Bündnis für Steuergerechtigkeit sammelt Unterschriften: Höchste Zeit für eine Finanztransaktionssteuer
Redaktion
26.11.2009
Höchste Zeit für Finanztransaktionssteuer.
Quelle: www.steuer-gegen-armut.org
50.000 Unterschriften in drei Wochen wollen Attac, der DGB, GEW, Brot für die Welt, Adveniat, Justitia et Pax, Welthungerhilfe, Ärzte für die Dritte Welt und 30 andere bedeutende Organisationen unter eine Petition an den Deutschen Bundestag zusammen bekommen. Es geht um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.
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Auch die Mitglieder von Attac und DGB Leipzig werben intensiv um Unterschriften. Es geht um die Einführung einer Besteuerung der Geschäfte auf den Finanzmärkten mit einem geringen Steuersatz von beispielsweise 0,1 Prozent. Eine solche Steuer könnte die millionenfachen spekulativen Finanzgeschäfte, die die gegenwärtige Krise mit verursacht haben, abbremsen. Das würde dazu beitragen, solche Finanz- und Wirtschaftskrisen vermeiden zu helfen.
Gleichzeitig würde eine solche internationale Steuer Milliardenbeträge einbringen, von denen, die die Krise verursacht haben.
"Damit könnten die Verursacher für die Kosten der Krise herangezogen werden. Geschieht das nicht, bleibt es dabei, dass wir Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die Zeche bezahlen, während die Zocker ihre Profite genießen können," so Mike Nagler, von Attac. Dass der Ertrag trotz eines extrem niedrigen Steuersatzes so hoch ist, zeigt, welche Milliarden Beträge täglich auf den Finanzmärkten hin und her geschoben werden.
Vor allem aber könnte mit dem Geld der millionenfache Hunger und die Armut in der Welt wirksam bekämpft werden.
Bis zum 3. Dezember wollen die Aktivisten die 50.000 Unterschriften erreicht haben. Denn dann würde es zu einer öffentlichen Anhörung im Bundestag kommen. "Damit würde der Lobby der Finanzindustrie, die eine solche Steuer verhindern will, der Bürgerwille entgegen gesetzt", so Mike Nagler abschließend.
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