Der Stadtrat tagt: Lydia Schubert wird erneut als Verwaltungsdirektorin fürs TdJW bestellt
Daniel Thalheim
25.01.2012
Foto: Daniel Thalheim
Seit dem 1. April 2008 war sie Verwaltungsleiterin am Theater der Jungen Welt. Seit dem 1. Februar ist sie Verwaltungsdirektorin am Kinder- und Jugendtheater am Lindenauer Markt. Die Leipziger Ratsversammlung vom 25. Januar möchte sie bis 2017 für weitere fünf Jahre dort wissen.
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Aus der Sicht der Leipziger Stadtverwaltung machte die 1980 in Leipzig geborene Lydia Schubert ihren Job gut. "Die Spielzeiten konnten durchgängig mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden.
Die Zuschauerzahlen wurden jährlich gesteigert, in der Spielzeit 2010/11 waren es erstmals über 50.000. Erfolgreiche Gastspielakquise und die Steigerung der Einnahmen aus Gastspielen in den vergangenen Spielzeiten", heißt es zu den strategischen Gestaltungen des Theaterhauses von der Stadtverwaltung. Daran hat Schubert aus Sicht der Verwaltung einen erheblichen Anteil geleistet. Dazu gehörte auch das 2008 Strategiepapier, das sie gemeinsam mit Intendant Jürgen Zielinski vorgelegt hatte. Dadurch konnte der Zuschuss um 300.00 Euro jährlich erhöht werden.
Auf Schuberts Konto gehen auch die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen, die Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten für die Theaterpädagogik sowie die Maßnahmen, die sich positiv auf Theaterbetrieb auswirkten. Die sind meist technischer Art, um die Zeitabläufe zu straffen. Außerdem habe sie mit Zielinski und Leipzigs Polizeipräsident Horst Wawrzynski 2008 ein Sicherheitskonzept nach der Ansiedlung des NPD-Büros in der Odermannstraße mitentwickelt. Auch die Werbung um Drittmittel konnte die Verwaltungsdirektorin für die Durchführung der Werkstatttage 2008 und 2010 steigern. Das hielt die Kosten für das Haus gering.
Dass sich die Chemnitz und im US-amerikanischen Albuquerque studierte Betriebswirtschaftlerin nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen möchte, beweist ihr Katalog an Zielen. An sieben Punkten will Verwaltungsdirektorin Schubert erreichen, dass die Drittmittelakquise für theaterpädagogische und inszenierungsbegleitende Programme ausgebaut wird. Dazu gehört auch die Suche nach Sponsoren. Des Weiteren will sie sich um die Organisation von wichtigen und qualitativ anspruchsvollen Gastspielorten und -auftritten kümmern.
Wichtig scheint ihr zu sein, dass sie den Kartenverkauf im Internet fürs TdJW etablieren will und die Gebäudestruktur effektiv gestalten möchte. Denn ihr geht es um das LOFFT und eine dritte Spielstätte für Kinder- und Familientheatervorstellungen. Primär steht für Lydia Schubert auch die Schaffung einer Musikerstelle auf der Agenda. Assistenz- und Requistenkräfte möchte sie auch aufstocken. Das steht bei der passionierten Musikerin unter dem Schirm einer "strategischen Personalplanung".
Der Leipziger Stadtrat steht dem Wunsch der Leipziger Stadtverwaltung nicht entgegen, den Dienstvertrag von Lydia Schubert für weitere fünf Jahre bis 2017 zu verlängern.
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