Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche




Tagesübersicht Leipziger Internet Zeitung
Alle Nachrichten von: heute | gestern | vorgestern

Eine auffällige Lücke im Haushaltsplan 2012: SPD, Grüne und Linke beantragen 25.000 Euro fürs Jugendparlament

Ralf Julke
Neues Rathaus zu Leipzig.
Neues Rathaus zu Leipzig.
Foto: Ralf Julke
Kinder, wie die Zeit vergeht! - Das sagten sich beim Lesen des Zahlenwerks zum Haushalt 2012 wohl die Fraktionen von SPD und Grünen gleichermaßen. Sie haben im neuen Rathaus ihre Büros gleich nebeneinander. Und fast parallel formulierten beide jetzt einen Änderungsantrag zum Jugendparlament. Das ist zwar vom Stadtrat so gewollt - nur hat's irgendwer vergessen, im Haushalt 2012 mit Geldern zu untersetzen.

Anzeige

Es ist Teil des großen Themas politische Teilhabe in Leipzig - gern gerühmt, ungern gemacht. Klingt auch so speziell: Was können Jugendliche denn mitreden in der Stadtpolitik? - Aber vielleicht sollten sie es unbedingt, denn ein großer Teil der Entscheidungen betrifft ihr Leben und ihren Lebensraum. Manche abstruse Entscheidung im Stadtrat fällt ja auch deshalb, weil die zumeist älteren Herren in einigen Parteien nicht mehr wirklich wissen, was es bedeutet, in Leipzig jung zu sein. Das gilt auch für die Ortsteilebene.

2009 wurde in einem Stadtratsbeschluss der Aufbau von Jugendstadtbezirksbeiräten beschlossen. Dieser Beschluss befindet sich immer noch in der Umsetzungsphase, stöhnt die SPD-Fraktion in ihrem Antrag zum Thema. Seit dem Frühjahr 2011 gibt es die Initiativgruppe Jugendparlament Leipzig, unter dem Dach des Kinderbüros Leipzig, die mit dem Aufbau eines Jugendgremiums beschäftigt ist. Diese Arbeit soll auch im Haushaltsjahr 2012 weiter gefördert werden, fordert die Fraktion.

"Der Jugendstadtrat stellt eine konkrete Umsetzung von Jugendpartizipation dar. Hierdurch sollen Jugendliche an die Arbeit politischer Gremien herangeführt werden, um so ein tieferes Verständnis für demokratische Entscheidungsabläufe zu schaffen", erklärt sie der Stadtverwaltung noch einmal, worum es geht. Und fordert, 25.000 Euro in den Haushalt 2012 dafür einzustellen - dafür lieber weniger Geld für neue IT auszugeben oder Geld aus den Mitteln des dezentralen Grundstücksmanagements zu verwenden. 25.000 Euro sind wirklich nicht viel Geld - jedes Gutachten, das der OBM in Auftrag gibt, ist wesentlich teurer.

Obere Wandelhalle im Neuen Rathaus.
Obere Wandelhalle im Neuen Rathaus.
Foto: Ralf Julke

Nebenan in den Fraktionsräumen der Grünen war man bei der Formulierung eines Antrags nicht ganz so zurückhaltend.

"Das Jugendparlament steht in den Startlöchern", stellt man dort fest. "Doch die Verwaltung verschleppt und bremst dieses Projekt in auffälliger Weise aus. Das Kinderbüro Leipzig e. V. hatte als Projektträger schon im September 2011 darauf aufmerksam gemacht, dass es losgehen könnte. Doch wieder sind für das Jahr 2012 keinerlei finanzielle Mittel im Haushalt eingestellt. Wie soll ein Projekt funktionieren, wenn es mittellos aufgestellt ist? Und das obwohl es, auf unseren Antrag hin, den Stadtratsbeschluss von 2009 gibt, dass mit dem Beginn der 5. Wahlperiode das Projekt beginnen soll – das war Ende 2009!"

Daher beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Haushaltsjahr 2012 ebenfalls die nötigen 25.000 Euro zur Einrichtung von Jugendvertretungen in Leipzig. Die Haushaltsmittel sollen im Haushaltsbereich Bürgerbeteiligung eingeplant werden.

Dazu Annette Körner, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion: „Der Stadtrat hat das Anliegen beschlossen, um Jugendliche stärker an demokratische und lokalpolitische Themen heranzuführen und ihre Anregungen und ihre Beteiligung zu fördern. Generell wird auf allen Ebenen eine Politikverdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger und hier insbesondere der Jugend beklagt und eine stärkere Bürgerbeteiligung angemahnt. Insbesondere die nicht wahlberechtigten, jugendlichen Bürgerinnen und Bürger einer Kommune hätten mit dem Jugendparlament gerade in ihren ureigensten Angelegenheiten in Leipzig eine Mitsprachemöglichkeit, denn Kommunalpolitik berührt sehr oft jugendliche Lebenswelten. Insbesondere die Fraktionen haben mehrfach deutlich gemacht, dass punktuelle Konferenzen der Stadt für Kinder bzw. Jugendliche keine ausreichende Förderung für eine stetige Beteiligung nachwachsender Generationen darstellen."

Durch die Beauftragung des Kinderbüros durch die Verwaltung wurde 2011 schließlich die Betreuung einer aktiven Jugendinitiative gesichert. "Die Jugendlichen sind bereits im Gespräch mit den Fraktionen, um die Einrichtung eines Jugendparlaments oder auch von Jugendvertretungen in den Stadtbezirken zu befördern", so Körner. "Es besteht kein Grund, die Beschlüsse des Stadtrates zu missachten und auf eine weitere Förderung des Anliegens zu verzichten. Auch ist es unverständlich, dass trotz der Betonung ähnlicher Ansätze für 2012 an dieser Stelle gespart werden soll."

Ein Gedanke, der auch die Genossen von nebenan quält: Das Jugendparlament war nicht der einzige vom Stadtrat beschlossene Posten, der im Haushaltsplan 2012 einfach nicht auftauchte. Aber noch mehr zu den Bauchschmerzen der SPD-Fraktion lesen Sie morgen an dieser Stelle.

Und als Nachtrag: Auch die Linksfraktion hat Gelder fürs Jugendparlament in der selben Höhe beantragt. "Verschiedene Studien zum Thema Jugendbeteiligung stellen heraus, dass derartige Beteiligungsprojekte nur zum Erfolg führen, wenn eine professionelle Begleitung und reale Einflussmöglichkeiten in die Kommunalpolitik gewährleistet sind. Der Stadtrat sollte die Bemühungen der Jugendlichen anerkennen und unterstützend begleiten", heißt es dazu aus der Fraktion.


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Am 24. Mai: Jusos diskutieren über moderne Schulen für gute Bildung in Leipzig

"Neue Schulen braucht die Stadt". Zu diesem Thema lädt die Leipziger SPD Jugend am Donnerstag, 24. Mai, ab 19:00 Uhr in die SPD Geschäftsstelle (Rosa-Luxemburg-Straße 19/21) ein. Gemeinsam mit dem Leipziger Landtagsabgeordneten Holger Mann wird über den Neu- und Ausbau sowie die Sanierung von Schulen in Leipzig diskutiert. mehr…

LMBV braucht 1 Milliarde Euro für Rekultivierung: Leipziger Neuseenland hofft weiter auf „Paragraph-4-Mittel“

Schleusenbau zwischen Zwenkauer und Störmthaler See.
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) hat am 22. Mai während einer Bilanzpressekonferenz auf das letzte Jahr zurück geblickt und gleichzeitig eine Vorausschau gewagt. Die besagt, dass man eine weitere Milliarde Euro benötigen wird, um die LMBV-eigenen Bergbaufolgelandschaften zu rekultivieren. mehr…

Ausstellung ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch: „Von Panitzsch bis Paris“

„Von Panitzsch bis Paris“
Unter dem Motto „Von Panitzsch bis Paris“ sind ab 27. Mai in der Kirche Panitzsch Bilder in Öl von Margitta Pötzsch zu sehen. Zur Vernissage und zum Galerierundgang mit der Leipziger Künstlerin wird am Pfingstsonntag um 17 Uhr herzlich eingeladen. mehr…

Schnupperkurs am 7. Juni in der Villa: Swing für Einsteiger

Am Donnerstag, dem 7. Juni, lädt der Swingin'LE Tanzklub wieder zum kostenlosen Schnupperkurs ein. Swing und Lindy Hop im Rhythmus der 30er und 40er Jahre, als Amerika noch ein unbeschwertes Lebensgefühl hatte. Der einstündige Kurs beginnt 19:00 Uhr. mehr…

Insel-Bücherei in schwarz: Ein besonderes Plakat der Leipziger Buchwissenschaft gibt's zum Wave Gotik Treffen

Schwarze Bücher.
Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist. mehr…

Steigende Milliardenkosten für Tagebausanierungen: Grüne fordern Ausstieg aus teurer Energiequelle Braunkohle

Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen.
Von wegen, Strom aus Kohle würde nicht subventioniert und sei deshalb eine preisgünstigere Alternative zu erneuerbaren Energien. Die Kosten werden nur nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, die fließen als Subvention - zum Beispiel bei Kosten für die Sanierung der ostdeutschen Braunkohlereviere. Und die werden - wie die LMBV am Mittwoch mitteilen musste - noch höher, als bisher geplant. mehr…

Das nächste Großprojekt geht auf wie Hefe: A 72-Abschnitt Rochlitz-Borna wird erst 2013 fertig

Enrico Stange, Landtagsabgeordneter der Linken.
"Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf Sommer 2013", teilte Staatssekretär Roland Werner gemeinsam mit dem DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Dienstag, 22. Mai, mit. Eine scheinbar beiläufige Meldung im Rahmen eines Großbauprojekts, dessen Planungen und Kosten mittlerweile genauso aus dem Ruder gelaufen sind wie die des Leipziger City-Tunnels. Natürlich hat das Gründe. mehr…

Ausstellung im Neuen Rathaus: Studentenarbeiten untersuchen Auswirkungen des City-Tunnels auf Infrastruktur

Welche Auswirkungen auf Leipzigs Infrastruktur wird der Citytunnel Ende 2013 haben? Dieser Frage gingen Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Rahmen von zwei Projekten nach. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen standen dabei mögliche neue Wegebeziehungen. Die Ergebnisse werden vom 25. Mai bis 15. Juni in der 5. Etage des Neuen Rathauses im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes gezeigt. mehr…

Leutzscher Fußball: Jamal Engel bezieht im Blockstreit Stellung/ Hammermüller wird neuer Trainer bei Chemie

Neues aus Leutzsch.
Jamal Engel hat für die SG Leipzig Leutzsch im Gästeblock-Streit Stellung bezogen. Auf dem Familienportal "Tüpfelhausen" gab der Vorstandssprecher den Fans der BSG Chemie Leipzig einen Korb. 29 Fanclubs hatten ihn zuvor gebeten, ihnen beim Aufeinandertreffen beider Clubs am 9. Juni den Norddamm zur Verfügung zu stellen. Sie befürchten, dass der Platz im Gästeblock für rund 1.000 – 1.500 Chemie-Fans nicht ausreichend sei. mehr…

Grimmige Märchen-Maloche: Rainald Grebes anderer Blick auf 200 Jahre "Kinder- und Hausmärchen" im Interview

Grebe-Grimm im Schneewittchensarg: Buntes Märchenmosaik im Centraltheater.
"Grimms Märchen" ist seine vierte Show am Leipziger Centraltheater. Showmaster, Regisseur, Liedermacher und Schauspieler Rainald Grebe ließ in Leipzig Indianer vom Marterpfahl los, blickte in die "WildeWeiteWelt" und klettert seit Christi Himmelfahrt für Grimms Kinder- und Hausmärchen aus dem Sarg. Wir sind Grimm! Da bleibt kein Auge trocken, oder Herr Grebe? mehr…

Enrico Lübbe soll neuer Schauspielintendant in Leipzig werden: Stadtrat entscheidet am 20. Juni

Enrico Lübbe
Der Nachfolger für den umstrittenen Intendanten des Centraltheaters, Sebastian Hartmann soll ein „alter Bekannter“ werden. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat im Einvernehmen mit den städtischen Vertretern der Auswahlkommission sowie dem Betriebsausschuss Kultur und dem Fachausschuss Kultur dem Stadtrat den Schauspieldirektor des Chemnitzer Theaters, Enrico Lübbe, als neuen Intendanten des Schauspiels Leipzig vorgeschlagen. mehr…

Doppelte Freude: Kein Zusatzbeitrag und bis 600 € Prämie*

AOK: Doppelte Freude!
Anzeige. Es gibt viele gute Gründe bei der AOK PLUS versichert zu sein. Einer davon: Keine Zusatzbeiträge bei der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Ein weiterer Grund: Mit dem Wahltarif AOK PLUS aktiv können Sie sich zusätzlich bis zu 600 Euro Prämie sichern. Also machen Sie sich die doppelte Freude! mehr…

Erhaltung der Arten eines der wichtigsten Zukunftsprojekte: Zoo Leipzig und Biodiversivität-Zentrum künftig Partner

Biodiversivität ist ein sperriges Wort, dem aber aufgrund weiter um sich greifender Umweltzerstörungen auf unserem Planeten immer mehr Bedeutung zukommt. Die Artenvielfalt auf der Erde ist zunehmend bedroht. 60.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Auch der Leipziger Zoo hat sich die Arterhaltung auf die Fahne geschrieben, gibt 165.000 Euro jährlich für Schutzprojekte aus und hat sich mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversivitätsforschung (iDiv) einen wichtigen Partner an Bord geholt. mehr…

Energie-Erlebnispfad im BSZ 7 eröffnet: Aha-Erlebnis bei jedem einzelnen ist wichtiger als ein Ministerwechsel

Energie-Erlebnispfad im BSZ 7.
„Wenn jeder hier im Raum begreift, dass Energiesparen nötig ist und beim eigenen Griff zum Lichtschalter beginnt, dann ist es egal, ob es ab heute einen neuen Umweltminister gibt“, machte Schulleiter Thomas Graupner am Dienstag, 22. Mai, im Berufsschulzentrum 7 deutlich, worum es bei der neuen Bildungsinitiative Energie geht. mehr…

5 Prozent für Freie Szene: FDP-Fraktionschef sieht für Faber-Vorschlag keine Stadtratsmehrheit

Reik Hesselbarth, Vorsitzender der FDP-Fraktion.
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat Reik Hesselbarth hat den Beschlussvorschlag von Kulturbürgermeister Faber zur Umsetzung des Finanzierungsanteils für die Freie Szene scharf kritisiert. Denn statt einen Vorschlag zu machen, wie der Stadtratsbeschluss von 2008 bis 2013 erfüllt werden kann, hat Kulturbürgermeister Michael Faber am 16. Mai eine Verschiebung des Termins vorgeschlagen. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog