Dienstberatung beschließt: Jugendkulturzentrum KAOS wird endlich saniert
Redaktion
06.12.2012
Der nächtliche Ullrichsee am KAOS-Haus.
Foto: KAOS
Das städtische Gebäude des Jugendkulturzentrums KAOS in der Wasserstraße 18 in Leipzig-Lindenau soll umfassend saniert werden. Für den dafür notwendigen Bau- und Finanzierungsbeschluss sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in der jüngsten Dienstberatung auf Vorschlag der Bürgermeister Martin zur Nedden und Thomas Fabian aus. Das Gebäude ist ein wichtiger Standort der Jugendkulturarbeit für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 27 Jahren.
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Und darüber hinaus ein Ort generationsübergreifender Begegnung für Erwachsene, Familien und Senioren.
Nutzer der städtischen Immobilie sind die Kindervereinigung Leipzig e.V. JKZ KAOS und der Schiffsmodellclub Leipzig e.V. Derzeit werden wöchentlich mit 270 Kindern und Jugendlichen Kurse in den Bereichen Medien, bildende, angewandte und darstellende Kunst durchgeführt.
„Mit der Sanierung des Jugendkulturzentrums KAOS können gleich drei Ziele gemeinsam verwirklicht werden, der Erhalt eines denkmalgeschützten Gebäudeensemble, die Realisierung aktueller technischer und brandschutztechnischer Standards und die weitere positive Entwicklung des Stadtteils Lindenau, zu der die soziokulturellen Angebote einen wesentlichen Beitrag leisten“, so Martin zur Nedden, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau.
„Dieser schöne Standort bietet wunderbare Bedingungen für ein Jugendkulturzentrum, in dem Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen“, so Bürgermeister Thomas Fabian. „Ich freue mich sehr, dass das traditionsreiche Gebäude des KAOS jetzt baulich erneuert werden kann – eine sehr gute Investition für Kinder, Jugendliche und Familien.“
Bei dem Jugendkulturzentrum handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble. Es wurde in einzelnen Bauabschnitten Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und in den 1920er Jahren stark umgebaut. Seit 35 Jahren wird der Standort für Freizeit- und Jugendkulturarbeit genutzt.
Das Gebäude soll im Rahmen der Sanierung trockengelegt werden. Die Arbeiten zur Fenstererneuerung, Dacheindeckung und Fassadensanierung werden unter Beachtung des Denkmalschutzes durchgeführt. Der technische Standard wird mit einer kompletten Erneuerung der haustechnischen Bereiche, wie der Heizungs-, Elektro- und Sanitärinstallation, grundlegend verbessert. Die Sanierung umfasst umfangreiche brandschutztechnische Maßnahmen. Im Rahmen der Sanierung wird das Erdgeschoss weitgehend barrierefrei gestaltet. Der nicht sanierungsfähige Ostflügel und die Schornsteinanlage werden abgebrochen.
Das Gebäude soll in drei Jahresscheiben (2013 – 2015) saniert werden und zum Teil auch in dieser Zeit geöffnet bleiben (2013 und 2014). Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro und werden aus Eigenmitteln der Stadt Leipzig finanziert.
Die Verwaltungsvorlage soll voraussichtlich im Februar 2013 im Verwaltungsausschuss beschlossen werden.
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