Demokraten gesucht! L-IZ.de unterstützt intelligente W.A.H.L.-Kampagne zur Stadtratswahl
Robert Weigel
23.05.2009
Demokraten gesucht! Benedict Rehbein startet die W.A.H.L - Kampagne für mehr Wahlbeteiligung
Benedict Rehbein will mehr Wähler an die Urnen locken. Es ist uralt, das Prinzip der Belohnung. Und er wird es jetzt gemeinsam mit Leipziger Gastronomen für die Stadtratswahl umsetzen. Denn es geht vor allem dabei um eines: je mehr Leipziger am 07. Juni zur Wahl gehen, umso höher die Rabatt-Prozente danach in den beteiligten Gastronomien auf Getränke und Essen für die fleißigen Wähler.
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Wer etwas (Gutes) tut, bekommt etwas dafür. Bei Wahlen freilich ist die Sachlage ein wenig kompliziert. Denn der Gang zur Wahlurne – in diesem Falle die gute Tat – führt nicht zwangsläufig zur individuell gewünschten Belohnung – zufrieden stellender Politik.
Weshalb der Bürger der Abstimmung gerade in Leipzig immer öfter fern bleibt. 38,6 Prozent der Leipziger stimmten 2004 zur Kommunalwahl ab, nur noch 31,7 Prozent wählten 2006 ein neues Stadtoberhaupt.
Das stimmt den damals ebenfalls angetretenen Benedict Rehbein nachdenklich und deshalb hat er sich was einfallen lassen. Seine W.A.H.L.-Kampagne bietet dem gut 420.000 Frauen und Männer zählenden Leipziger Wahlvolk eine zusätzliche Belohnung. „Denn eine nochmals fallende Wahlbeteiligung würde der Demokratie nicht gut tun“, erklärt Rehbein sein Ansinnen.
Die Idee ist so simpel, wie sie hoffentlich wirkungsvoll sein wird. In Zusammenarbeit mit den Leipziger Gastronomen will Rehbein bei den Leipziger Kneipenbesuchern in der Woche vor der Wahl (1. bis 7. Juni) für das anstehende Ereignis werben – und sie in der Woche danach (8. bis 14. Juni) wieder in die Bars und Restaurants der Stadt locken, um sich ihre Belohnung abzuholen. Die besteht in möglichst kräftigen Rabatten auf ein Gericht oder Getränk. Und dieser Rabatt fällt genau in der Höhe aus, wie die Wahlbeteiligung am 07. Juni war!
Rehbein hofft mit dieser Initiative den zukünftigen Stadtrat frei von extremen Parteien halten zu können. „Die können ihre Wähler besser aktivieren und könnten aufgrund niedriger Beteiligung in den Stadtrat einziehen“, fürchtet er. Weshalb jede Stimme zählt. Möglichst lang wünscht sich Rehbein die Liste der unterstützenden Gastronomen und breit über ganz Leipzig verteilt.
Denn für die Kneipenbetreiber kann sich das Geschäft eigentlich nur lohnen. Zum einen bringt die Kampagne in der Woche nach der Wahl mehr Gäste an die Theken und Tische, zum andern gibt es eine kostenfreie Werbemaßnahme obendrauf. Unter anderem hier in der Leipziger Internet Zeitung werden die beteiligten Gastronomien mit dem jeweiligen „Rabattprodukt“ kurz vorgestellt. Doch damit nicht genug.
Die Initiative für mehr Wahlbeteiligung: Überparteilich und mit Belohnungsfaktor für die Wähler
Ab Start der Kampagne erhalten die beteiligten Szenekneipen und Restaurants kostenfreie Werbung bei uns – bis zum Ende der Aktion in Form eines gemeinsamen Banners. Die gewährten Rabatte dürften sich so locker wieder einspielen lassen und der eine oder andere neue Gast für die Gastronomen gewonnen werden.
Und wer die Kosten der Kampagne (Druck und Verteilung der Werbematerialien) stemmen helfen will, taucht in der Liste der Förderer auf und erntet so noch den Ruf, ein bekennender Demokrat und Leipziger zu sein. Denn W.A.H.L. heißt ausgeschrieben „Wir alle helfen Leipzig“ und jeder kann sich beteiligen!
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