OBM-Kandidat Dirk Feiertag antwortet auf Leserfragen: Miwirkung Interessierter und Initiativen
Redaktion
11.01.2013
Momentan gibt es in Leipzig eine Reihe von Initiativen, die sich mit der Stadt als Lebens- und Aktionsraum auseinandersetzen. Hierfür hat Leipzig u.a. den Nachhaltigkeitspreis 2012 gewonnen. Durch zivilgesellschaftliches Engagement werden Gebäude und Brachflächen gestaltet oder temporär genutzt. Das Interesse liegt dabei immer stärker auf dem Themenkomplex „öffentlicher Raum“. Hierbei spielt neben dem Erhalt des öffentlichen Raumes auch die Gestaltung eine sehr große Rolle.
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Welche Möglichkeiten sehen Sie diese Initiativen zu unterstützen und zu fördern?
Ich finde es toll, dass es so viele Initiativen diesbezüglich in Leipzig gibt! Sie bringen zum Ausdruck, dass die allermeisten Leipziger/-innen nicht politik- sondern parteiverdrossen sind. Die Menschen nehmen sich des öffentlichen Raumes an, unterstreichen seine Bedeutung und stellen sich gegen Privatisierungstendenzen und eine gewisse Hybris der kommunalen Stadtplanung, die zu oft vergisst, sich an dem auszurichten, was im Interesse der Bevölkerung ist und deren Bedürfnissen entspricht.
Unsere Aufgabe sollte es im Rathaus deshalb sein, dieser Eigeninitiative entgegenzukommen und die engagierten Bürgerinnen und Bürger bei der Entfaltung ihrer Ideen nach Kräften zu unterstützen. Darum will ich die Selbstverwaltung der einzelnen Stadtteile wieder stärken, indem wir den Stadtbezirksbeiräten und Ortschaftsräten im Stadtrat das Rederecht einräumen, sie durch die Menschen im Viertel direkt wählen lassen und flankierend mehr Bürgerbüros einrichten, um das Netz an Ansprechstellen enger zu knüpfen.
Flache, dezentrale Entscheidungsstrukturen und kürzere Wege sollen dabei helfen, dass die bürgerschaftlichen Initiativen vor Ort der kommunalen Stadtplanung nicht entgegenstehen, sondern besser ineinandergreifen. Dazu ist es auch dringend notwendig, dass die Verwaltung ihr Handeln transparenter gestaltet und die Bürgerschaft frühzeitig an Entscheidungsprozessen beteiligt. Beides, mehr Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung, sind Kernanliegen meiner Kandidatur.
Welche Strategien werden Sie als OB bei der Förderung von Zwischennutzungen auf Brachflächen, leerstehenden Häusern und/oder der Gestaltung von Gemeinschaftsgärten verfolgen?
In dieser Frage gibt es nicht nur viel Entwicklungspotential in Leipzig, sondern auch eine ganze Menge spannender Ideen, die Leipzig auf lange Sicht noch attraktiver machen. Insbesondere die Erschließung der Industriebrachen ist für die sozialpolitische Ausbalancierung der Mietpreisentwicklung wichtig. Über öffentliche Trägerschaftsmodelle, langfristige Pachtverträge, Patenschaften und gemeinnützige Zweckbindungen können wir hier zusätzlichen Wohn- und Lebensraum schaffen und entgegen einem sich verschärfenden Markt bezahlbar halten. Ich stelle mir vor, dass das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbau diesbezüglich einen think tank bildet, in dem auch Stadtplaner und Pioniere der Stadtentwicklung vertreten sind, um neue Modelle zu diskutieren.
Die Projekte brauchen auf dem gesamten Umsetzungsweg mehr öffentliche Unterstützung. Bei der Suche nach geeigneten Objekten kann eine Datenbank helfen, die alle brachliegenden Flächen der Stadt systematisch erfasst und den Bürger/-innen zugänglich ist.
Bei der Finanzierung und den Vertragsverhandlungen brauchen viele Beratung und Begleitung, hier kann die Stadt Kompetenzen partnerschaftlich beisteuern. Und schließlich sollte das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege bei der Bauplanung und -durchführung kein Widerpart, sondern ein flexibler Kooperationspartner sein, der die verschiedenen öffentlichen Interessen stets im Auge behält. Und dazu zählt ganz sicher auch die Erschließung der Brachen und Leerstände durch neue, alternative und innovative Nutzungen, die das Stadtbild bereichern und Leipzig insgesamt lebenswerter gestalten.
Wie würden Sie mit temporären Interventionen - z.B. mit Pflanzkübeln, Möbeln und intelligenten Installationen – im öffentlichen Raum umgehen?
Das ist eine schwierige Frage, denn das Problem verbirgt sich ja in dem Wörtchen "temporär". Trenne ich zwischen öffentlichem und privatem Gebrauch der Vernunft, so empfinde ich persönlich Streetart und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum oft als Bereicherung, da sie immer wieder zeigen, wie kreativ und lebendig unsere Stadt ist. Als oberster Dienstherr der Verwaltung muss ich allerdings auch die öffentliche Ordnung und etwaige Eigentümerrechte berücksichtigen.
Ich rate den zuständigen Ordnungsbehörden jedoch zur Kulanz. Es muss nicht immer alles gleich wieder verschwinden und ein steriles Stadtbild ist nicht wünschenswert, viele der kreativen Ideen erfreuen und inspirieren die Menschen.
Am Pfingstmontag, 20. Mai, veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes- und Regionalvereinen den diesjährigen Deutschen Mühlentag. Die zentrale und offizielle Auftaktveranstaltung des diesjährigen Deutschen Mühlentages findet an der Windmühle Johanna im Hamburg Wilhelmsburg statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der dortige Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. mehr…
Die Bildungsmesse Leipzig Südost denkt weiter: Eingebettet in die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Sozialdemokratie im Mai 2013 in Leipzig findet am Samstag, 25. Mai, in deren Gründungsstadt eine Bildungsmesse statt. - Wie entwickelt sich Bildung nach dem 150. Jahrestag der Sozialdemokratie in Stadtteilen und ihren Strukturen weiter? mehr…
"Leipzig liest" war die Devise der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Wir Leipziger lesen nicht nur zur Buchmesse. Wir lesen immer, meint die Autorengruppe by Chance. Wo: auf dem Sofa. Im Grünen. Im Bett. In der Badewanne. In Gaststätten. Überall. Und wir lesen im Leipziger Osten. Wir, das sind Leute, die sich zufällig getroffen haben. Deshalb nennen wir uns „by Chance“. mehr…
Briefromane sind selten geworden. Sie waren mal richtig Mode. Der berühmteste hat das 18. Jahrhundert in helle Aufregung versetzt: Goethes "Leiden des jungen Werther". Mittlerweile sind die Nachrufe auf den geschriebenen Brief ja Legion. Man schreibt keine Briefe mehr. Man mailt und simst und twittert. Liebe im 140-Zeichen-Modus. Oder man ruft an. Aber so ein echter Briefroman ist das, was Ines Groß hier vorlegt, auch nicht. mehr…
Im Rahmen des Wave-Gotik-Treffen 2013 in Leipzig präsentieren die Passage Kinos am Sonntag, dem 19. Mai um 11:30 Uhr in den Passage Kinos den Horrorfilm Evil Dead – das Remake des Originals „Tanz der Teufel“ (OT: The Evil Dead) aus dem Jahr 1981. Für WGT-Besucher mit einem gültigen Festival-Bändchen ist der Eintritt frei! mehr…
Auszüge aus Liedsammlungen des Bach-Umkreises erklingen am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, um 15 Uhr im barocken Sommersaal des Bach-Museums Leipzig im Rahmen eines moderierten Konzerts. In der Interpretation von Studenten der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig werden ausgewählte Lieder von Thomaskantor Johann Friedrich Doles (1715-1797) und Johann Ernst Bach (1722-1777) voraussichtlich erstmals wieder seit der Mitte des 18. Jahrhunderts aufgeführt. mehr…
Pfingsten gilt als der Geburtstag der Kirche. Für die sächsische evangelische Landeskirche bedeutsam ist zugleich das Pfingstfest 1539. Gottesdienste nach evangelischer Lehre in Anwesenheit Martin Luthers symbolisieren die Einführung der Reformation in Leipzig. Für Superintendent Martin Henker „mehr als ein städtisches, nur lokales Ereignis“. mehr…
Um nun den Politikern den Elster-Saale-Kanal attraktiv zu machen, schlagen die Analysten der "Touristischen Potenzialanalyse" ja auch noch eine Aufwertung des eigentlich komplett langweiligen Gebietes um den Kanal herum vor. "Das Kerngebiet ist das einzige Gebiet rund um Leipzig, in dem touristisch außer Geschäftsreisetourismus bislang wenig passiert ist. Trotz seiner zentralen Lage liegt das Gebiet abseits der touristischen Ströme. Dies gilt nicht nur für den privat motivierten Urlaubstourismus, sondern auch für den Tagestourismus." mehr…
Es hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann hat man sich auch durch die 400 Seiten "Touristische Potenzialanalyse und Betrachtung der Grobvarianten der Trassen des Projektes Anbindung des Elster-Saale-Kanals an die Saale für das Gebiet der sächsischen und sachsen-anhaltinischen Kommunen und Landkreise" gewühlt - 2011 erstellt und 2013 Grundlage jener Leipziger Ratsvorlage, die eine Zustimmung des Stadtrates für den 106 Millionen Euro teuren Ausbau des Kanals abholen will. mehr…
"Tatatata!" macht das Sächsische Kultusministerium am gestrigen Freitag, 17. Mai. Zum kommenden Schuljahr 2013/2014 wolle man 510 Neueinstellungen von Lehrkräften an den allgemein- und berufsbildenden Schulen vornehmen, verkündete es. Darüber hinaus sollen im Umfang von 83 Stellen bis zum Ende des laufenden Schuljahres befristete Arbeitsverhältnisse zum neuen Schuljahr entfristet werden. mehr…
Dem SC DHfK fehlt nur noch ein Punkt zum Klassenerhalt. Nach einem 29:26 (13:12)-Heimsieg der 2.Liga-Handballer gegen Eintracht Hildesheim scheint das Minimal-Saisonziel greifbar nah. Im zweiten und letzten Heimspiel von Michael Biegler trumpften vor allem Gabor Pulay, Matthias Gerlich und die 1.699 Zuschauer groß auf. Der Funke solle überspringen, forderte Aufsichtsrat und Co-Trainer Stefan Kretzschmar im Vorfeld der Heim-Partie gegen Hildesheim vom Publikum. mehr…
Viel zu trinken soll ja gesund sein und den Körper von innen schön feucht halten, so wird’s gesagt. Aber immer nur stilles Wasser oder ungesüßten Tee hinter zu gluckern ist irgendwann einfach öde und man verzehrt sich nach etwas frischem, spritzigem, mit feinem Geschmack. Natürlich könnte man sich in Momenten wie diesen ganz einfach eine Saftschorle mixen oder eine Cola einverleiben. Könnte man, theoretisch. mehr…
Pöbeleien und schwerste Beleidigungen über soziale Netzwerke nehmen immer mehr zu. Nach einer aktuellen Untersuchung des Bündnisses gegen Cyber-Mobbing war bundesweit bereits fast jeder fünfte Schüler und Jugendliche Opfer einer solchen Attacke. "Auch in Leipzig nimmt das Problem immer mehr zu", berichtet Villa-Geschäftsführer Oliver Reiner. mehr…
Ersatzbusse fahren in Stötteritz am Wochenende 25./26. Mai zwischen dem Haltestellen Altes Messegelände und Stötteritz, Holzhäuser Straße ersatzweise für die Straßenbahnlinie 4. Grund dafür sind die andauernden Bauarbeiten der DB AG an der Eisenbahnbrücke in der Stötteritzer/ Papiermühlstraße in Höhe der Schönbachstraße, teilen die LVB mit. In den Nächten vom 24. bis 26. Mai fährt zudem der Nachtbus N8 mit örtlicher Umleitung. mehr…
Aus gesundheitlichen Gründen muss der für den 22. Mai 2013 im Literaturhaus Leipzig geplante Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe "Zwie Sprache" mit Nadja Küchenmeister (Berlin) und Andreas Reimann (Leipzig) auf den Spätsommer verschoben werden. Am Mittwoch, 22. Mai, startet im „literaturcafé“ vom Haus des Buches um 19:30 Uhr mit „Zwie Sprache“ eine neue Veranstaltungsreihe. Zu erleben sind in der Begegnung „Zwei Stimmen, zwei Schreibweisen, zwei Temperamente“. Den Auftakt der neuen Lesereihe, die künftig zweimal pro Jahr stattfinden soll, bilden Nadja Küchenmeister und Andreas Reimann. mehr…