Lützner Straße wieder frei: Nächste Bauphase beginnt Mitte 2013
Gernot Borriss
17.11.2012
Freigabe der Lützner mit Ronald Juhrs (LVB), Edeltraut Höfer (Stadt) und Dr. Ulrich Meyer (KWL).
Foto: Gernot Borriss
Seit Freitagmittag ist die Lützner Straße in Lindenau wieder für den Individualverkehr befahrbar: Für Fahrräder und Autos gibt es nun separate Fahrspuren. Anderthalb Jahre dauerten die Bauarbeiten. Ein Gemeinschaftswerk von Stadtverwaltung, Verkehrsbetrieben und Wasserwerken. Fortsetzung folgt ab Mitte 2013 zwischen Plautstraße und Henriettenstraße.
Anzeige
Am Ende war es dann drei Tage vor dem geplanten Termin. Freitag Mittag gegen halb eins fielen in der Lützner Straße und in der benachbarten Merseburger Straße die Schranken. Die erste Etappe des Ausbaus der Lützner Straße in Lindenau ist damit beendet.
Der Dank der Bauherren ging zuerst an die „Anwohner, die anderthalb Jahre unter der Baustelle gelitten haben“, wie es Ronald Juhrs, Geschäftsführer Technik und Betrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe LVB, ausdrückte.
In der Tat ging in der nicht sehr breiten Hauptverkehrsstraße mit einer hohen Blockrandbebauung bis auf ein bisschen Anliegerverkehr so gut wie nichts. Stattdessen gab es Baugruben, Staub und Lärm – in Spitzenzeiten sogar dreischichtig an sieben Tagen in der Woche. „Elementar wichtig“ für das Baugeschehen, wie für das rollende Kerngeschäft der LVB war, dass die Straßenbahn fast während der gesamten Bauzeit auf einem Interimsgleis durch die Baustelle fahren konnte, so der LVB-Technikchef weiter. Die sechswöchige Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs in den diesjährigen Sommerferien nannte Juhrs mit Blick auf Busverkehr zwischen Angerbrücke und Grünau sowie die Dauerstaus auf den Umleitungsstrecken „grenzwertig“.
Die neue Haltestelle in Höhe der Merseburger Straße.
Foto: Gernot Borriss
Doch damit ist nun Schluss. Nun sei die Lützner Straße eine „ordentliche Straße“, befand Edeltraut Höfer, Leiterin des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes, vorher war sei sie doch „sehr dürftig“ gewesen. So dürftig und verschlissen, dass sie in dem nun erneuerten Bereich zuletzt für den Schwerlastverkehr gesperrt werden und der Straßenbahnverkehr faktisch auf Schritttempo heruntergedimmt werden musste.
Die nun „wunderschöne Straße“ lobte auch Dr. Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Kommunalen Wasserwerke Leipzig KWL. Zeigen kann der die Bauleistungen seiner Mannen nun nicht mehr. „Wir liegen nun unter der Erde, und das ist auch gut so“, wies er auf das komplett erneuerte Leitungssystem in dem Bereich hin.
Auch an die Fahrradfahrer hat man beim Straßenumbau gedacht.
Foto: Gernot Borriss
Doch was macht die umgestaltete Lützner Straße nun so „wunderschön“? Dabei geht es um mehr als die Ästhetik eines schwarzen, schadfreien Asphaltbandes. Zum einen gilt der Streckenabschnitt zwischen Odermann- und Henriettenstraße aus Straßenbahnsicht nun als Stadtbahntrasse. Auch wenn Straßenbahn- und Autoverkehr aus Platzgründen größtenteils gemeinsam geführt werden müssen. Hinzu kommen mit den Haltestellen „Henriettenstraße“ und „Lützner/Merseburger Straße“ zwei modernisierte und barrierefreie Haltepunkte. Sie bringen Komfort und erhöhen die Verkehrssicherheit für aussteigende und einsteigende Bahnfahrer.
Zudem wurden beidseitig Radfahrstreifen angelegt. Ergänzt wird der erneuerte Stadtraum durch Parkplätze, Baumpflanzungen und sanierte Gehwege. Fußgänger können nun auch an der Kreuzung Lützner Straße/ Odermannstraße mit Hilfe einer Lichtsignalanlage die Fahrbahn überqueren.
Teil der 40 Millionen Euro schweren Gesamtbaumaßnahme ist der Neubau der Luisenbrücke, der Anfang Oktober 2012 freigegeben wurde. Hierbei führte der zwischenzeitlich begonnene Durchstich des Karl-Heine-Kanals schon den Zeichenstift der Brückenplaner.
Nun fehlt zum krönenden Abschluss des Gesamtbauwerks noch der Abschnitt zwischen Henriettenstraße und Plautstraße. Hier sollen die Arbeiten zur Jahresmitte 2013 starten und bis zum Jahresende 2014 beendet sein.
Am Schluss noch etwas für Nachtschwärmer: Am Wochenende bedienen die Nachtbusse N2 und N3 noch die vertrauten Umleitungsstrecken. „In der Nacht vom 19. zum 20. November werden die Nachtbusse erstmals wieder in ihrer normalen Linienführung fahren“, teilen die LVB dazu mit.
Die Hochwasservorsorge sollte sich in Deutschland künftig an vier Eckpunkten orientieren, stellen Forscher des Umweltforschungszentrum fest, nachdem sie die Juni-Flut 2013 und ihre teuren Folgen untersucht haben: Technischer Hochwasserschutz für größere Siedlungen wird genauso benötigt wie mehr Raum für die Flüsse durch Rückdeichungen und Einbeziehung der Landwirtschaft. mehr…
In den letzten Tagen waren die Städte und Gemeinden des Landkreises mit Hochdruck dabei, die Schäden in ihrem Gebiet die durch die Hochwasser entstanden sind, zu erfassen. Insgesamt meldete der Landkreis Leipzig eine Schadenssumme von 232,046 Millionen Euro an den Freistaat. Entlang der Mulde sind die Schäden am Höchsten. mehr…
Am Montag, 17. Juni, legte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eine neue Studie vor: "Nichtwähler in Deutschland". 86 Seiten über ein Thema, das nicht nur Politiker seit Jahren beunruhigt: Die Wahlbeteiligung sinkt - bei allen Wahlen, ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene. Und das deutlich stärker als in anderen europäischen Ländern. Das muss Gründe haben. Die FES hat deshalb das Forschungsinstitut forsa beauftragt, einmal nachzufragen. mehr…
Stadträtin Katharina Krefft und Stephan Stach, Stadtbezirksbeirat im Leipziger Osten laden alle Interessierten ein, gemeinsam Ideen für ein neues Gymnasium im Leipziger Osten zu sammeln. Das Treffen findet am Sonntag, 23. Juni, um 15:00 Uhr im Stadtteilpark Rabet (in Spielplatznähe) statt. Die Veranstalter laden zu Kaffee und Kuchen ein. mehr…
In der Ratsversammlung am Mittwoch, 19. Juni, steht die alljährliche Vorlage zur Planung der Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung 2013/2014 zu Abstimmung. Im kommenden Jahr will die Verwaltung 55 Ausbildungsplätze anbieten. Teil der Vorlage ist auch die Auswertung des Bewerbungsganges für das Ausbildungsjahr 2012/13. Doch vollmundigen Versprechungen der Vergangenheit folgen wieder keine Taten. mehr…
10 Jahre sind vergangen seit die Amazonen das letzte Mal in die Schlacht gegen die Männer zogen. Damals brachte die Niederlage nicht nur Penthesilea und Achilles und Hippolyte und Herakles zusammen, es wurde auch ein Männertoleranzedikt für den Frauenstaat erlassen. Mit den griechischen Helden kamen jedoch auch die griechischen Verhältnisse in den Haushalt. mehr…
Das Sportcenter in Markranstädt ist ab Montag, 17. Juli, wieder für den Schul- und Vereinssport geöffnet, teilt die Stadtverwaltung Markranstädt mit. Aufgrund der winterlichen Wetterlage drang ab Januar 2013 verstärkt Wasser hauptsächlich über die undichten Lichtbänder im Dach des Gebäudes ein, so dass das Sportcenter geschlossen werden musste. mehr…
Nach Strom und Telekommunikation sollen nun auch Wasser und Abwasser den Regeln des europäischen Binnenmarktes folgen. So will es die EU-Kommission. Aber Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern elementares Menschenrecht und Kernelement öffentlicher Daseinsvorsorge. Wären die Leipziger Wasserwerke betroffen, wenn sich an der Richtlinie nichts wesentliches mehr ändert? Müsste die Wasserversorgung dann europaweit ausgeschrieben werden? Wie hat sich die Stadt Leipzig positioniert? mehr…
Familien erwartet am Wochenende ein buntes Workshop-Programm bei SK-SPORT in der Oststraße 20 in Reudnitz. Los geht's am Samstag, 22. Juni, morgens mit dem nächsten Zirkus-Workshop für Einsteiger. Von 10:00 bis 12:00 Uhr können sich Interessierte mit der erleb-bar in verschiedenen Zirkusdisziplinen ausprobieren: Jonglieren, Einrad, Yo-Yo, Diabolo, Cigar Boxes und mehr. mehr…
Am 22. Juni, 11 Uhr feiert mit „Onkel Richards phantastische Welten“ ein musikalisches Best-of Richard Wagner für Kinder ab zehn Jahre Premiere. Regisseurin Marion Firlus hat wie schon 2008 und 2011 im Rahmen des Bachfests Leipzig eine musikalische Biografie zur Grundlage ihrer Stückentwicklung gemacht. Onkel Richard ist Komponist und schreibt Musik zu Geschichten, die er sich selbst ausgedacht hat. Und da er der Meinung ist, dass solche Geschichten gar nicht lang genug sein können, braucht man drei Tage, um sich sein längstes Werk anzuhören. mehr…
Wenn plötzlich der Computer streikt, die Internetverbindung nicht zustande kommt oder der Drucker sich nicht anschließen lässt, kann nun geholfen werden. Ein kurzer Anruf bei Student@Home genügt und engagierte Informatik-Studenten aus Leipzig kommen ins Haus, um den Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. mehr…
Passend zum Sommeranfang findet am 21. Juni die Fête de la musique, das Fest der Musik in Leipzig und in 520 weiteren Städten in 160 Ländern statt. Das Deutsch-Französische Bildungszentrum eröffnet im Jahr des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-französischen Freundschaft das diesjährige Musikfest. mehr…
Nach den Veranstaltungen im letzten Jahr auf dem Stöckelplatz im Leipziger Osten und dem Lindenauer Markt im Leipziger Westen wird die Veranstaltungsreihe „Leipzig und seine Hunde“ in diesem Jahr im Kolonnadenviertel weitergeführt. Am Mittwoch, 26. Juni, stehen Jörg Zimmermann (Leiter des Stadtordnungsdienstes im Ordnungsamt), Michael Sperlich (Geschäftsführer des Tierheims Leipzig) sowie Vertreter des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes und des VDH Landesverband Sachsen e. V. von 14 bis 16 Uhr auf dem Dorotheenplatz als Gesprächspartner zur Verfügung. mehr…
Die Wilhelm-Külz-Stiftung und die Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke, Leipzig, laden am Mittwoch, den 19. Juni, um 18:00 Uhr, in die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Dittrichring 24, zu einem Vortrag, unter dem Titel „Der 17. Juni 1953 in Sachsen“ mit der Historikerin Dr. Heidi Roth, ein. mehr…
Im Dokumentarfilm „Schlimmer als Knast. Die Jugendwerkhöfe der DDR“ von Katarina Schickling kommen Jugendliche zu Wort, die mehrere Monate im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau verbringen mussten. Der Film wird am 19. Juni um 19:00 Uhr in der Kinobar Prager Frühling (Haus der Demokratie Leipzig), Bernhard-Göring-Straße 152, gezeigt. mehr…
- Schaltung: eine Woche vorher, 3 Tage nachher
- Termine Stadtrat 2013 am 23.01., 20.02., 20.03., 17.04., 15.05., 19.06., 10.07., 18.09., 16.10., 21.11., 11.12.
- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten