Das StEKo ward geboren: Leipziger Osten bekommt ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept
Redaktion
09.01.2013
Neu gestaltete Fläche an der Eisenbahnstraße.
Foto: Ralf Julke
Für die Stadt Leipzig gibt es seit 2009 eins - ein "Integriertes Stadtentwicklungskonzept", in liebevollem Amtsdeutsch abgekürzt: SEKo. Jetzt hat die Dienstberatung des OBM beschlossen, dass auch der Leipziger Osten eines bekommt, ein eigenes, ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept, abgekürzt logischerweise: StEKo.
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Es ist - man denkt ja nun ämterübergreifend - eine integrierte Handlungsstrategie mit Leitbildern, Zielen sowie daraus abgeleiteten Handlungsprioritäten und Umsetzungskonzepten. Oberbürgermeister Burkhard Jung will das Konzept auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden im Februar der Ratsversammlung vorlegen.
Das aufgrund eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses ämterübergreifend im engen Zusammenwirken unter anderem mit Vereinen, Eigentümern und Gewerbetreibenden sowie der Bürgerschaft erarbeitete Konzept konkretisiert das gesamtstädtische Integrierte Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2020 (SEKo), in dem die Wohnquartiere östlich der Innenstadt – neben dem Leipziger Westen und Grünau – als Schwerpunktgebiete der Stadtentwicklung definiert sind. Dabei baut es auf den Kernaussagen der im April 2011 veranstalteten Strategiewerkstatt Leipziger Osten auf.
Sinn des Ganzen im Behördendeutsch: "Kernstück des Konzeptes ist die integrierte Handlungsstrategie, die fachübergreifende Leitbilder und Ziele definiert und die Impulsmaßnahmen aufführt, die neben der Fortführung und Qualifizierung bewährter Ansätze zur Erreichung dieser Ziele nötig sind."
Ziele sind unter anderem die schwerpunktmäßige Förderung von Unternehmensansiedlungen, die Entwicklung der lokalen Bildungslandschaft sowie kultureller und sozialer Vielfalt als Standortqualität, die Verbesserung der städtebaulichen Anbindung an die Innenstadt und den Landschaftsraum östlich der Quartiere sowie ein zukunftsfähiges Wohnungsmarktprofil. Bis jetzt wurde das alles im "Konzeptionellen Stadtteilplan Leipziger Osten" (KSP LeO) gesammelt. Aber zumindest so eine Ahnung weht durch den Raum, dass eine Beschränkung auf die alten Fördergebietsgrenzen so nicht weiter funktioniert. Städte sind dynamische Gebilde. Sie leben - achja - von Vernetzungen. Einige Diskussionen der letzten Monate haben gezeigt, dass genau diese Vernetzungen unabdingbar sind, wenn es im (begrenzten) Fördergebiet weitergehen soll mit der Entwicklung.
Neu gestaltete Fläche an der Eisenbahnstraße.
Foto: Ralf Julke
Als Impulsmaßnahmen zur Förderung von Unternehmensansiedlungen nennt das Konzept die Aufwertung der Gewerbestandorte an der Bahnschneise, die Weiterentwicklung gewerblicher, künstlerischer und kreativwirtschaftlicher Ansätze im Bereich Hedwig- und Eisenbahnstraße sowie die Etablierung eines Gründerzentrums Kreativwirtschaft.
Zur Entwicklung der Bildungslandschaft schlägt das Konzept den Aufbau eines Bildungsnetzwerks vor, ebenso die Einrichtung einer so genannten Quartiersschule mit Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten, und benennt als Ziel die mittelfristige Errichtung eines Gymnasiums sowie die Reaktivierung leer stehender Schulgebäude.
Die kulturelle und soziale Vielfalt soll gestärkt werden, indem der Neustädter Markt zu einem Kultur- und Kreativraum entwickelt wird sowie der Kultur- und Freizeitraum Rabet und bestehende Nachbarschaftsnetzwerke ausgebaut werden. Das Streetwork-Projekt „Von der Straße ins Leben“, das bereits im Leipziger Westen erfolgreich agiert, soll auf den Leipziger Osten ausgedehnt werden.
Und unübersehbar leidet der Osten unter fehlenden oder unattraktiven Verbindungen insbesondere in die Innenstadt.
Um die städtebauliche Anbindung zu verbessern, empfiehlt das Konzept deshalb unter anderem die Schaffung einer attraktiven und sicheren direkten Rad- und Fußwegverbindung von der Innenstadt zum Stadtteilpark Rabet und die schrittweise Anlage des Grün- und Wegesystems „Parkbogens Ost“ unter anderem auf nicht mehr genutzten Eisenbahntrassen.
Zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Wohnungsmarktprofils wird unter anderem vorgeschlagen, in Volkmarsdorf-Nord mit seiner durchgängigen Gründerzeitbebauung bei gleichzeitig vergleichsweise hohem Wohnungsleerstand ein innovatives Modell zur Vermarktung von Immobilien zu erproben. Ferner geht es um zielgruppenspezifische Beratungsangebote zu Energiefragen und um die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für den Leipziger Osten und ausgewählte Quartiere.
Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept sei nicht statisch gedacht, betont die Verwaltungsspitze. Es soll regelmäßig überprüft und an sich ändernde Bedingungen angepasst werden, im engen Kontakt mit der Bürgerschaft und mit Hilfe externer Experten.
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Auszüge aus Liedsammlungen des Bach-Umkreises erklingen am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, um 15 Uhr im barocken Sommersaal des Bach-Museums Leipzig im Rahmen eines moderierten Konzerts. In der Interpretation von Studenten der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig werden ausgewählte Lieder von Thomaskantor Johann Friedrich Doles (1715-1797) und Johann Ernst Bach (1722-1777) voraussichtlich erstmals wieder seit der Mitte des 18. Jahrhunderts aufgeführt. mehr…
Pfingsten gilt als der Geburtstag der Kirche. Für die sächsische evangelische Landeskirche bedeutsam ist zugleich das Pfingstfest 1539. Gottesdienste nach evangelischer Lehre in Anwesenheit Martin Luthers symbolisieren die Einführung der Reformation in Leipzig. Für Superintendent Martin Henker „mehr als ein städtisches, nur lokales Ereignis“. mehr…
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Es hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann hat man sich auch durch die 400 Seiten "Touristische Potenzialanalyse und Betrachtung der Grobvarianten der Trassen des Projektes Anbindung des Elster-Saale-Kanals an die Saale für das Gebiet der sächsischen und sachsen-anhaltinischen Kommunen und Landkreise" gewühlt - 2011 erstellt und 2013 Grundlage jener Leipziger Ratsvorlage, die eine Zustimmung des Stadtrates für den 106 Millionen Euro teuren Ausbau des Kanals abholen will. mehr…
"Tatatata!" macht das Sächsische Kultusministerium am gestrigen Freitag, 17. Mai. Zum kommenden Schuljahr 2013/2014 wolle man 510 Neueinstellungen von Lehrkräften an den allgemein- und berufsbildenden Schulen vornehmen, verkündete es. Darüber hinaus sollen im Umfang von 83 Stellen bis zum Ende des laufenden Schuljahres befristete Arbeitsverhältnisse zum neuen Schuljahr entfristet werden. mehr…
Dem SC DHfK fehlt nur noch ein Punkt zum Klassenerhalt. Nach einem 29:26 (13:12)-Heimsieg der 2.Liga-Handballer gegen Eintracht Hildesheim scheint das Minimal-Saisonziel greifbar nah. Im zweiten und letzten Heimspiel von Michael Biegler trumpften vor allem Gabor Pulay, Matthias Gerlich und die 1.699 Zuschauer groß auf. Der Funke solle überspringen, forderte Aufsichtsrat und Co-Trainer Stefan Kretzschmar im Vorfeld der Heim-Partie gegen Hildesheim vom Publikum. mehr…
Viel zu trinken soll ja gesund sein und den Körper von innen schön feucht halten, so wird’s gesagt. Aber immer nur stilles Wasser oder ungesüßten Tee hinter zu gluckern ist irgendwann einfach öde und man verzehrt sich nach etwas frischem, spritzigem, mit feinem Geschmack. Natürlich könnte man sich in Momenten wie diesen ganz einfach eine Saftschorle mixen oder eine Cola einverleiben. Könnte man, theoretisch. mehr…
Pöbeleien und schwerste Beleidigungen über soziale Netzwerke nehmen immer mehr zu. Nach einer aktuellen Untersuchung des Bündnisses gegen Cyber-Mobbing war bundesweit bereits fast jeder fünfte Schüler und Jugendliche Opfer einer solchen Attacke. "Auch in Leipzig nimmt das Problem immer mehr zu", berichtet Villa-Geschäftsführer Oliver Reiner. mehr…
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Das deutsch-türkische Verhältnis ist leidlich verworren. Die etwa 1,6 Millionen Türken in Deutschland stellen nicht nur die größte Minderheit, sie sind auch Teil einer deutschen Gesellschaft, die sich allzu oft darüber definiert, eben diesen Teil zu diskriminieren. Zu den Rufen nach einer Leitkultur gesellen sich mediale Debatten über den EU-Beitritt der Türkei, die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland, Kopftücher und Religionsfreiheit, die Integrationsproblematik und ihr Scheitern, Moscheenbau, Döner Kebab, Parallelgesellschaft. mehr…
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- Termine Stadtrat 2013 am 23.01., 20.02., 20.03., 17.04., 15.05., 19.06., 10.07., 18.09., 16.10., 21.11., 11.12.
- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten