Elf Jahre Lindenauer Stadtteilverein: Lust machen auf Einmischen
Gernot Borriss
21.01.2012
Lindenauer Markt.
Foto: Gernot Borriss
„In Lindenau wohnt man nicht, hier lebt man“, sagt Christina Weiß vom Lindenauer Stadtteilverein. Die stets rührige Truppe feierte am Dienstag ihren elften Geburtstag. Künftig sollen die Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen, die trotz auslaufender öffentlicher Förderungen Spielraum im Stadtumbau ermöglichen, so Weiß im L-IZ-Interview.
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Frau Weiß, elf Jahre Lindenauer Stadtteilverein. Warum ist das ein Grund zum Feiern?
Weil wir sooooo viel zu tun hatten und haben, dass wir den 10. Geburtstag glatt vergessen hatten. Und der 11. passt natürlich auch viel besser zu uns.
Wie beschreiben Sie den Anspruch ihres Vereins?
Wir wollen Anlaufstelle sein für Handlungsfähige und Handlungswillige sowie historisch Interessierte im Stadtteil. Wir wollen Lust machen auf Einmischen und immer wieder zeigen, dass Beteiligung und Einmischung nicht delegiert werden kann.
Was werten Sie als die größten Erfolge des Vereins?
Da wäre zum einen die Etablierung der ämterübergreifend besetzten Workshops als wirkungs- und qualitätvollstes Instrument für nachhaltige Stadtteilentwicklung und Beteiligung. Das gestaltete und gestaltet sich in einem beiderseitigen, langfristigen Lernprozess für lokale Akteure und Stadtverwaltung.
Wir freuen uns über den Anschub zur Entwicklung der Roßmarktstraße, über HausHalten e.V. und das Projekt Nachbarschaftsgärten.
Wie würden Sie die Vorteile Lindenaus beschreiben?
Björn Teichmann, Swantje Reimann, Rainer Müller und Christina Weiß vom Lindenauer Stadtteilverein (v.l.n.r.).
Foto: Gernot Borriss
Tja, da reicht leider hier der Platz nicht ganz. Wo ist´s denn sonst so bunt, wo ist so eine breite Auswahl an preiswerten Räumen - drinnen und draußen - zu haben, um sich egal mit welcher Idee mal auf dem "(Erwachsenen)Spielplatz" Stadt auszutoben? In Lindenau wohnt man nicht, hier lebt man!
Welche Vorhaben gehen Sie als nächstes an?
Wir möchten nach intensiven Jahren mit Bautätigkeit, beispielsweise in den Nachbarschaftsgärten und der Lützner Straße 23, anderen Akteuren die Camps überlassen und uns wieder mehr der Heimatkunde und Stadtplanung zuwenden. Dabei soll 2012 ein Ausstellungsprojekt mit unserem Grafiker Carsten Wittig entstehen.
Unser städtebauliches Projekt Georg-Schwarz-Straße möchten wir im Laufe des Jahres so weit auf sichere Beine stellen, dass wir uns hier in den Folgejahren langsam zurückziehen können.
Nein. Denn umso intensiver möchten wir die Palette der Handlungsmöglichkeiten weiter diskutieren und ausprobieren, die uns trotz auslaufender öffentlicher Förderungen einen gewissen Handlungsspielraum im Stadtumbau ermöglichen. Dafür haben wir 2011 eine Belobigung bei der Agenda-Preis-Verleihung erhalten. Leider kein Geld für die Umsetzung, aber das hat uns dann die anstiftung & ertomis zugesagt. Es kann also gut sein, dass wir auch 2012 wieder bei der einen oder anderen Immobilie mitbieten.
In diesem Jahr möchten wir auch noch mit der Interessen- und Standortgemeinschaft Lindenauer Markt die unzumutbare Verkehrssituation rund um den Lindenauer Markt angehen. Für 2013 ist mit der Stiftung Ecken wecken und anderen Vereinen eine weitere Paddeltour nach Hamburg geplant, um für die Kanaldurchstiche zu werben.
Unter dem Motto „Von Panitzsch bis Paris“ sind ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch Bilder in Öl von Margitta Pötzsch zu sehen. Zur Vernissage und zum Galerierundgang mit der Leipziger Künstlerin wird am Pfingstsonntag um 17 Uhr herzlich eingeladen. mehr…
Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…
Von wegen, Strom aus Kohle würde nicht subventioniert und sei deshalb eine preisgünstigere Alternative zu erneuerbaren Energien. Die Kosten werden nur nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, die fließen als Subvention - zum Beispiel bei Kosten für die Sanierung der ostdeutschen Braunkohlereviere. Und die werden - wie die LMBV am Mittwoch mitteilen musste - noch höher, als bisher geplant. mehr…
"Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf Sommer 2013", teilte Staatssekretär Roland Werner gemeinsam mit dem DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Dienstag, 22. Mai, mit. Eine scheinbar beiläufige Meldung im Rahmen eines Großbauprojekts, dessen Planungen und Kosten mittlerweile genauso aus dem Ruder gelaufen sind wie die des Leipziger City-Tunnels. Natürlich hat das Gründe. mehr…
Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…
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"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…
Der Nachfolger für den umstrittenen Intendanten des Centraltheaters, Sebastian Hartmann soll ein „alter Bekannter“ werden. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat im Einvernehmen mit den städtischen Vertretern der Auswahlkommission sowie dem Betriebsausschuss Kultur und dem Fachausschuss Kultur dem Stadtrat den Schauspieldirektor des Chemnitzer Theaters, Enrico Lübbe, als neuen Intendanten des Schauspiels Leipzig vorgeschlagen. mehr…
Anzeige. Es gibt viele gute Gründe bei der AOK PLUS versichert zu sein. Einer davon: Keine Zusatzbeiträge bei der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Ein weiterer Grund: Mit dem Wahltarif AOK PLUS aktiv können Sie sich zusätzlich bis zu 600 Euro Prämie sichern. Also machen Sie sich die doppelte Freude! mehr…
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