Theaterprojekt für Erwerbslose: Verein Circulus Vitae will Leipziger Osten etwas schöner machen
Daniel Thalheim
24.01.2012
Theaterprojekt für Erwerbslose: Vorhang auf für "Circulus Vitae" im Café Knicklicht.
Bild: Circulus Vitae e.V.
"Kreis des Lebens" heißt ein Leipziger Verein ins Deutsche übersetzt: Circulus Vitae e.V.. Ihn gibt es schon seit April 2010. Seine Mitglieder möchten etwas Schwung in den Leipziger Osten bringen. Mit einem Theaterprojekt für Erwerbslose soll ihnen das auch gelingen. Ab März geht's los.
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Arbeitslosigkeit ist ein Problem, das in Leipzig überall als Zahl auftaucht. Nimmt man die Zahlen aus dem Amt für Statistik der Stadt Leipzig, waren 2010 und 2011 insgesamt 5.768 Menschen im Stadtbezirk Ost mit seinen knapp über 70.000 Einwohnern erwerbslos.
Wie kann man das ändern? Bürgerarbeitsstellen und Kommunal-Kombi-Arbeit werden vom Bundesministerium für Arbeit zusehends gestrichen. Hoffnungsträger hierbei waren die Vereine, die mit Hilfe des Jobcenters erwerbslose Menschen vermittelt bekamen. Ein Verein heißt "Circulus Vitae". Er wurde von engagierten Leuten im April 2010 gegründet und will kulturell und sozial etwas im Leipziger Osten bewegen.
Plakatflyer des Theaterprojekts.
Bild: Circulus Vitae e.V.
Projektkoordinatorin ist Maria-Christin Lippold, die der L-IZ sagt: " 'Circulus Vitae' bedeutet soviel wie 'Kreis des Lebens'. Wir sind ein kleiner Kreis von Menschen, der es sich zum Ziel gemacht hat, den Stadtteil mit Leben zu füllen. Durch verschiedene Aktionen möchten wir Menschen Mut machen ihre Vorhaben und Ziele anzupacken und sie motivieren das Stadtbild mitzugestalten. Die Förderung von Integration und Völkerverständigung ist uns dabei sehr wichtig."
"Circulus Vitae" will laut Lippold kulturelle Angebote wie Liederabende, Lesungen und soziale Projekte verwirklichen. "Gleichzeitig wollen wir sowohl Anlaufstelle für neue Ideen sein, als auch Ansprechpartner bei Problemen", so Lippold weiter. Dazu gehört auch ein frisch gegründetes Theaterprojekt. "Es ist das erste, das von uns in dieser Art durchgeführt wird", sagt die Vereinssprecherin zu dem Angebot, das sich speziell an Erwerbslose richten will. Dem Verein geht es vor allem darum, dass die Leute sich beim bald anlaufenden Theaterprojekt selbst besser kennen lernen. Erwerbslose sollen fühlen, was in ihnen steckt. Lippold: "Dass sie Mut und Selbstbewusstsein bekommen." Dafür hat der Verein "Circulus Vitae" extra eine Theaterpädagogin im Boot. Hilde Paustian-Rittinghaus heißt sie.
Die junge Koordinatorin beschreibt, was in der Laientheatergruppe unter Anleitung unternommen werden soll, um Erwerbslose zu aktivieren. "Wir wollen Theater machen - vom Stückschreiben und gestalten über Theaterproben, Stimmtraining und verschiedenen Seminare bis zur Planung und Herstellung von Bühnenbild und Kostümen ist alles dabei." Nach Ablauf eines Jahres soll es verschiedene Aufführungen geben. Lippold: "Erstmal im Stadtteil, aber auch sehr gern darüber hinaus. Und wir hoffen, dass sich daraus dann eine bleibende Gruppe etabliert, die auch neue Leute ins Boot holt. Für jegliche Aktionen steht uns ein altes Fabrikgebäude zur Verfügung, das darauf wartet mit neuem Leben gefüllt zu werden."
Das Theaterprojekt soll vom März 2012 bis März 2013 laufen. Pro Woche kostet es nur 15 Stunden Zeit, aber kein Geld. Treffpunkt ist das Kulturcafé Knicklicht, an der Dresdner Straße 79. Wer neugierig geworden ist, kann einfach ins Kulturcafé kommen und Fragen stellen. Oder man schreibt eine E-Mail an theater@circulusvitae.de.
Kulturcafé Knicklicht mit seinem Kulturprogramm (gerade im Umbau):
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Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…
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"Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf Sommer 2013", teilte Staatssekretär Roland Werner gemeinsam mit dem DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Dienstag, 22. Mai, mit. Eine scheinbar beiläufige Meldung im Rahmen eines Großbauprojekts, dessen Planungen und Kosten mittlerweile genauso aus dem Ruder gelaufen sind wie die des Leipziger City-Tunnels. Natürlich hat das Gründe. mehr…
Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…
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"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…
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Anzeige. Es gibt viele gute Gründe bei der AOK PLUS versichert zu sein. Einer davon: Keine Zusatzbeiträge bei der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Ein weiterer Grund: Mit dem Wahltarif AOK PLUS aktiv können Sie sich zusätzlich bis zu 600 Euro Prämie sichern. Also machen Sie sich die doppelte Freude! mehr…
Biodiversivität ist ein sperriges Wort, dem aber aufgrund weiter um sich greifender Umweltzerstörungen auf unserem Planeten immer mehr Bedeutung zukommt. Die Artenvielfalt auf der Erde ist zunehmend bedroht. 60.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Auch der Leipziger Zoo hat sich die Arterhaltung auf die Fahne geschrieben, gibt 165.000 Euro jährlich für Schutzprojekte aus und hat sich mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversivitätsforschung (iDiv) einen wichtigen Partner an Bord geholt. mehr…
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