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Leipziger Zoo sieht kein eigenes Verschulden am Tod des Elefantenjungtiers

Redaktion
Für den einen ist es der frühe Freispruch aus lebenslanger Haft, viele sind traurig und manche sehen ein Verschulden des Leipziger Zoos bei dem Tod des Elefantenbabys. Es war von seiner Mutter angegriffen worden. Nun liegen laut Leipziger Zoo die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung vor. Und eine Erklärung der Zooleitung, wieso man schuldlos am Tod des Nachwuchses sei.

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Demnach sei das Elefantenjunge in der Nacht auf den Ostermontag seinen schweren inneren Verletzungen erlegen. Weiter heißt es seitens der Zooleitung: „Die erstgebärende Elefantenkuh Hoa (26 Jahre alt, seit 1987 in Leipzig) hatte das Jungtier unmittelbar nach der Austreibung angegriffen und tödlich verletzt. Die genaue Ursache für den Angriff lässt sich nicht klären. Einfluss können verschiedene Faktoren wie Geburtsschmerz und die Unerfahrenheit der Mutter haben. Ein Eingreifen der an der Geburt beteiligten Personen war zu keinem Zeitpunkt möglich.“

Und eben darin sehen die Kritiker der gewählten Geburtsart derzeit ein Problem und ein Mitverschulden des Zoos am Tod des Nachwuchses. Dem versucht Zoodirektor Dr. Jörg Junhold seit gestern Abend entgegenzutreten.

„Alle an der Vorbereitung und Durchführung der Geburt beteiligten Personen von den Tierpflegern über die Kuratoren und den Tierarzt haben zu jedem Zeitpunkt höchst professionell gearbeitet. Wir verwehren uns gegen Angriffe auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter durch externe Akteure, die weder in den Entscheidungsprozess eingebunden waren noch die Rahmenbedingungen kennen.“

Der Zoo Leipzig habe sich unter Abwägung aller Risiken und im Bewusstsein der möglichen Gefahren für eine möglichst natürliche, stressfreie Geburtsvariante ohne Ketten entschieden. In reinem offiziellen Statement seitens des Leipziger Zoos heißt es dazu weiter.

„Hoa hat unter der Geburt die Möglichkeit intensiv genutzt, sich zu bewegen. Das wäre an Ketten so nicht möglich gewesen. Zudem wurde das Risiko einer Geburt im Beisein anderer Elefantenkühe auf Grund der Gruppenstruktur, die nicht auf einer natürlich gewachsenen Familiengruppe basiert, für zu hoch eingestuft, so dass darauf verzichtet wurde.“

Der Wunsch nach elefantösem Nachwuchs hingegen scheint in der Leipziger Tierhaltungseinrichtung jedoch nach wie vor ungebrochen. So würde man sich weiterhin darum bemühen, den „vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten“ zu züchten.

Dabei würden weiterhin alle Möglichkeiten genutzt, die der Elefantentempel Ganesha Mandir als eine der modernsten Anlagen Europas bietet.

Zum Artikel vom 9. April 2012 auf L-IZ.de
Enttäuschte Hoffnung: Leipziger Elefantennachwuchs ist tot


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