Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche




Tagesübersicht Leipziger Internet Zeitung
Alle Nachrichten von: heute | gestern | vorgestern

Neue Zahlen zum Sterben in Sachsen: Manche Todesart ist durchaus selbst erworben

Ralf Julke
Einmal im Jahr sammelt das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen auch die Zahlen zu den Todesursachen der Sachsen zusammen. Eigentlich ein Zahlenwerk, das nicht wirkliche Überraschungen bringt. Am Ende ist es eben doch meistens das Herz, das nach 2 bis 3 Milliarden Kontraktionen nicht mehr kann.

Anzeige

Im Jahr 2010 verstarben in Sachsen insgesamt 50.909 Personen, davon 23.874 Männer (47 Prozent) und 27.035 Frauen (53 Prozent). Dies ist ein Anstieg von 544 Fällen (1,1 Prozent) gegenüber 2009. Die Sterbeziffer stieg nach Angaben des Statistischen Landesamtes damit von 1.205 je 100.000 Einwohner auf 1 225.

Zum Vergleich: Geburten gab es nur 35.091. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, dass die Differenz von 15.818 den Hauptteil des Bevölkerungsschwunds ausmachte, den Sachsen 2010 zu verbuchen hatte: 19.255. Was immerhin der niedrigste Wert seit Jahren war. Ein Wert, der auch Hoffnung macht, dass zumindest die seit 20 Jahren andauernde Abwanderung gerade der jungen Leute aus Sachsen aufhört. Was ja ebenfalls Auswirkungen hat auf die Geburtenziffer.

Das mit dem Sterben folgt dann automatisch nach durchschnittlich 77 Jahren (Männer) oder 83 Jahren (Frauen). Kriege und andere menschliche Blödheiten einmal ausgeschlossen.

Vielleicht ist das sogar ein Problem heutiger Politiker, friedliche Gesellschaften managen zu müssen, die nun seit 66 Jahren zumindest keinen großen Krieg mehr aushalten müssen, der ganze männliche Jahrgänge verschlingt, wie das in den beiden von Deutschland angestifteten Weltkriegen ja der Fall war. Man kann also auch innenpolitische Probleme nicht mehr einfach dadurch lösen, dass man die jungen Männer in Uniformen steckt und nach Übersee verschickt - die USA erleben gerade die wirtschaftlichen Folgen dieser "Lösungen".

Dazu der moderne Wohlstand - und die Lebenserwartungen der Menschen steigen in Bereiche, die zu Bismarcks Zeiten, als die erste Sozialgesetzgebung geschmiedet wurde, für den Großteil der Bevölkerung unerreichbar waren. Am Ende der DDR lag die Lebenserwartung der Sachsen zum Beispiel bei 70 Jahren für die Männer und 77 Jahren für die Frauen. Das war noch eine Zeit, in der ein Bundessozialminister zuversichtlich behaupten konnte: "Die Renten sind sicher." Sind sie natürlich nicht, wenn Menschen sechs bis sieben Jahre älter werden, als in den alten Rentenformeln angenommen.

Deswegen sind auch Gesundheits- und Pflegekassen deutlich höher belastet, als noch vor 20 Jahren absehbar.


Folgerichtig nur, dass Krankheiten des Kreislaufsystems mit einem Anteil von 47 Prozent aller Sterbefälle (23.941 Verstorbene) auch 2010 die häufigste Todesursachengruppe in Sachsen blieben. 93 Prozent der Kreislauftoten waren älter als 64 Jahre. Frauen starben häufiger an einer Kreislauferkrankung, da sie im Durchschnitt älter werden als Männer. Das Zahlenverhältnis: 14.231 zu 9.710.

Zweithäufigste Todesursache waren bei 12.384 Personen nach wie vor die bösartigen Neubildungen (Krebs). Hier ist die Zahl der Männer, die an bösartigen Neubildungen starben (6.820) sichtlich höher als die der Frauen (5.564). Aber selbst hier gibt es Unterschiede, denn bösartige Neubildungen hängen eben doch in vielen Fällen mit dem konkreten Lebenswandel zusammen. Besonders auffallend ist das bei Krebs in den "Atmungs - und intrathorakalen Organen": Hier stehen 1.677 gestorbene Männer 499 gestorbenen Frauen gegenüber. 2007 lag das Verhältnis zum Vergleich bei 1.620 zu 500.

Wobei im Vergleich zu 1998 auffällig ist, dass die Fallzahlen bei Krebserkrankungen der "Atmungs- und intrathorakalen Organen" leicht sanken, im Bereich der Verdauungsorgane aber bei beiden Geschlechtern anstiegen.

An Krankheiten des Verdauungssystems verstarben 5,1 Prozent (2.591 Personen) und 5,0 Prozent (2.539 Personen) an Krankheiten des Atmungssystems. Zu den Krankheiten des Verdauungssystems gehören auch die Lebererkrankungen. Auch hier sind die gestorbenen Männer mit 843 gegenüber 318 Fällen bei den Frauen in der Überzahl. Genauso, wie sie bei den nichtnatürlichen Todes durch Verletzungen und Vergiftungen (insgesamt 2.175) mit 1.285 Todesfällen die Mehrzahl stellen.

Und das, obwohl auch unter den hier gezählten 1 .347 Unfällen die meisten in der häuslichen Umgebung (678 Fälle) geschahen. Was jetzt natürlich wieder die eine oder andere Zeitung animieren wird zu titeln "Zu Hause ist es doch gefährlicher als auf der Straße", denn bei Verkehrsunfällen wurden ja lediglich 185 Personen getötet. Aber im Verkehr verbringt der Mensch - egal, ob er läuft oder fährt - nur einen kleinen Bruchteil des Tages. Die meiste Zeit verbringt er - erst recht im Alter - natürlich in häuslicher Umgebung. Und während Frauen im höheren Alter damit rechnen müssen, sich dort oder auf ihren täglichen Wegen eine Verletzung der Hüfte oder des Oberschenkels zuzuziehen und möglicherweise daran zu sterben (251, Männer: 100 Fälle), ziehen sich Männer häufiger Verletzungen des Kopfes zu (243, Frauen: 136 Fälle). Auch das zumindest ein kleiner statistischer Blick in unterschiedliche Verhaltensweisen.


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Ausstellung ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch: „Von Panitzsch bis Paris“

„Von Panitzsch bis Paris“
Unter dem Motto „Von Panitzsch bis Paris“ sind ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch Bilder in Öl von Margitta Pötzsch zu sehen. Zur Vernissage und zum Galerierundgang mit der Leipziger Künstlerin wird am Pfingstsonntag um 17 Uhr herzlich eingeladen. mehr…

Schnupperkurs am 7. Juni in der Villa: Swing für Einsteiger

Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…

Insel-Bücherei in schwarz: Ein besonderes Plakat der Leipziger Buchwissenschaft gibt's zum Wave Gotik Treffen

Schwarze Bücher.
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…

Steigende Milliardenkosten für Tagebausanierungen: Grüne fordern Ausstieg aus teurer Energiequelle Braunkohle

Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen.
Von wegen, Strom aus Kohle würde nicht subventioniert und sei deshalb eine preisgünstigere Alternative zu erneuerbaren Energien. Die Kosten werden nur nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, die fließen als Subvention - zum Beispiel bei Kosten für die Sanierung der ostdeutschen Braunkohlereviere. Und die werden - wie die LMBV am Mittwoch mitteilen musste - noch höher, als bisher geplant. mehr…

Das nächste Großprojekt geht auf wie Hefe: A 72-Abschnitt Rochlitz-Borna wird erst 2013 fertig

Enrico Stange, Landtagsabgeordneter der Linken.
"Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf Sommer 2013", teilte Staatssekretär Roland Werner gemeinsam mit dem DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Dienstag, 22. Mai, mit. Eine scheinbar beiläufige Meldung im Rahmen eines Großbauprojekts, dessen Planungen und Kosten mittlerweile genauso aus dem Ruder gelaufen sind wie die des Leipziger City-Tunnels. Natürlich hat das Gründe. mehr…

Ausstellung im Neuen Rathaus: Studentenarbeiten untersuchen Auswirkungen des City-Tunnels auf Infrastruktur

Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…

Leutzscher Fußball: Jamal Engel bezieht im Blockstreit Stellung/ Hammermüller wird neuer Trainer bei Chemie

Neues aus Leutzsch.
Jamal Engel hat für die SG Leipzig Leutzsch im Gästeblock-Streit Stellung bezogen. Auf dem Familienportal "Tüpfelhausen" gab der Vorstandssprecher den Fans der BSG Chemie Leipzig einen Korb. 29 Fanclubs hatten ihn zuvor gebeten, ihnen beim Aufeinandertreffen beider Clubs am 9. Juni den Norddamm zur Verfügung zu stellen. Sie befürchten, dass der Platz im Gästeblock für rund 1.000 – 1.500 Chemie-Fans nicht ausreichend sei. mehr…

Grimmige Märchen-Maloche: Rainald Grebes anderer Blick auf 200 Jahre "Kinder- und Hausmärchen" im Interview

Grebe-Grimm im Schneewittchensarg: Buntes Märchenmosaik im Centraltheater.
"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…

Enrico Lübbe soll neuer Schauspielintendant in Leipzig werden: Stadtrat entscheidet am 20. Juni

Enrico Lübbe
Der Nachfolger für den umstrittenen Intendanten des Centraltheaters, Sebastian Hartmann soll ein „alter Bekannter“ werden. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat im Einvernehmen mit den städtischen Vertretern der Auswahlkommission sowie dem Betriebsausschuss Kultur und dem Fachausschuss Kultur dem Stadtrat den Schauspieldirektor des Chemnitzer Theaters, Enrico Lübbe, als neuen Intendanten des Schauspiels Leipzig vorgeschlagen. mehr…

Doppelte Freude: Kein Zusatzbeitrag und bis 600 € Prämie*

AOK: Doppelte Freude!
Anzeige. Es gibt viele gute Gründe bei der AOK PLUS versichert zu sein. Einer davon: Keine Zusatzbeiträge bei der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Ein weiterer Grund: Mit dem Wahltarif AOK PLUS aktiv können Sie sich zusätzlich bis zu 600 Euro Prämie sichern. Also machen Sie sich die doppelte Freude! mehr…

Erhaltung der Arten eines der wichtigsten Zukunftsprojekte: Zoo Leipzig und Biodiversivität-Zentrum künftig Partner

Biodiversivität ist ein sperriges Wort, dem aber aufgrund weiter um sich greifender Umweltzerstörungen auf unserem Planeten immer mehr Bedeutung zukommt. Die Artenvielfalt auf der Erde ist zunehmend bedroht. 60.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Auch der Leipziger Zoo hat sich die Arterhaltung auf die Fahne geschrieben, gibt 165.000 Euro jährlich für Schutzprojekte aus und hat sich mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversivitätsforschung (iDiv) einen wichtigen Partner an Bord geholt. mehr…

Energie-Erlebnispfad im BSZ 7 eröffnet: Aha-Erlebnis bei jedem einzelnen ist wichtiger als ein Ministerwechsel

Energie-Erlebnispfad im BSZ 7.
„Wenn jeder hier im Raum begreift, dass Energiesparen nötig ist und beim eigenen Griff zum Lichtschalter beginnt, dann ist es egal, ob es ab heute einen neuen Umweltminister gibt“, machte Schulleiter Thomas Graupner am Dienstag, 22. Mai, im Berufsschulzentrum 7 deutlich, worum es bei der neuen Bildungsinitiative Energie geht. mehr…

5 Prozent für Freie Szene: FDP-Fraktionschef sieht für Faber-Vorschlag keine Stadtratsmehrheit

Reik Hesselbarth, Vorsitzender der FDP-Fraktion.
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat Reik Hesselbarth hat den Beschlussvorschlag von Kulturbürgermeister Faber zur Umsetzung des Finanzierungsanteils für die Freie Szene scharf kritisiert. Denn statt einen Vorschlag zu machen, wie der Stadtratsbeschluss von 2008 bis 2013 erfüllt werden kann, hat Kulturbürgermeister Michael Faber am 16. Mai eine Verschiebung des Termins vorgeschlagen. mehr…

Leutzscher Derby - Kein Platz im Gästeblock: Chemie-Fans wollen auf den Norddamm

Die Fans der BSG Chemie
Eigentlich könnten sich die Freunde des Leutzscher Fußballs gedanklich schon in die Sommerpause verabschieden. BSG Chemie Leipzig und SG Leipzig Leutzsch haben beide die Klasse gehalten. Sportlich betrachtet geht es für beide Teams in den letzten Saisonspielen nur noch um die goldene Ananas. Wäre da nicht das grün-weiße Derby am 9. Juni. Die Chemie-Fans nutzen die Gunst der Stunde für eine klare Ansage. mehr…

Herrenlose Grundstücke in Leipzig: Rot-gelber Streit um die politischen Verantwortlichen

FDP-Stadtrat Rene Hobusch.
Die Frage nach den personellen Konsequenzen in der Affäre um die Herrenlosen Häuser entzweit Leipzigs Parteien. Die linke OBM-Kandidatin Dr. Barbara Höll fordert eine Beurlaubung von Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller (SPD). Für Leipzigs FDP ist Oberbürgermeister Burkhard Jung der Verantwortliche, Hölls Forderung nur „eine erste wahltaktische Brücke“. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog