Du kannst nicht vorbei! Ein Leipziger Oberbürgermeister und ein Friedenspfarrer sagen Danke
Michael Freitag
18.10.2009
Christian Führer und Burkhard Jung (beide Mitte) am 01. Mai 2005 auf einer Demonstration gegen Rechts
Foto: Ralf Julke
Während so manche Postille im Land bereits wieder eine DPA-Meldung verbreitet, die Randale der rechtsnationalen Demonstranten am gestrigen Tage wären durch Autonome provoziert worden, gibt es auch schlichtere Arten, den Leipziger Widerstand gegen Nazimärsche zu kommentieren. Zum Beispiel mit einem einfachen Dankeschön an die Leipziger, heute von Burkhard Jung und Christian Führer.
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Es muss gerade einem Mann wie Christian Führer, dessen Name und Wirkungsstätte Nikolaikirche mit dem friedlichen Aufstand vor 20 Jahren untrennbar verbunden sind, ein Grausen sein, wenn die Gewalt vor der Tür steht. Geänderte Vorzeichen zwar zum Wendeherbst, aber in der Sache bleiben sie eben das Gleiche. Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn Ex-Nikolaikirchpfarrer Christian Führer in einer heutigen Pressemitteilung folgendes über den Widerstand der Leipziger Bürger am gestrigen Tage zu Protokoll gibt:
„Am Sonnabend sind die Neonazis nicht einen Schritt auf Leipzigs Straßen vorgedrungen. Ich möchte dafür den Dank aussprechen allen so Engagierten vom ,Bündnis 17. Oktober’, den friedlichen und entschiedenen Bürgerinnen und Bürgern auf der Straße und der erfolgreichen Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei. Besonderer Dank gebührt dem Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski, der mitten im Geschehen vor Ort war und durch seine Umsichtigkeit sowohl Polizistinnen und Polizisten als auch Demonstrantinnen und Demonstranten einen Tag gelungener Demokratie ermöglichte.“
Mit Kreativität und Spaß statt Gewalt: Widerstand am 17. Oktober in Leipzig
Foto: Daniel Thalheim
Aus dem Rathaus assistiert ihm ein Oberbürgermeister, der mit diesem Lob gemeint ist, da er selbst am gestrigen Tage auf der Straße war und der ebenso deutliche Worte findet: „Die Leipzigerinnen und Leipziger haben mit ihrem friedlichen Protest ein starkes Zeichen gegen Rechts gesetzt.
Sie verhinderten, dass die Neonazis durch unsere Stadt marschieren und ihre politischen Ziele erreichen konnten. So wurde deutlich sichtbar: in Leipzig ist kein Platz für fremdenfeindliche Brunnenvergifter. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen friedlichen Gegendemonstranten bedanken. Mein Dank gilt auch der Leipziger Polizei, die alle Auflagen konsequent durchsetzte und mit der richtigen Strategie die Sicherheit in unserer Stadt gewährleistete."
Es scheint, als sei der alte Leipziger Heldenmythos noch nicht ganz verstorben, das Widerstand durchaus gewaltfrei Wirkung erzielt, auch wenn sich so manches Medium über brennende Barrikaden und Gewalt von links mehr gefreut hätte. Statt schöne Bilder mit lodernden Flammen und altgediente Vorurteile nun also Steine schmeißende Rechtsnationale, friedliche Leipziger mit Sambaklängen auf der anderen Seite und Glückwünsche aus Rathaus und Nikolaikirche.
Unter dem Motto „Von Panitzsch bis Paris“ sind ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch Bilder in Öl von Margitta Pötzsch zu sehen. Zur Vernissage und zum Galerierundgang mit der Leipziger Künstlerin wird am Pfingstsonntag um 17 Uhr herzlich eingeladen. mehr…
Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…
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Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…
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"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…
Der Nachfolger für den umstrittenen Intendanten des Centraltheaters, Sebastian Hartmann soll ein „alter Bekannter“ werden. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat im Einvernehmen mit den städtischen Vertretern der Auswahlkommission sowie dem Betriebsausschuss Kultur und dem Fachausschuss Kultur dem Stadtrat den Schauspieldirektor des Chemnitzer Theaters, Enrico Lübbe, als neuen Intendanten des Schauspiels Leipzig vorgeschlagen. mehr…
Anzeige. Es gibt viele gute Gründe bei der AOK PLUS versichert zu sein. Einer davon: Keine Zusatzbeiträge bei der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Ein weiterer Grund: Mit dem Wahltarif AOK PLUS aktiv können Sie sich zusätzlich bis zu 600 Euro Prämie sichern. Also machen Sie sich die doppelte Freude! mehr…
Biodiversivität ist ein sperriges Wort, dem aber aufgrund weiter um sich greifender Umweltzerstörungen auf unserem Planeten immer mehr Bedeutung zukommt. Die Artenvielfalt auf der Erde ist zunehmend bedroht. 60.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Auch der Leipziger Zoo hat sich die Arterhaltung auf die Fahne geschrieben, gibt 165.000 Euro jährlich für Schutzprojekte aus und hat sich mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversivitätsforschung (iDiv) einen wichtigen Partner an Bord geholt. mehr…
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