Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig: Stadt lässt zwei Standorte im Verfahren
Redaktion
22.05.2009
Augustusplatz mit Uni-Baustelle.
Der Kleine Willy-Brandt-Platz ist raus, der Goerdelerring war's schon vorher. Die Stadt Leipzig will das Auslobungsverfahren für das Freiheits- und Einheitsdenkmal jetzt mit den beiden Standorten Augustusplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz einleiten.
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Das teilte die Stadtverwaltung am gestrigen Donnerstag mit. Dem Stadtrat werde nach Ablauf des Verfahrens ein Vorschlag zur künstlerischen Umsetzung vorgelegt. Im Wettbewerbsverfahren sollen außerdem standortübergreifende, den gesamten Promenadenring umfassende Konzepte zulässig sein. Die Ratsversammlung wird am 17. Juni über den Vorschlag des Oberbürgermeisters abstimmen.
Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Mit Augustusplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz berücksichtigen wir die beiden klaren Favoriten der Leipzigerinnen und Leipziger. Aus dem Rennen ist dagegen der Hauptbahnhofsvorplatz, der nur wenige Befürworter findet. Das hat unsere im April geführte Bürgerbeteiligung ergeben.“
Auch die Voten des Sachverständigenforums “Kunst am Bau“ und der Initiativgruppe “Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“ seien in die Vorlage eingeflossen.
„Eine solch’ wichtige Entscheidung braucht am Anfang die städtebauliche Offenheit. Künstlerische Ideen sind untrennbar mit Orten verbunden. So scheitert oftmals eine gute künstlerische Idee an der Einordnung im Raum. Mit zwei Orten erhöht sich die Auswahl und die Chance des künstlerischen Gelingens“, begründete Burkhard Jung den Vorschlag.
An den komplexen Anforderungen für den einzigen Standort war unter anderen das Berliner Verfahren kürzlich gescheitert. Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Mit dem Vorschlag für zwei Standorte ziehen wir daraus eine Lehre.“ Zu den Details des Wettbewerbsverfahrens werde sich die Stadt Leipzig mit den beiden Mitauslobern, der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Sachsen, abstimmen.
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