Eine Weihnachtsgeschichte: Pilotprojekt in Leipzig - Ordnungsamt bekommt Dienstpferde
Patrick Limbach
25.12.2011
Markus Ulbig zum neuen Leipziger Projekt: Die Fitness der Mitarbeiter des Amtes hier als erfreulichen Nebeneffekt...
Foto: Patrick Limbach (Archiv)
Noch sind sie meist motorisiert unterwegs. Ab Mitte 2012 steht den Mitarbeitern des Leipziger Ordnungsamts ein weiteres Fortbewegungsmittel zur Verfügung. Die Ordnungshüter in Diensten der Messestadt bekommen ihre eigene Dienstpferdestaffel.
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Zehn Tiere möchte die Stadt zunächst anschaffen. Unterhalten werden sollen sie durch den Leipziger Zoo. Zum Einsatz kommen sollen sie schwerpunktmäßig im Zusammenhang mit Großveranstaltungen wie Fußballspielen in der Red-Bull-Arena, dem Leipzig Marathon oder dem Weihnachtsmarkt. Aber auch für Routinestreifen in der Innenstadt und im Clara-Zetkin-Park stehen sie den Mitarbeitern zur Verfügung.
Umweltfreundlichkeit und Bürgernähe sind zwei schlagkräftige Argumente, die laut Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) für die berittenen Verwaltungskräfte sprechen. "Die Dienstpferde sind unser jüngster Beitrag für eine nachhaltige Mobilität." In der Vergangenheit machte die Stadtverwaltung bereits durch den Erwerb von Elektroautos und der Unterstützung von Car-Sharing-Angeboten von sich reden.
Sehr zufrieden mit dem Pilotprojekt, Leipzigs Polizeipräsident Horst Wawrzynski
Foto: Robert Weigel (Archiv)
Auch der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski begrüßte die Initiative mit den Worten: "Es ist gut, wenn wir hier über alle Behörden hinweg deutlich näher mit dem Bürger in Kontakt kommen. Wenn die entsprechend geschulten Mitarbeiter ab und zu auch mal absteigen, könnte dies eine effektive Maßnahme zur Herstellung von Augenhöhe zwischen den Ämtern und den Leipzigern werden."
Finanziert werden soll das 200.000 Euro teure Pilotprojekt aus dem Innovationsfonds des sächsischen Innenministeriums. "Was sich bei der Polizei bewährt hat, kann für die Ordnungsämter ebenfalls von Nutzen sein", kommentierte Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Investition. Die Verbesserung der Fitness der Mitarbeiter des Amtes würde er hierbei als erfreulichen Nebeneffekt sehen, so Ulbig am Rande einer Veranstaltung am Samstag auf L-IZ-Nachfrage.
Die frei werdenden Pkw sollen indes zum Ausbau des innerbehördlichen Car-Sharings genutzt werden, vier von ihnen gehen an soziale Vereine. Sollte sich das bundesweit einmalige Vorhaben durchsetzen, dürfen sich in absehbarer Zeit auch die Dresdner und Chemnitzer Ordnungsämter über vierbeinigen Zuwachs freuen. Eine erste Umfrage unter den Mitarbeitern des Leipziger Amtes jedenfalls lässt hoffen. Die meisten freuen sich auch auf den persönlichen Umgang mit den edlen Tieren.
Diese Geschichte entspricht nicht der Wahrheit
Anmerkung der L-IZ-Redaktion: Die unwahren Weihnachtsgeschichten der Leipziger Internet Zeitung finden nun das dritte Jahr statt. Immer vom 24. bis zum 27. Dezember ist also nicht alles richtig, was auf der L-IZ.de geschrieben steht (und hiermit als unwahr deutlich gekennzeichnet). Dieses ist also so eine Geschichte irgendwo zwischen dem Millimeter neben der Möglichkeit, vielleicht auch nur schrullig und skuril. Hoffentlich jedoch immer zum Schmunzeln oder Nachdenken.
In jedem Fall lohnt es sich also wie sonst auch, Artikel in diesen Tagen wirklich bis zum Ende zu lesen. Ganz entgegen der gern gepflegten Eile im Netz.
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