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2013: Umweltvereine erhalten nach Stadtratsbeschluss 50.000 Euro mehr

Redaktion
Leipziger Auwald im Spätsommer.
Leipziger Auwald im Spätsommer.
Foto: Ralf Julke
Ein ganzes Bündel von Anträgen schrieb die Grünen-Fraktion im Oktober zum Haushaltsplan der Stadt 2013 - alle zum Thema Umweltpolitik und Umweltbildung. "Seit Jahren wird eine Verbesserung der Finanzierung von Umweltinformation und Umweltbildung durch die Stadt im Stadtrat angemahnt", so schrieb damals Norman Volger, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, zu einem Punkt, der ihm besonders am Herzen lag.


"Fördervereine versuchen bereits seit Jahren, der Stadt zu helfen, können jedoch nicht Pflichtleistungen abdecken", schrieb er zu diesem Antragspunkt, der es in sich hat. Denn oft genug waren es in letzter Zeit die Naturschutzvereine, die die so dringend notwendige Lobby- und Expertenarbeit für die Stadt in Sachen Naturschutz machten. Und die Anzahl der Themen wird nicht kleiner. Im Gegenteil. Mittlerweile hat sich die Landesregierung selbst als Vorreiter im Abbau von Naturschutzstandards erwiesen. Da sind die Handlungsgrenzen von knapp finanzierten Vereinen bald erreicht.

Volger: "Darüber hinaus erfüllen sie und sämtliche Umweltvereine wesentliche Bildungsaufgaben, die durch die Stadt selbst nicht erbracht werden. Es ist angesichts der minimalen Zuwendungshöhe in diesem Bereich im Vergleich zur Vereinsförderung über die gesamte Stadt angebracht, den Fördertopf zu erhöhen, zumal der Fördertopf immer überzeichnet ist. Darüber hinaus hat sich die Stadt im Agenda 21-Prozess zur nachhaltigen Entwicklung verpflichtet und trägt Verantwortung für die nachkommenden Generationen. Dazu gehört unabdingbar ein Engagement für Umwelt- und Klimaschutz und die Förderung des Engagements von Vereinen und Initiativen. Auszeichnungen mit Begriffen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Biodiversität für die Stadt Leipzig sollen Ansporn sein, noch besser zu werden und dürfen nicht als Feigenblatt herhalten, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben."

Also lautete ein Antrag der Grünen zum Haushalt 2013, den Zuschuss für Umweltvereine um 50.000 Euro zu erhöhen. Mit Unterstützung auch anderer Stadträte aus anderen Fraktionen konnte er am Ende durchgesetzt werden.

Damit erhalten die im Umweltbereich aktiv tätigen Vereine eine Unterstützung, derer sie dringend bedürfen, so Volger. Bildungsaufgaben, die sie übernehmen und die durch die Stadt Leipzig so nicht erbracht werden, betreffen vor allem die Themen Landschafts-, Arten- und Naturschutz und Immissions- sowie Klimaschutz.

„Seit Jahren wird eine Verbesserung der Finanzierung von Umweltinformation und Umweltbildung durch uns angemahnt. Es war angesichts der minimalen Zuwendungshöhe in diesem Bereich im Vergleich zur Vereinsförderung über die gesamte Stadt angebracht, die Förderung zu erhöhen", betont Norman Volger. Die Vereine und Initiativen sorgen mit ihren Bildungsangeboten, Informationsveranstaltungen und Aktionen dafür, dass das Thema auf hohem Niveau bearbeitet wird.

„In diesem Jahr erhielt die Stadt den Ersten Platz 'Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2012', in der Kategorie 'Lebensqualität und Stadtstruktur'. Diese Auszeichnung sollte Motivation und kein Ruhekissen für die Stadt sein, auch in Zukunft die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche so zu fördern, dass sie auch zukünftig handlungsfähig ist und Bestandteil einer aktiven, innovativen und nachhaltigen Stadtentwicklung bleibt“, so Volger.



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