Elektronisches Inventarisierungssystem: Stadt will ihre Möbel mit RFID-Chips ausstatten
Redaktion
18.06.2009
Bettina Kudla.
Montage: LIZ
Um das bewegliche Vermögen der Stadt Leipzig flächendeckend und strukturiert inventarisieren zu können, möchte die Stadtverwaltung ein RFID-basiertes Inventarisierungssystem anschaffen.
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RFID (Radio Frequency Identification) bezeichnet ein System, das es unter anderem ermöglicht, Gegenstände mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen zu identifizieren. Für diesen Datenaustausch werden Transponder und Lesegeräte benötigt, wobei die Transponder an den jeweiligen, zu inventarisierenden Gegenständen angebracht werden und durch das Lesegerät erfasst werden können.
„Für die Stadtverwaltung bietet ein Inventarisierungssystem, das auf dieser Technik basiert, die Möglichkeit das bewegliche Vermögen der Stadt, wie beispielsweise Tische, Stühle, Schränke oder auch Fahrzeuge, sehr schnell zu erfassen, ohne dafür jedes einzelne Stück in Augenschein nehmen zu müssen. Das spart viel Zeit“, erklärt Leipzigs Finanzbürgermeisterin Bettina Kudla die Vorzüge des Systems, das sie in der Dienstberatung vorstellte.
Notwendig wird die flächendeckende Auflistung der beweglichen Güter, welche die Stadtverwaltung ihr eigen nennen kann, durch die Umstellung der kommunalen Finanzbuchhaltung von der kameralistischen zur doppischen Buchführung. „Bis zum 30. Juni des nächsten Jahres müssen wir das bewegliche Anlagevermögen der Stadt erfasst und bewertet haben, um 2011 planmäßig mit der doppischen Buchführung beginnen zu können", erklärt Kudla die Sachlage. "Mit dem RFID-basierten System können wir diesen erheblichen Arbeitsaufwand bis zum Stichtag meistern."
Die Kosten dieses Inventarisierungssystems sollen sich bei einem Betreibermodell auf jährlich zirka 160.000 Euro belaufen. Ein damit zu generierendes Einsparpotenzial in deutlich höherem Volumen werde, wie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergab, ab dem 3. Betriebsjahr genutzt werden können.
Im Rahmen einer Ergänzung des bestehenden Betriebsleistungsvertrages zur Erfassung und Bewertung des beweglichen Anlagevermögens der Stadt soll die LeCos GmbH mit der Durchführung dieser RFID-basierten Inventarisierung beauftragt werden. Dem Vorhaben muss die Ratsversammlung noch zustimmen.
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