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OBM-Kandidat Felix Ekardt antwortet auf Leserfragen: Wohnen in Leipzig

Redaktion
Leipzig hat immer mehr Einwohner/innen. Der starke Zuzug bei gleichzeitig moderater Zunahme bewohnbarer Wohnungen führt in manchen Stadtteilen allmählich zu einer Verknappung und damit höheren Mieten. Das Sozialgericht hat mehrfach geurteilt, dass in Leipzig Bedürftige zu geringe Unterstützung für ihre Mietkosten erhalten.


Wie wollen sie sicherstellen, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht?

Die Stadt hat hier über ihr kommunales Wohnungsbauunternehmen Einflussmöglichkeiten. Dies bedeutet, dass die LWB gezielt eingesetzt werden muss, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite werde ich mich dafür einsetzen, dass die Fördermittel von Seiten des Landes auch dafür zur Verfügung gestellt werden, dass gerade bei der Schaffung neuer Wohngebiete auch Mieten im unteren Preissegment angeboten werden.

Welchen Weg werden Sie beschreiten, um den Missstand für die Kosten der Unterkunft zu beheben?

Der Missstand ist nur zu beheben, wenn die Kosten der Unterkunft auf das gesetzliche Mindestmaß angehoben werden. Dies und alles andere ist nur möglich, wenn man im Gegenzug konsequent streicht, etwa bei repräsentativen Großprojekten und Straßenneubauten. Alles andere wäre leere Wahlkampfrhetorik.

Wie möchten Sie die soziale Durchmischung aller Stadtteile sicherstellen?


Die soziale Durchmischung der einzelnen Stadtteile ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Stadtgesellschaft. Diese zu erhalten, wird nur gelingen, wenn die Stadt klug agiert, nicht wahllos eigene Liegenschaften verkauft, wie etwa beim Plagwitzer Rathaus oder der Windmühlenstraße geschehen, und gegebenenfalls auch das kommunale Vorkaufsrecht ausübt. Voraussetzung dafür ist, dass ausreichend finanzielle Mittel zu Verfügung stehen. Hier wird es also darum gehen müssen sich beim sächsischen Städte- und Gemeindetag dafür stark zu machen, dass Leipzig mehr Geld erhält und sich das Land nicht weiter auf Kosten der Kommunen gesundet – und selbst auch an bestimmten Stellen (s.o.) zu kürzen.

Wie beurteilen Sie das Thema Gentrifizierung in Leipzig?


Wenn wir über das Thema Gentrifizierung sprechen, ist es wichtig, den spezifischen Leipziger Kontext zu betrachten. Wir stehen in Leipzig am Anfang einer sozialräumlichen Segregation, die nicht durch eine Verdrängung aufgrund Wohnungsmangels entsteht, sondern weil zum Teil die Mietpreise deutlich ansteigen. Hier gilt es gegenzulenken. Bereits jetzt weißt der Sozialatlas der Stadt zum Teil dramatische Strukturunterschiede für einzelne Stadtteile aus. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, die auch zu sozialen Spannungen führen kann. Hier gilt es, siehe vorangegangene Frage, klug gegenzusteuern – vor allem, indem man neben einer guten Stadtteilförderung (und auch Dingen wie einer besseren Kita-Förderung) die Segregation nicht noch durch Projekte wie den Lindenauer Hafen weiter fördert.

Wie positionieren sie sich zu den vielen Wohnprojekten und Wagenplätzen in Leipzig?

Die Wohnprojekte und Wagenplätze beleben die Stadt. In einer Stadt für Leipzig muss es auch Platz für Wagenplätze geben, und Wohnprojekte sollten stärker gefördert werden.


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Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Reclams Kosmos in der Hochschulbibliothek: HTWK Leipzig und Verein Literarisches Museum zeigen Ausstellung über Reclam-Verlag bis 1945

Titel in Reclams Universal Bibliothek: F. M. Klinger "Sturm und Drang".
Zusammen mit dem gemeinnützigen Verein „Literarisches Museum“ veranstaltet die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) ab Donnerstag, 27. November, die Ausstellung „Reclams Kosmos". Zeugnisse eines universalen Programms (Zeitraum: 1828 – 1945)“. Die Schau wird 18 Uhr im Foyer der Hochschulbibliothek (Gustav-Freytag-Straße 40) eröffnet, wo sie bis zum 27. Februar2015 zu den normalen Öffnungszeiten (Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr) für jedermann zugänglich ist. mehr…

Die Volkshochschule Leipzig lädt am 27. November ein: Religion von gestern für Menschen von heute?

Am Donnerstag, 27. November, lädt die Volkshochschule Leipzig zu einem Vortrag und Diskussion mit dem Theologen Bernd Knüfer SJ ein. Thema ist die Frage „Religion von gestern für Menschen von heute?“. Die Veranstaltung findet von 19 bis 20:30 Uhr in der Volkshochschule, Löhrstraße 3-7, statt. Anmeldungen bitte unter Tel. (0341) 123-6000. mehr…

Am 30. November in der Evangelisch Reformierten Kirche: Benefiz-Adventskonzert des Chors cantare zugunsten von und mit Menschen mit Behinderung

Gemeinsam auf der Bühne: Palmenspatzen und cantare.
Am 1. Advent, dem 30. November, findet in der Evangelisch Reformierten Kirche das 5. Benefiz-Adventskonzert des Chors cantare zugunsten von und mit Menschen mit Behinderung statt. Beteiligt sind neben cantare der integrative Schulenchor der Lindenhofschule Leipzig, der Chor „Palmenspatzen“ – bestehend aus Bewohnern des Wohnheimes „Villa am Palmengarten“ – sowie der Jugendchor des Gewandhauses. Die Einnahmen des Konzertes gehen je zur Hälfte an den Förderverein der Lindenhofschule Leipzig e.V. und die Lebenshilfe Leipzig e.V. mehr…

Bewahrte Augenblicke: In den Familienalben des Fotografen Johannes Mühler geblättert

Johannes Mühler: Bewahrte Augenblicke.
Er gehört zu den wichtigsten Leipziger Fotografen des frühen 20. Jahrhunderts. Manche nennen ihn gleichauf mit Hermann Walter. Der Leipzig-Kalender 2014 der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) ist komplett mit Fotos des 1876 geborenen Fotografen Johannes Mühler bestückt. Vielleicht, um mal ein kleines Jubiläum zu würdigen, das sonst keiner feiert: Am 27. Januar 1914 erwarb Johannes Mühler das Leipziger Bürgerrecht. mehr…

Ein längerer Leserdisput zum Thema Erstaufnahmeeinrichtung in der Max-Liebermann-Straße: Rede und Gegenrede auf Augenhöhe

Ein Objekt, bei welchem quasi der Steuerzahler bei ich selbst eingekauft hat, um Flüchtlinge unterzubringen
JA ICH WEIß WAS PASSIERT UND PASSIEREN KANN. Siehe gestrige Kommentare. Ich und viele viele andere hier in unmittelbarer Nähe wollen die EAE hier nicht. Wir wollen nicht und wenn auch nur vermutet die Zustände wie in Schneeberg und Chemnitz. Gleichgültigkeit, Wegsehen unterstellen sie den Kritikern? Woher wollen sie das denn wissen? Weil wir gegen eine EAE (Erstaufnahmeeinrichtung, d. Red.) in unserer Nachbarschaft sind? mehr…

Lok – Halle 0:1: Scholz droht mit Winterabschieden

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Am 17. November fand in der Orangerie in Markkleeberg-Gaschwitz eine Informationsveranstaltung zur Situation von Asylsuchenden im Landkreis Leipzig statt. „Von außen sieht es nicht so schlimm aus - aber das ist ein Trick“ – so der Titel des Vortrags. Den gleichen Namen trägt auch eine vom Bornaer Verein Bon Courage e.V. herausgegebene Broschüre. Sandra Münch, eine der ehrenamtlich Engagierten, im Interview. mehr…

Die Wende an der Discounterkasse: Noch einmal alles anders machen können

Ja, wo isse denn …
Hektik, Gedränge und Ungeduld an der Kasse eines Discounters und plötzlich spricht mich auch noch ein Fremder an. Zum Freitagabend, wo ich doch nur schnell nach Hause will. Er will nichts Böses, er will aber auch nicht spielen, er will mir etwas Ernstes erzählen. Über sich und die Wende. mehr…

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Die im Zuge der Kommunalwahlen für die sechste Wahlperiode neu gewählte SPD-Fraktion im Stadtrat Leipzig hat sich am Samstag, 22. November, konstituiert. Auf der Tagesordnung stand dabei die Neuwahl des Fraktionsvorstandes. mehr…

Neue FES-Studie "Fragile Mitte - Feindselige Zustände": Wie der marktförmige Extremismus aus seinem Schoß den Rechtsextremismus gebiert

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Am Donnerstag, 20. November, stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin ihre neue "Mitte-Studie" vor. Und sie passt wie die Faust aufs Auge, wenn man Harald Trabolds Kapitalismus-Analyse "Kapital Macht Politik" daneben legt, denn jahrzehntelanges Trommelfeuer zeigt nun erstaunliche Wirkung: Das manifeste Markt-Denken führt direkt zu manifesten Vorurteilen gegen Leistungsschwächere und Nicht-Dazugehörige. Der Neoliberalismus zeigt seine hässliche Rückseite. Und der Rechtsextremismus seinen Ursprung in radikalem Markt-Denken. mehr…

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Eine vierteilige Rezension zu "Kapital Macht Politik" – Teil 1: Warum "Wirtschaftsexperten" so selten über Macht reden

Harald Traubold: Kapital Macht Politik. Die Zerstörung der Demokratie.
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