Du kannst nicht vorbei! Pressekonferenz zur Nazi-Demo am 17. Oktober - Update 21:00 Uhr
Daniel Thalheim & Michael Freitag
17.10.2009
Polizeipräsident Horst Wawrzynski und Oberbürgermeister Burkhard Jung am heutigen Tag vor Ort
Foto: Daniel Thalheim
Auf einer soeben zu Ende gegangenen Pressekonferenz unter Führung eines schlecht hörenden Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski und im Beisein von Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal sind die ersten Konsequenzen der rechtsnationalen Randale bekannt gegeben worden.
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So sind von allen Demonstrationsteilnehmern die Personalien aufgenommen worden und es wird gegen alle Teilnehmer der Demonstration Anzeige wegen Landfriedensbruchs erstattet.
Auch Demonstrationsanmelder Tommy Naumann sieht sich somit in Kürze mit einer Strafanzeige konfrontiert. Mit Steinen, Holzstangen und PET-Flaschen sind am heutigen Tage Teilnehmer der Demonstration "Recht auf Zukunft" auf die Einsatzkräfte der Polizei losgegangen. Wie viele in welcher Form an den Angriffen auf die Einsatzkräfte beteiligt waren, wird noch ermittelt. Eines steht jedoch schon fest. "Vier Kollegen sind verletzt, einer davon schwer." vermeldete Polizeipräsident Horst Wawrzynski auf der soeben zu Ende gegangenen Pressekonferenz. Er selbst wird sich aufgrund seines Einsatzes am heutigen Tage noch untersuchen lassen müssen. Eine unmittelbar in seiner Nähe explodierende volle PET-Flasche, eventuell aufgefüllt mit Knallgas, hat das Gehör in Mitleidenschaft gezogen. Ob es sich dabei um einen vermuteten Hörsturz handelt, wird die ärztliche Untersuchung zeigen.
Doch die Ausschreitungen seitens der Demonstranten werden wohl weiter reichende Konsequenzen für sie selbst haben. So werden zukünftige Demonstrationsanmeldungen aus rechten Kreisen in Leipzig unter Umständen nun bereits im Vorfeld verboten. Durch die Gefährdung der öffentlichen Ordnung, welche in Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs gegen alle Teilnehmer der Demonstration am heutigen Tage münden wird, haben die rechtsnationalen Kräfte aus den einschlägigen Kreisen in Zukunft schlechte Karten für weitere Aufmarschversuche. Auch mit anschließenden Straßenschlachten mit der Polizei könnte es somit ein für alle mal vorbei sein.
So ist aus einem "Recht auf Zukunft" am heutigen Tag zumindest eine vorhersehbare Zukunft in der Rechtssprechung für die Randalierer aus der Eisenbahnstraße geworden.
Den ausführlichen Bericht von der Pressekonferenz und zu den Vorgängen bis zur Eskalation in der Darstellung der Leipziger Polizei sowie die Auswirkungen auf die rechtsnationale Szenerie finden Sie Montagabend in der Leipziger Internet Zeitung.
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