Wachstum in Leipzig und Dresden: Die Halbjahreszahlen zeigen Leipzig weiter auf Platz 1
Redaktion
16.08.2011
Es ist ein kleiner Wettkampf zwischen Elbflorenz und Klein-Venedig geworden, wenn es um den Platz 1 bei den Einwohnerzahlen geht. Bereits seit einiger Zeit freuts die Leipziger irgendwie doch, wenn die immer neuen Zahlen aus dem Statistischen Landesamt purzeln. Und auch Ende Juni 2011 hats die Messestadt erneut geschafft, während alle zehn Landkreise des Freistaates Sachsen weiterhin mit Bevölkerungsrückgang befasst sind.
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Was sich bereits Anfang August andeutete, ist nun bestätigt und aus vorläufig wird ziemlich sicher. Rechnet man die üblichen Ungenauigkeiten bei der Zählung der wanderlustigen Sachsen ein, darf im lustigen Wettstreit der beiden "Boomtowns" Dresden und Leipzig nun, Anfang August noch gemunkelt, eine Zahl als abgestempelt in die Bücher.
524.827 lautet sie, betrifft die Leipziger und kann nun für den Titel "Sächsischer Halbjahresmeister 2011" genutzt werden. Denn gegenüber der Landeshauptstadt geht das Zählen der Bevölkerung weiterhin denkbar knapp, aber in Masse zugunsten der Messestädter aus. Dort wurden 524.286 und damit 541 Einwohner mit Stand 30. Juni 2011 weniger gezählt. Beide Städte stellen sich dabei erwartungsgemäß als die Kernzentren Sachsens heraus, leben doch somit immerhin rund 1,049 Millionen der etwa 4,138 Millionen oder ein Viertel der Sachsen in den beiden Städten an Elbe und Pleiße. Mit 1,5 Prozent (Leipzig) und 1,2 Prozent (Dresden) mehr Einwohnern als noch im Juni 2010, während der Freistaat gesamt 0,4 Prozent oder 15.743 Einwohner "verlor".
Was neben den Neuansiedlungen gerade in Leipzig in einer gestrigen Bewertung auch der Zeitschrift "Capital" auffiel, zwei Städte mit großem Zukunftspotenzial. Wobei sich auch da die Leipziger kurz selbst auf die Schultern klopfen konnten - auch für das Wirtschaftsmagazin war Leipzig noch attraktiver als die Landeshauptstadt. Was von solchen "Zukunftsrankings" zu halten ist, ahnen zumindest L-IZ - Leser, aber ein Grund zur Freude bis hinauf zum OB war die Sterndeuterei allemal, als man erfahren durfte, es würden weiterhin Arbeitsplätze entstehen, die Bevölkerung ebenso weiter zunehmen und Leipzig bis 2017 die Wirtschaftsleistung um ein Fünftel steigern können. Und man mit Platz 4 abermals vor Dresden (6) unter 60 deutschen Städten landete.
Ein Trend, der auch dem "Gürtel" um die Messestadt hilft.
Auch der ehemalige Abwärtstrend im Regierungsbezirk Leipzig hat sich längst in kleines Plus von nun 3.348 Einwohnern gegenüber 2010 verändert. Damit allerdings steht die Messestadt ganz allein da, die Regierungsbezirke Dresden (-4.711) und Chemnitz (-14.380) hatten im gleichen Zeitraum weiterhin mit Schwund zu kämpfen. Chemnitz selbst hat es in der zeit zumindest wieder erleben dürfen, wie aus Minus ein Plus wurde, wenn auch mit einem Zuwachs von 36 Einwohnern zu 2010 eines, welches beim Promillebereich immer noch bei 0,0 Prozent landet.
Alle anderen nahmhafteren Städte in Sachsen jedoch teilen sich fein säuberlich gemeinsam mit dem ländlichen Raum den Gesamtbevölkerungsrückgang im Freistaat. Die höchsten Verluste innerhalb der letzten zwölf Monate hatten der Landkreis Görlitz (-1,4 Prozent), der Vogtlandkreis und der Erzgebirgskreis (jeweils -1,2 Prozent). Auch die Landkreise Mittelsachsen, Bautzen und Nordsachsen (jeweils -1,1 Prozent) sowie der Landkreis Zwickau (-1,0 Prozent) verloren mehr als ein Prozent ihrer Bevölkerung. Weniger als ein Prozent verloren die Landkreise Leipzig (-0,8 Prozent), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen (jeweils -0,6 Prozent).
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