OBM-Kandidatin Barbara Höll antwortet auf Leserfragen: Mitwirkung Interessierter und Initiativen
Redaktion
11.01.2013
Momentan gibt es in Leipzig eine Reihe von Initiativen, die sich mit der Stadt als Lebens- und Aktionsraum auseinandersetzen. Hierfür hat Leipzig u.a. den Nachhaltigkeitspreis 2012 gewonnen. Durch zivilgesellschaftliches Engagement werden Gebäude und Brachflächen gestaltet oder temporär genutzt. Das Interesse liegt dabei immer stärker auf dem Themenkomplex „öffentlicher Raum“. Hierbei spielt neben dem Erhalt des öffentlichen Raumes auch die Gestaltung eine sehr große Rolle.
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Welche Möglichkeiten sehen Sie diese Initiativen zu unterstützen und zu fördern?
Leipzig steht hinsichtlich der Stadtentwicklung an einem Scheideweg. Verdrängungsmechanismen in einzelnen Stadtgebieten sind unverkennbar. Kreative Akteure haben stadtplanerisch eine Pionierfunktion. Als Oberbürgermeisterin wäre ich bestrebt, Kreative in der Entwicklung von städtischen Freiräumen langfristig zu unterstützen. Das heißt auch, dass sie die Möglichkeit haben sollten, neue gesellschaftliche Lebensformen, etwa wie die Wächterhäuser oder anderes, auszuprobieren und zu entwickeln.
Dieses Interesse darf nicht jenem von Großinvestoren untergeordnet werden. Dabei kommt selbstredend der LWB eine Schlüsselrolle zu. Bedingungslose Verkäufe wie in der Windmühlen-/Brüderstraße mit den bekannten Folgen dürfen sich nicht wiederholen.
Welche Strategien werden Sie als OB bei der Förderung von Zwischennutzungen auf Brachflächen, leerstehenden Häusern und/oder der Gestaltung von Gemeinschaftsgärten verfolgen?
Als Oberbürgermeisterin werde ich die bisherigen positiven Erfahrungen fortführen und verstärken, da die Gewinne für die Stadtgesellschaft groß sind. Ich werde auch weiterhin Pflegeverträge, Patenschaften, Wächterhäuser unterstützen, weil bürgerschaftliches Engagement unsere Stadt erst lebenswert macht.
Wie würden Sie mit temporären Interventionen - z.B. mit Pflanzkübeln, Möbeln und intelligenten Installationen – im öffentlichen Raum umgehen?
Interventionen dieser Art gehören zu einer lebendigen Stadtgesellschaft. Mir persönlich gefallen gepflegte Baumscheiben, umhäkelte Laternenmasten und Installationen, die die Wahrnehmung verändern. Aber als Oberbürgermeisterin bin ich auch in der Verantwortung, dass rechtliche Vorgaben im Interesse einer funktionierenden Gemeinschaft eingehalten werden.
Bei der Vorstellung der sieben ins Auge gefassten und drei näher untersuchten Varianten für den zukünftigen Standort des Leipziger Naturkundemuseums sticht der scheinbare Favorit sofort ins Auge. Die Details sind beim möglichen Standort des ehemaligen DDR-Baus „Bowlingcenter“ am Wilhelm-Leuschner-Platz bereits vorhanden. mehr…
Es geht immer rasch mit den Gerüchten und den Vorfestlegungen. Da ist von Favoriten die Rede, bereits getroffenen Vorentscheidungen und den ersten Protesten dagegen. Erzeugt wohl auch ein wenig durch die Informationspolitik der Stadt, welche zwar eine 150-seitige Betrachtung von insgesamt sieben Varianten für einen neuen oder alten Standort des Naturkundemuseums anfertigen, jedoch bislang nur an bestimmte Stadträte in gedruckter Form verteilen ließ. mehr…
Am kommenden Dienstag, 28. Mai, 20:00 Uhr, lädt die Schaubühne gemeinsam mit dem GWZO Leipzig zu Film & Gespräch. Auf dem Programm steht der tschechische Film "… A bude hùø:(It's gonna get worse)", der im Original mit Untertiteln zu sehen ist. mehr…
Was hat der jiddische Struwwelpeter mit einem mazedonischen Hochzeitstanz gemein? Warum will das schöne Mädchen nicht heiraten und sinniert der Vagabund über die Vergänglichkeit an sich? Geht es bei der Zubereitung der Bohnenspeise wirklich um Gaumenfreuden? Und wer ist dieser Schnucki in dem Wiener Schlager? Fragen, die von den Berliner Musikern „Aufwind“ überaus unterhaltsam und zuweilen auch augenzwinkernd beantwortet werden. mehr…
Der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e. V., veranstaltet am 30. Mai sein achtes Benefizkonzert. Der Verein wurde gegründet, um den Schutz des Auwaldes weiter voranzutreiben: die Reinerlöse der Konzerte und das Sammeln von Spenden sollen direkt Projekte im Auwald unterstützen. Musikalisch hofft der NuKLA, mit Konzerten von Alter Musik über Klassik, Romantik bis zum klassischen Jazz das musikalische Interesse möglichst vieler Natur- und Kunstfreunde zu wecken. mehr…
Nach Torgau, Grimma, Oschatz, Borna, Delitzsch und Markkleeberg geht die Wanderstammtischserie des Regionalverbands Leipziger Umland in die nächste Runde. In Schkeuditz treffen sich am Mittwoch, den 29. Mai, die Leipziger Umlandpiraten ab 19 Uhr im Gasthaus "Zur Börse", Leipziger Straße 5 und laden jeden interessierten Bürger dazu ein, an dem Treffen teilzunehmen. mehr…
Am kommenden Mittwoch, 29. Mai, begrüßt das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) im Rahmen der Ringvorlesung "richardwagner200 - ostwärts / streicht das Schiff" den Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Ernö Kulcsár Szabó von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zu Budapest. Zu seinem Vortrag laden wir alle Interessierten herzlich ein. mehr…
Wegen Arbeiten der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH am Fahrbahnbelag im Gleisbereich der Kreuzung Delitzscher/Essener Straße kommt es in der Zeit vom 27. Mai bis voraussichtlich 7. Juni zu Einschränkungen für den Kfz-Verkehr. mehr…
Kreuzfahrten boomen. War die Fahrt mit dem Ozeandampfer bis Anfang der Neunziger Jahre den Wohlbetuchten in Anzug und Designer-Kostüm vorbehalten, gilt vielen Reedereien heute die Familie als liebste Zielgruppe. Poolparty statt Captain's Dinner, Kinderanimation statt gut sortierter Bordbibliothek. Was erwartet den Gast eines modernen Clubschiffs? Ein Redakteur aus dem L-IZ.de-Team ist eine Woche lang mit Deutschlands Marktführer Aida Cruises in See gestochen. mehr…
Mit einem 2:1 (1:0) besiegte der 1. FC Lok zum Saisonabschluss den VFC Plauen. Das achte Spiel in Folge war gleichzeitig das vorerst letzte für Marco Rose als Trainer der Leipziger. Mit dem Trainer werden wohl auch eine Reihe von Spielern den Club verlassen. Angesichts der bemerkenswerten Entwicklung des Teams ein herber Schlag für Fans und Führung. mehr…
RB Leipzig bleibt diese Saison in Liga und Pokal ungeschlagen. Beim Tabellenvierten Berliner AK erkämpfte eine Reserve-Auswahl ein 1:1 (1:1). Damit sind die Bullen das beste Regionalliga-Team in der Saison 2012/13. Um in die 3. Liga aufzusteigen, müssen die Leipziger trotzdem durch die Relegation. mehr…
An diesem Sonntag, 26. Mai 2013, beginnt die Vermietung der ersten Wohnungen im Brunnenviertel am Lindenauer Diakonissenkrankenhaus. Für den Erstbezug nach Sanierung bietet der Projektentwickler Stadtbau AG vier- und fünfräumige Familienwohnungen an. Neben dem Wohnstandard will der Vermieter mit dem grünen Innenhof punkten. mehr…
Man muss nur neugierig sein, dann gibt's eine Antwort: Immerhin ist rund um das Areal Wilhelm-Leuschner-Platz so gut wie alles ungelöst. Die Stadtverwaltung hat eigentlich keine Vision und keine Meinung, treibt aber trotzdem diverse Ideen zur Bebauung/Nichtbebauung und zu einem Denkmal ohne Substanz vor sich her. Und dann ist da noch der Bowlingtreff aus DDR-Zeiten. Was wird damit, wollte die Grünen-Fraktion am 2. Mai mal wieder wissen. mehr…
Der Transregio Sonderforschungsbereich (SFB) 67 "Matrixengineering" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere vier Jahre mit mehr als 10 Millionen Euro gefördert. Die Forscher des von der Universität Leipzig und der TU Dresden gemeinsam mit außeruniversitären Forschungszentren getragenen Verbundes widmen sich der Erforschung und Entwicklung von funktionellen Biomaterialien zur Behandlung von Knochen- und Hautdefekten. mehr…
Manche Zahlen verblüffen einfach, die das Sächsische Landesamt für Statistik so herausgibt. So vermeldete es am Mittwoch, 22. Mai, dass im Jahr 2011 jeder Einwohner in Sachsen durchschnittlich 16.017 Euro für den privaten Konsum ausgegeben hat, 484 Euro bzw. 3,1 Prozent mehr als 2010. Das wären im Monat 1.334,75 Euro. Das sind 300 Euro mehr, als etwa der durchschnittliche Leipziger 2011 an Einkommen hatte. So manche Statistik macht tatsächlich keinen Sinn - auch wenn die Zahlen stimmen. mehr…