PCs für Schulen in Tansania: Am 17. Juli gehen 160 Computer aus Leipzig auf die Reise
Redaktion
08.07.2008
Foto: tbz
Im Technologie- und Berufsbildungszentrum Leipzig (tbz) bereiten seit August 2007 zehn Leipziger Jugendliche in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gespendete PCs auf. Quasi als Technologiehilfe für Afrika. In Zusammenarbeit mit dem Hilfsprojekt Linux4Afrika aus Freiburg und Leipzig werden damit in Tansania Schulen ausgerüstet.
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Am 17. Juli 2008 startet ein Container mit etwa 160 kompletten PCs vom Gelände des tbz Leipzg. Vor ein paar Monaten erging dafür ein Aufruf an Privatpersonen, Betriebe und Einrichtungen um PC-Spenden für afrikanische Schulkinder. Seit August 2007 bereiten 10 Jugendliche in der von der Arbeitsgemeinschaft Leipzig und dem Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig unterstützten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme "Aufarbeitung gebrauchter PC" am tbz Leipzig gGmbH als Träger der Maßnahme Personalcomputer auf ihren Einsatz in Tansania vor. Jetzt trägt diese Arbeit Früchte: Am 17. Juli um 10:00 Uhr beladen Teilnehmer einer Trainingsmaßnahme für Lager und Logistik einen Container mit rund 160 kompletten PCs für Tansania am tbz in der Friederikenstraße.
Foto: tbz
Die Transportkosten von etwa 2.500 Euro werden durch Spendengelder beglichen. In Zusammenarbeit mit Linux4Afrika und dem Verein FreiOSS.net e.V. aus Freiburg werden die PCs an Schulen mit insgesamt über 150 Arbeitsplätzen in der sehr ländlich geprägten Region Rukwa in Tansania Verwendung finden. Gerade dort ist für die meisten Kinder PC-Technik unerreichbar. Das vom Premierminister von Tansania unterstützte und von der UNESCO als offizielles Dekade-Projekt 2008/2009 ausgezeichnete Projekt Linux4Afrika leistet somit wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe durch nachhaltige Bildung.
Viele der bei uns als nicht mehr ausreichend empfundenen Systeme können noch sehr gut weiter genutzt werden. Dank eines speziell ausgeklügelten Netzwerkkonzeptes auf Linuxbasis brauchen auch ältere Rechner (ab Pentium II) noch nicht die Umwelt als Sondermüll belasten, sondern können sinnvoll weiter genutzt werden.
Möglich macht es das alternative Betriebssystem Linux, das von vielen verschiedenen Einzelpersonen und Firmen auf der ganzen Welt entwickelt wird. Im Gegensatz zu kommerziellen Systemen ist der Quellcode von Linux frei verfügbar, so dass spezielle Anpassungen und Features leicht vorgenommen werden können.
Der Vorteil für die Arbeit von Linux4Afrika ist die kostenlose Verfügbarkeit und die professionelle Flexibilität der Software. Durch clevere Ausnutzung der vorhandenen Hardware durch spezielle Netzwerktechniken und geringere Systemanforderungen können bereits PCs ab Pentium II, 233 MHz und 128 MB RAM sinnvoll eingesetzt werden. Lizenzkosten fallen auch bei Updates der installierten Systeme nicht an.
Weitere Geldspenden für spätere Container und notwendige Serverhardware sind nach wie vor willkommen.
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