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Der Stadtrat tagt - Nachlese: Für Supermarktneubau-Pläne am Connewitzer Kreuz kommt die öffentliche Auslegung

Daniel Thalheim
Foto: Ralf Julke
Es war ein langer Streit. Der scheint nun beendet. Bislang steht am Connewitzer Kreuz ein Supermarkt der Lebensmittelkette "Rewe". Er soll einem Neubau weichen. Dafür legte die Verwaltung am 25. Januar einen auf das Vorhaben bezogenen Bebauungsplan im Stadtrat vor.

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An der Stelle der heutigen "Rewe"-Kaufhalle soll ein Neubau entstehen. Dafür müssten alle vorigen Ratsbeschlüsse aufgehoben werden. Die reichen bis ins Jahr 1992 zurück. Schon im Vorfeld der Abstimmung gab es Zuspruch von Christopher Zenker (SPD), weil die Pläne den Bedürfnissen der Bürger folgen. Christopher Zenker holte in seiner Stadtratsrede vom 25. Januar die Bedenken gegen einen Neubau von 2007 in die Erinnerung zurück. "Hauptkritikpunkt war der in den Planungen vorgesehene Abriss des leerstehenden Jugendstil-Wohnhauses Scheffelstraße 36", so der Ratspolitiker in seiner Rede.

Soll durch einen Neubau ersetzt werden: "Rewe"-Markt am Connewitzer Kreuz.
Soll durch einen Neubau ersetzt werden: "Rewe"-Markt am Connewitzer Kreuz.
Foto: Ralf Julke

Die planende TLG wich nach großem Gegenwind vom Vorhaben ab. Das Haus steht noch, weil es einen Neueigentümer hat, so Zenker weiter. Er betonte in seiner Rede zum neuen Einkaufszentrumsvorhaben: "Auch die Interessengemeinschaft Connewitz begleitet das Vorhaben positiv. Obwohl sich die SPD-Fraktion auch ein Projekt hätte vorstellen können, das sich eher an der Bebauung im Umfeld orientiert und energetisch effizienter ist, sehen wir in den aktuellen Planungen eine deutliche Aufwertung des Connewitzer Kreuzes im Vergleich zum Ist-Zustand."

Zenker möchte noch einige Änderungen. "Hierzu gehört die Aufstockung der Fahrradstellplätze, die momentan geplanten 26 halten wir für zu niedrig. ... Zudem befürchten wir durch die Führung des Radverkehrs auf dem Fußweg ein erheblich steigendes Konfliktpotential, da auch die Läden entlang der Karl-Liebknecht-Straße ihren Eingang Richtung Fußweg haben. Die Radverkehrsführung muss daher überdacht werden." Zenker geht es auch um eine umfangreiche Bürgerbeteiligung im weiteren Planungsverlauf.

Die Grünen stimmten ebenfalls dem Plan zu, weil der Supermarkt auf der gegenüberliegenden Ecke Koch-/Scheffelstraße nicht kommen wird. Einen Antrag reichten sie dazu nicht ein. Mit der als "ökologisch" bezeichneten Variante hat die Grünenfraktion Bauchschmerzen, denn so "öko" ist die Bauausführung nicht. Aber dass weniger Parkplätze kommen werden als geplant, stimmte die Grünen versöhnlich. Auch dass für ausreichend Grün an der Stelle gesorgt werden soll, ließ die Grünen-Fraktion positiv wählen. Carsten Albrecht (CDU) begrüßte in seiner kurzen Rede auch, dass der Markt in der Scheffelstraße nicht kommt. Die Linksfraktion möchte eine Asphaltierung der Scheffelstraße mit ihrem Antrag durchsetzen. Beide Anträge von Linken und SPD wurden von der Verwaltung übernommen, nickte Martin zur Nedden nach Frage von OB Jung, ob alles in Ordnung sei. Zunächst solle der positiven Abstimmung nach das Bauvorhaben den Bürgern zur Einsichtnahme ausgelegt werden.


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