gescheitert waren, die Anlage auf vereinseigene Kosten auf einer vom AJFB verwalteten Fläche aufzustellen und zu betreiben.

Siegfried Haller sicherte ein beschleunigtes Verwaltungsverfahren ohne weitere Verzögerung zu. Die Erdarbeiten - von Anker-Sponsoren übernommen und damit kostenfrei für die Stadt - sollten noch im Herbst erfolgen, spätestens im Januar soll die Anlage dann übergeben werden. Heike Engel, Geschäftsführerin des Anker e.V., sowie Stadtbezirksbeirat Frank Friedrich (CDU) und Stadtrat Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, begrüßten die Zusicherung Hallers, dem Verein nun zügig den Weg für den Aufbau der Anlage auf der öffentlichen Fläche zu ebnen und alle nötigen Verwaltungsgänge dazu zu übernehmen.

Noch immer nicht nutzbar: Skateranlage am Anker.
Noch immer nicht nutzbar: Skateranlage am Anker.
Foto: Ralf Julke

“Die zwölf Monate währende Verhinderungsstrategie der Stadtverwaltung scheint nach einem Machtwort des Sozialbürgermeisters endlich gebrochen”, hoffte Friedrich auf einen guten Jahresauftakt vorm Stadtteilzentrum Anker. Wie von Anfang an geplant, werde der Anker e.V. die Anlage nicht nur nutzen, sondern auch Ordnung, Sicherheit und technische Instandhaltung sichern. Diese Kooperation von Stadt und Verein werde demnächst vereinbart.

“Gut, dass es uns endlich gelungen ist, Denkbarrieren zu durchbrechen, klare Verantwortungen zu generieren und einen kurzfristigen Zeitplan der Realisierung auf dem Tisch zu haben”, wertete Schmidt dieses erste wirklich konstruktive Gespräch in dieser Angelegenheit. Der Stellvertretende CDU-Fraktionschef Konrad Riedel, einer der Unterstützer von Beginn an, freute sich über den ersten positiven Schritt und dass neben CDU-Fraktion auch Bündnis 90/Die Grünen das Projekt unterstützen, und warf eine grundsätzliche Frage auf: “Dieser Krampf um die Anlage muss uns Stadträte zum Nachdenken bewegen, wie die Stadtverwaltung mit bürgerschaftlichem Engagement umgeht beziehungsweise umzugehen hat.”

Ratlos steht das Gerüst für die Skateranlage vor dem Stadtteilzentrum Anker.
Ratlos steht das Gerüst für die Skateranlage vor dem Stadtteilzentrum Anker.
Foto: Ralf Julke
Einig waren sich alle, dass die auf Initiative des Vereins kommende Anlage den Stadtbezirk aufwertet und ein attraktives neues Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ist.

Im Januar konnte die Anlage trotzdem nicht übergeben werden.

Verständlich, dass die drei Stadtpolitiker nun erst richtig sauer waren.

Am 17. April schrieben sie einen geharnischten Brief an Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Darin heißt es unter anderem: "Drei Monate nach diesem 'Einweihungs'-Termin erklärt das von Ihnen beauftragte Amt für Jugend, Familie und Bildung (AJFB) die Realisierung als unwahrscheinlicher denn je.

Abgesehen von den in der Baugenehmigung erhobenen, für solche Freizeitangebote in unserer Stadt unüblichen, völlig absurden, weil lebensfernen Auflagen, dass die Skateanlage zu umzäunen und die meiste Zeit verschlossen zu sein habe - und somit auch KEIN Angebot mehr ist! - bricht vor allem das von Ihnen beauftragte und unter Ihrer politischen und fachlichen Aufsicht stehende AJFB Zusagen, die es in Ihrem Auftrag im Oktober in Anwesenheit von Stadträten und Stadtbezirksbeiräten dem Anker e.V. gab. Das betrifft vor allem die Tatsache, dass dieses Amt auf stadteigener Fläche als Betreiber auftritt, die - mit Unterstützung von Sponsoren für die Stadt kostenfreie! - Errichtung sowie die TÜV-gerechte technische Instandhaltung der Anlage der Anker e.V. übernimmt und die Anlage verpflichtend auch für Angebote im Rahmen des Offenen Treffs nutzt."

Der Bürgermeister reagierte prompt. Am Freitag, 20. April, lud Siegfried Haller die drei ehrenamtlichen Politiker zum Gespräch ein.

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Noch vor den Sommerferien werde die Skate-Anlage am Stadtteilzentrum Anker eingeweiht, versprach Haller. An der Beratung durfte auch der freie Träger Anker e.V. teilnehmen. Das AFJB werde unverzüglich alle Hindernisse für die Errichtung der Anlage durch Sponsoren und den freien Träger der Jugendarbeit Anker e.V. beseitigen. Außerdem wurde auch Klarheit erzielt, dass die Anlage ein Angebot der Stadt sein wird, das unter anderem der Anker e.V. für die offene Jugendarbeit nutzt.

Und da - wie so oft bei stadtpolitischen Entscheidungen - die Hemmnisse oft tief im Wurzelwerk der Ämter liegen, sicherten Stadtrat Konrad Riedel (CDU) und Frank Friedrich (CDU) für den Stadtbezirksbeirat Nordwest dem Leiter des Amtes für Familie, Jugend und Bildung (AFJB), Siegfried Haller, umfassende politische Unterstützung bei seinen Bemühungen zu, schnell und pragmatisch die Skate-Anlage am Stadtteilzentrum Anker in Möckern als neues Freizeitangebot nutzbar zu machen.

Die Anlage war vom Anker e.V. vor der Verschrottung gerettet worden. Verein und Stadtbezirksbeirat bemühen sich seit 18 Monaten, sie als attraktives Freizeitangebot im Stadtbezirk Nordwest zu etablieren.


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