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OBM-Kandidat Burkhard Jung antwortet auf Leserfragen: Wohnen in Leipzig

Redaktion
Leipzig hat immer mehr Einwohner/innen. Der starke Zuzug bei gleichzeitig moderater Zunahme bewohnbarer Wohnungen führt in manchen Stadtteilen allmählich zu einer Verknappung und damit höheren Mieten. Das Sozialgericht hat mehrfach geurteilt, dass in Leipzig Bedürftige zu geringe Unterstützung für ihre Mietkosten erhalten.


Wie wollen sie sicherstellen, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht?

Aufgrund des wirklich wunderbareren, sehr großen Zuzugs und Wachstums der letzten Jahre in Leipzig bin ich ganz sicher, dass wir in den nächsten Jahren ein soziales Wohnungsbauprogramm brauchen um sicherzustellen, dass auch Menschen mit niedrigen Einkommen in Leipzig zu moderaten Preisen wohnen können.

Welchen Weg werden Sie beschreiten, um den Missstand für die Kosten der Unterkunft zu beheben?


Ich sehe keinen Missstand bei den Kosten der Unterkunft. Wir haben die Ausgangswerte in diesem Jahr angehoben und werden in den nächsten Jahren mit der Entwicklung des Preis-Index reagieren.

Wie möchten Sie die soziale Durchmischung aller Stadtteile sicherstellen?


Unsere Stadtentwicklungspolitik hat bisher die Durchmischung mit unterschiedlichen sozialen Gruppen sicherstellen können. Wir werden auch in Zukunft sorgsam agieren.

Wie beurteilen Sie das Thema Gentrifizierung in Leipzig?


Wir haben in Leipzig keine Gentrifizierung, dieser Begriff trifft nicht unsere Wirklichkeit. Aber wir haben in der Tat Sorge, dass die Freiräume in den nächsten Jahren geringer werden können und werden deswegen alles tun müssen, um neue Formen des Wohnens für Kreative, genossenschaftliche Ansätze zur Nutzung, Selbstnutzerprogramme, Wächterhäuser u. a. weiter zu entwickeln.

Wie positionieren sie sich zu den vielen Wohnprojekten und Wagenplätzen in Leipzig?

Wagenplätze gehören zu einer Halbmillionenstadt ohne Zweifel dazu, sie müssen aber am richtigen Ort sein.


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