Der Stadtrat tagt: Linksfraktion möchte Straße des 18. Oktober auf dem Alten Messegelände umgestalten
Daniel Thalheim
25.01.2012
Siegfried Schlegel (Die Linke)
Foto: Daniel Thalheim
Dieses Thema durchlief einen Fachausschuss und zwei Stadtbezirksbeiratversammlungen. Es geht um die Umgestaltung der Straße des 18. Oktober auf dem Alten Messegelände. Leipziger kennen die Strecke, wenn sie über die marode Brücke zum Hinterausgang in den angrenzenden Park gehen. Die Leipziger Linksfraktion möchte ein Gestaltungskonzept für die Achse zwischen Allee Alte Messe und Friedhofsweg. Dafür soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden.
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Wer kennt nicht die beiden stark ansteigenden Kurven am Ende der Straße des 18. Oktober auf dem Alten Messegelände, bevor diese hinaus zum Park führen? Wovor in hübscher Regelmäßigkeit ein Flohmarkt stattfindet und sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein Freiluftkino befindet, soll bald gebaut werden. Dazu reichte die Linksfraktion im September einen Antrag ein, der in 1. Lesung in den Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau verwiesen wurde. Dort und in den Stadtbezirksbeiratsversammlungen Leipzig-Mitte und Leipzig-Südost wurden die Forderungen diskutiert. Nun lag der Antrag am 25. Januar zur Abstimmung bereit.
Mit einer langen Vorgeschichte zur Alten Messe leitet Antragsteller Siegfried Schlegel (Die Linke) sein Anliegen ein. Worum geht es der Linksfraktion genau? Außer der Sanierung des Abschnitts zwischen Osteingang und Friedhofsweg der Alten Messe wollte die Linksfraktion im Ursprungsantrag einen direkten Zugang zum S-Bahnsteig, der derzeitig nur über den angrenzenden Park zu erreichen ist. Das wurde von der Verwaltung abgelehnt. Der ursprüngliche Vorschlag soll nun um einen Architekturwettbewerb ergänzt werden.
Jetzt heißt es nun: Der Abbruch mit Ersatzneubau der Brücke soll nach Abschluss der netzergänzenden Ausbaumaßnahmen der Deutschen Bahn 2013 in den Jahren 2014 und 2015 erfolgen. Die Linksfraktion hebt in ihrer Begründung die historische Gestaltung der beiden Zufahrtsrampen von der Straße des 18. Oktober zum Friedhofsweg hervor. Eine moderne Interpretation wäre laut Linke wünschenswert.
Mit einer langen Vorgeschichte zur Alten Messe leitet Antragsteller Siegfried Schlegel (Die Linke) sein Anliegen ein.
Foto: Daniel Thalheim
In einer "Gutachterwerkstatt Straße des 18. Oktober/Alte Messe" wurde bereits der Linkenvorschlag übernommen, die Freitreppe auch für Open-Air-Veranstaltungen zu nutzen, wie es bereits erfolgreich bei den "Courage Zeigen"-Festivals vorgemacht wurde. So könnten Konzerte vor dem Völkerschlachtdenkmal generell auf dem Gelände der Alten Messe stattfinden. Ein kooperatives Gutachterverfahren wurde bereits von der Stadtverwaltung im Dezember 2011 erwogen, so Baudezernent Martin zur Nedden in seiner Verwaltungsantwort. Sie soll sich aus LEVG und in Abstimmung mit dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege sowie dem Verkehrs- und Tiefbauamt zusammensetzen.
Im Dezember 2011 hieß es wie am 25. Januar 2012 aus der Verwaltung, für die betreffende Brücke sei frühestens Ende 2014 der Baubeginn veranschlagt. Bis dahin müsse die Verwaltung die finanzielle Sicherung des Vorhabens geklärt haben. Außerdem müssen weitere Prüfungen vorgenommen werden. Schlegel kann sich mit dem Alternativ-Vorschlag der Verwaltung anfreunden und bittet in der Ratsversammlung um Zustimmung. Martin zur Nedden ergänzt, dass die Brücke von baulicher Bedeutung ist und dass für eine Sanierung keine Haushaltsmittel vorgesehen sind.
Vielleicht sind Mittel für einen Realisierungswettbewerb 2013 da. Mit großer Mehrheit beschließt die Ratsversammlung den Verwaltungsstandpunkt für einen Wettbewerb für die Brückengestaltung.
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