Leipziger Kulturdebatte: Volker Külow (Die Linke) will sachliche Diskussion
Daniel Thalheim
06.04.2012
Foto: Daniel Thalheim
"Nein zu Schmutzkampagnen gegen engagierte Personen - Leipziger Linke plädiert für kulturvolle Auseinandersetzung im OBM-Wahlkampf", titelt Linken-Landtagsabgeordneter Volker Külow seine Mitteilung vom 5. April. Darin wirft der Landespolitiker den Liberalen und Grünen verbale Eskalation vor. Külow will eine Debatte um die Kultur.
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"Krawall-Kultur" nennt Linken-Landtagsabgeordneter Volker Külow die Kritik der Leipziger Grünen und FDP an Linken-OBM-Kandidatin Barbara Höll. Die Bundestagsabgeordnete hatte sich in der Öffentlichkeit zu den Vorschlägen und dem Antrag der Liberalen und Grünen geäußert. Ihnen wirft Höll vor, dass sie die Sparten der Musikalischen Komödie infolge der Schaffung von Zwei- oder Dreispartenhäusern am Schauspiel oder Oper Stück um Stück schließen würden. Darauf reagierten FDP und Grüne und wiesen die Vorwürfe von sich. Von Schließung könne keine Rede sein - wenn auch beide Vorschläge eine Schließung des Hauses Dreilinden vorsehen.
Volker Külow, Vorsitzender des Leipziger Kreisverbandes der Linken kritisiert Grüne und FDP.
Foto: Daniel Thalheim
Külow springt für die OBM-Kandidatin Höll in die Bresche und kritisiert seinerseits den grünen Kreisverbandvorsitzenden Jürgen Kasek und die Leipziger FDP und fordert eine sachliche Debatte. Für den Landtagspolitiker und Vorsitzenden des Leipziger Kreisverbandes der Linken verliert die Kulturdebatte an Substanz, weil jetzt über die Person Barbara Höll gestritten wird und nicht um inhaltliche Themen rund um die Lage der Leipziger Kulturbetriebe.
"Die Leipzigerinnen und Leipziger haben diese verbale Eskalation nicht verdient und wollen sie auch nicht. Sie erwarten viel mehr zu Recht einen fairen und kreativen Wettbewerb der Parteien und ihrer Kandidaten darüber, wie ihre Sorgen und Nöte künftig besser von der Stadtpolitik aufgegriffen und möglichst gelöst werden. Diesem konstruktiven Ringen um alternative Konzepte stellt sich die Leipziger Linke sehr gern. Schmutzkampagnen gegen Personen wird es hingegen mit uns nicht geben", betont Külow mit Nachdruck.
"Insofern sind wir auch im Kulturbereich bereit, mit allen alle Ideen ernsthaft zu diskutieren", fügt Külow an. "Wir wissen, dass es keine einfachen Lösungen gibt, da es innerhalb der bestehenden Strukturen wenig Einsparmöglichkeiten gibt. Sollte jedoch im Windschatten des vermeintlichen 'Kulturinfarkts', der jüngst medial diagnostiziert wurde, ein Generalangriff auf die Leipziger Kultur gestartet werden, so würde dies auf den geballten Widerstand der Leipziger Linken treffen. Wir stehen in dieser Debatte dabei nach wie vor zu unserem Vorschlag der Fusion von Oper und Gewandhaus sowie des Ausbaus der Kooperation der Haustechnik."
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