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Stadtbad Leipzig: Neue Website ist online, Charity-Auktion mit Stars, Warten auf den März

Ralf Julke
Website der Förderstiftung Leipziger Stadtbad.
Website der Förderstiftung Leipziger Stadtbad.
Screenshot: L-IZ
Recht still wurde es in diesem Jahr um das Leipziger Stadtbad. Keine turbulenten Veranstaltungen. Keine dampfenden Feuertonnen am Abend. Erst am heutigen 1. Dezember geht die Förderstiftung Leipziger Stadtbad wieder mit einer großen Werbeaktion an die Öffentlichkeit. Der Grund ist simpel: die Bauarbeiten haben das Stadtbad über ein Jahr lang blockiert.

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Zusätzlich blockiert. "Eigentlich sollte alles Ende 2010 fertig sein", sagt Thomas Fieberg, der für den Förderverein die Bauarbeiten im einst modernsten Stadtbad Europas begleitet. Dabei war man ja froh, dass es das 1916 eröffnete Gebäude ins Konjunkturpaket II geschafft hatte. Mit rund 2 Millionen Euro konnte das komplette Dach saniert und auch noch energetisch gedämmt werden. Auch die Decken der beiden Schwimmhallen wurden erneuert. Hier liegt einer der Gründe für die lange Verzögerung, denn in der einstigen Männerschwimmhalle ergaben sich auf einmal statische Probleme.

"Die sind behoben", sagt Thomas Fieberg. "Jetzt ist der Maler drin." Der auch wieder warten musste, denn in den letzten Wochen war es zu kalt. Eine Heizungsanlage musste installiert werden. 13 Grad braucht der Maler, damit die Farbe hält. Fieberg: "Wir haben auch zwei neue Fluchtwege geschaffen, die alten Duschen wurden zum Sanitärbereich umgebaut."

Bis Ende Dezember will der Maler nun fertig sein. Dann kann auch das Gerüst abgebaut werden und die Fußbodenleger können endlich in die Halle. Eine Stromanlage soll noch installiert werden, denn im März will die Förderstiftung wieder einladen. Nicht nur ins Stadtbad selbst, sondern auch in die einstige Männerschwimmhalle, die dann als großer Veranstaltungsraum genutzt werden kann.

Natürlich, um weitere Gelder einzuspielen, um die Sanierung des Stadtbades weiter voranzutreiben. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2016 soll das Stadtbad wieder eröffnet werden. Als Stadtbad - wenn auch nicht mit der ursprünglichen Nutzung von 1916. Ein entsprechendes Nutzungskonzept hat die Stadt Leipzig, der das Stadtbad gehört, in Auftrag gegeben.

Von i-fabrik neu gestaltet: Website der Förderstiftung Leipziger Stadtbad.
Von i-fabrik neu gestaltet: Website der Förderstiftung Leipziger Stadtbad.
Screenshot: L-IZ

Dirk Thärichen, Vorsitzender der Förderstiftung, ist zuversichtlich, dass das klappt. Denn so nebenbei feiert die Förderstiftung selbst Geburtstag. Im Dezember 2006 wurde sie aus der Taufe gehoben. "Und wer sich an die Zeit noch erinnert", so Thärichen, "der weiß, dass damals von Abriss und Plattmachen die Rede war. Davon spricht heute niemand mehr."

Auch die einstige Damenschwimmhalle im Südflügel des Stadtbades soll ab März wieder besichtigt werden können. Die alte, von Chlor zerfressene Betondecke wurde entfernt und durch eine neue Trockenbaukonstruktion ersetzt. "Wer das nicht weiß, sieht gar nicht, dass das eine völlig neue Decke ist", sagt Fieberg. Das Damenbad spielt auch in der künftigen Nutzung wieder eine Rolle als Wellnessbereich.

Wer nicht bis zum März warten mag, der darf ab heute einen Blick in das alte Denkmal werfen. Denn die Förderstiftung hat ihre Website aufgefrischt. Gespräche dazu gab es schon seit anderthalb Jahren mit dem Leipziger Internetdienstleister i-fabrik.

"Machen wir nicht", sagte Götz Schlegel, Geschäftsführer der i-fabrik GmbH, damals. "Wir unterstützen eigentlich nur Projekte für Kinder und Jugendliche." Aber dann fiel ihm doch noch ein, dass er dereinst im Stadtbad Schwimmen gelernt hat - als Kind. So weit weg war das also nicht. Schlegel: "Wir sind dann mit der ganzen Belegschaft mal ins Stadtbad gegangen. Und dann haben wir uns alle dafür entschieden, es doch zu machen."

Götz SChlegel (i-fabrik), René Kindermann: "Der Vergleich zur Frauenkirche in Dresden liegt auf der Hand."
Götz SChlegel (i-fabrik), René Kindermann: "Der Vergleich zur Frauenkirche in Dresden liegt auf der Hand."
Foto: Ralf Julke
Mit dem 1. Dezember ist die neue Homepage der Förderstiftung Leipziger Stadtbad online gegangen. Mit deutlich größeren Fotos aus dem Gebäude (Schlegel: "Das waren ja vorher lauter Piepseldinger."), mit Video-Clips, einem virtuellen Rundgang ("Damit die Leute auch mal sehen, was sie da erwartet.") und einem ausgebauten Shop, wo man zum Beispiel die stilvollen Kacheln aus dem Stadtbad als Erinnerungsstück erwerben kann.

Was dann René Kindermann gleich mal an die Benefiz-Aktionen für die Dresdner Frauenkirche erinnerte. "Ist zwar eine ganz andere Dimension, aber irgendwie doch ganz ähnlich."

Der MDR-Moderator ist schon auf diversen Benefizaktionen für das Stadtbad aufgetreten. Jetzt lässt er sich verlosen.

Er ist einer der Prominenten, die sich an der Weihnachts-Charity-Auktion der Förderstiftung beteiligen. Zehn Auktions-Päckchen haben Förderstiftung und i-Fabrik geschnürt. Die Stars und Sternchen laden die Auktions-Teilnehmer zu diversen Begegnungen ein. Hübsche Begegnungen - wie die mit Andrea Kathrin Loewig, in der ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft" als Dr. Kathrin Globisch zu erleben. Sie bietet ein gemeinsames Abendessen an - gute Gelegenheit natürlich für Freude der Fernseh-Serie, mal über die ganze Arbeit hinter den Kulissen zu plaudern.

Selbst René Kindermann kann sich so ein Abendessen mit der Kollegin gut vorstellen. Er selbst bietet als Auktionspäckchen eine exklusive Führung übers MDR-Gelände und durch die Media City an. Während MDR-Moderator Peter Escher ein kleines Fitness-Programm offeriert und die beiden Handballerinnen Natalie Augsburg und Katja Schülke vom HC Leipzig eine exklusive Spiel-Analyse eines HCL-Spiels - Karten fürs Bundesligaspiel inklusive. Mit Roman Knoblauch kann man bei Radio Leipzig hinter die Kulissen gucken, mit Böttcher & Fischer bei Radio R.SA. Mit dem Kanuten Jan Bentzien geht's zum Wildwasser-Rafting, mit Sternekoch Peter Maria Schnurr ins Gourmet-Restaurant "Falco" und mit dem Herzchirurgen Friedrich-Wilhelm Mohr mal in die modernen Bereiche des Herzzentrums Leipzig. Und mit Leipzigs jungem Top-Fotografen Corwin von Kuhwede gibt's ein einmaliges Foto-Shooting zu gewinnen.

Ein wenig ranhalten muss man sich da und dort, denn ein Teil der Auktionsangebote steht nur bis zum 11. Dezember, andere laufen bis zum 22. Dezember. "Wenn Weihnachten ist, wissen alle, wer gewonnen hat", sagt Jörg Müller, Vorstandsmitglied der Förderstiftung. "Aber ich denke, wir haben Charity-Angebote, die sonst nicht jeder hat. Und es sind vor allem alles Leipziger, die sich unentgeltlich für die Aktion zur Verfügung stellen."

Alles, was man sonst noch so wissen kann zur Charity-Auktion und zur neuen Website, findet man unter: www.herz-leipzig.de


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